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Fußball-Länderspiele und DFB-Pokal bis 2012 in ARD und ZDF

Di 13 Mai, 14:01 Uhr


Mainz (AP) ARD und ZDF haben ihren Fernsehvertrag mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) bis Mitte des Jahres 2012 verlängert. Demnach zeigen die öffentlich-rechtlichen Sender alle Länderspiele der Fußball-Nationalmannschaften der Männer und Frauen und die Spiele um den DFB-Vereinspokal. Neu im Vertragspaket ist der Abschluss des DFB mit dem Pay-TV-Sender Premiere, der ab der Saison 2008/09 komplett den DFB-Pokal überträgt, wie der Fußball-Bund am Dienstag mitteilte.

Am Programmangebot von ARD und ZDF ändere sich nichts, erklärten die Sender. Wie bisher könnten die Zuschauer ein Live-Spiel pro Pokalrunde und die Zusammenfassungen der Pokalspiele im frei empfangbaren Fernsehen verfolgen.

Übertragungsrechte konnten sich ARD/ZDF auch an der Frauen-Fußball-Bundesliga, den Regionalligen und an der neuen 3. Liga, der zu Beginn der Saison 2008/09 startenden dritten Profiliga, sichern.

Nach Angaben des DFB wurde der Fernseh-Gesamtvertrag mit der ursprünglichen Laufzeit bis zum 30. Juni 2009 vorzeitig verlängert. DFB-Präsident Theo Zwanziger erklärte: «Wir fühlen uns bei ARD und ZDF gut aufgehoben, bekennen uns gerne zu der vom Gesetzgeber laut Staatsvertrag aufgetragenen Verpflichtung, dass die Länderspiele immer im frei empfangbaren Fernsehen übertragen werden.» Er wies darauf hin, dass ARD und ZDF jetzt schon die Rechte an der Fußball-WM 2014 und für die Frauen-WM 2011 erworben haben. Da «lag es auf der Hand, im Rahmen des bis 30. Juni 2008 laufenden Erstverhandlungsrechts diese Vereinbarung zu schließen.»

DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach erklärte, dass künftig von Premiere alle 63 Pokalspiele live und in Konferenz übertragen würden: «Zum bewährten Angebot im Free-TV gehört nunmehr Pay-TV als willkommene Alternative und Ergänzung dazu», sagte Niersbach. Dies sei eine «immense Aufwertung des ohnehin attraktiven DFB-Pokals».

Eine wesentliche Voraussetzung für die schnelle Einigung war laut Niersbach das Einverständnis von ARD und ZDF, das Fernsehfenster für Premiere schon zur neuen Spielzeit zu öffnen. «Durch den Abschluss mit Premiere wird eine zweistellige Millionensumme im DFB-Pokal zusätzlich verteilt. Davon profitieren zu 80 Prozent die Vereine des Lizenzfußballs, die ja entsprechend lange im Wettbewerb sind», teilte der Generalsekretär mit. Der Vertrag beinhalte außerdem eine Erhöhung der Gelder für die Vereine der neuen 3. Liga.

DFB-Präsident Zwanziger betonte: «Wir hatten das klare Ziel, die wirtschaftliche Situation der Clubs zu verbessern. Deshalb haben wir nicht um einen entscheidend höheren Preis für die Länderspiele verhandelt, obwohl deren Wertigkeit noch einmal gestiegen ist, was sich auch an den weiterhin hohen Einschaltquoten ablesen lässt.»

Der Vertrag wurde von SportA, der Sportrechte-Agentur von ARD und ZDF, verhandelt. Über die finanzielle Ausgestaltung der Verträge wurde Stillschweigen vereinbart. Die Vereinbarungen werden laut DFB dem Bundeskartellamt offengelegt.