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DTB arbeitet mit und Wettanbieter zusammen

Do 08 Mai, 14:24 Uhr


Hamburg (dpa) - Der Deutsche Tennis Bund (DTB) hat auf die jüngsten Wettskandale und die Gerüchte um eine Verwicklung deutscher Profis in Manipulationen reagiert und eine Zusammenarbeit mit der britischen Online-Wettbörse Betfair beschlossen.

«Auch wenn uns nach wie vor keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass deutsche Spieler in Wettmanipulationen im Tennis verwickelt sind, so liegt mit den erhobenen Vorwürfen dennoch ein Schatten über dem deutschen Tennis», sagte DTB-Präsident Georg von Waldenfels. «Die anhaltenden Diskussionen um Wettmanipulationen bedrohen die Glaubwürdigkeit unseres Sports.» Durch die Zusammenarbeit wollten DTB und Betfair «für mehr Transparenz im Wettgeschehen» sorgen und ein «Zeichen für einen sauberen Tennissport» setzen, so von Waldenfels.

Noch immer laufen die Ermittlungen der Herrenorganisation ATP gegen Nikolai Dawidenko, nachdem im August vergangenen Jahres beim Turnier im polnischen Sopot große Summen auf eine Niederlage des favorisierten Russen gegen Martin Vassallo Arguello aus Argentinien gesetzt worden waren. Dawidenko hatte im dritten Satz wegen einer Fußverletzung aufgegeben. Zudem untersucht die ATP eine ominöse Liste mit 140 Matches, bei denen der Verdacht besteht, dass sie verschoben worden sein könnten. Während der Australian Open Anfang des Jahres hatte die ARD berichtet, dass sieben deutsche Profis auf der Liste stehen sollen.

Das sogenannte «Memorandum of Understanding» sieht vor, dass Betfair in Zukunft die Wettverläufe bei den großen ATP- und WTA- Turnieren in Deutschland sowie den Spielen der deutschen Profis auf der WTA- und ATP-Tour beobachtet und Unregelmäßigkeiten an den DTB meldet. Das Abkommen wurde in dieser Woche unterzeichnet. Die Zusammenarbeit beginnt damit bereits bei dem am 11. Mai in Hamburg startenden Masters-Series-Turnier am Rothenbaum.