München (AP) Vor rund 30.000 jubelnden Fans hat der FC Bayern am Samstag den 21. deutschen Meistertitel der Vereinsgeschichte und den Gewinn des DFB-Pokals auf dem Münchner Marienplatz gefeiert. Im Mittelpunkt der Emotionen standen jedoch die bewegende Abschiede von Trainer Ottmar Hitzfeld und Torhüter Oliver Kahn. Bei der offiziellen Verabschiedung vor dem letzten Saisonspiel gegen Hertha BSC Berlin ließ der sonst so beherrschte Hitzfeld seinen Tränen freien Lauf.
Dagegen ließ sich Kahn, der nach 20 Jahren Profifußball aufhört, keine Emotionen anmerken. Nach dem Spiel, das die Bayern souverän mit 4:1 gewannen, tauschte er das Trikot mit dem dreifachen Weltschiedsrichter Markus Merk, der ebenfalls seine Karriere beendet. Aus den Händen des frühren Bayern-Stars und Weltmeisters von 1974, Hans-Georg «Katsche» Schwarzenbeck, erhielt Kahn die Meisterschale. Anschließend fuhren die Spieler in einem Autocorso vom Stadion zum Marienplatz, wo sie ihre Trophäen auf dem Balkon des Rathauses zeigten.
Der FC Bayern hatte dank eines komfortablen Vorsprungs bereits drei Spieltage vor Saisonende als neuer Meister festgestanden und damit den VfB Stuttgart abgelöst. Am Samstag hatten die Bayern 76 Punkte auf ihrem Konto - zehn mehr als Vizemeister Werder Bremen. Außerdem unterboten sie mit nur 21 Gegentoren die 20 Jahre alte Bestmarke von Werder Bremen. Luca Toni, der gegen Hertha drei Mal traf, sicherte sich mit 24 Treffern die Torjägerkrone.
Am Rande der Feier wurden insgesamt neun Personen festgenommen, weitere elf mussten in Gewahrsam genommen werden, wie die Polizei mitteilte. Den Festgenommenen wird Hausfriedensbruch, Beleidigung, Widerstand, Körperverletzung und gefährlicher Eingriff in den Schienenverkehr vorgeworfen. Entsprechende Anzeigen würden erstellt.



