Eurosport - Mi 08.Apr. 14:41:00 2009
Keine Atempause für die Rad-Asse: Bei der 71. Auflage von Gent-Wevelgem geht es um den nächsten hochkarätigen Sieg. Und auch wenn es mit Mark Cavendish einen haushohen Favoriten gibt - gerade aus deutscher Sicht stehen die Chancen auf einen Coup ausgesprochen gut.
Denn Heinrich Haussler hat zuletzt bei der Flandern-Rundfahrt bewiesen, dass er weiterhin in bestechender Form ist - und mit Cavendish hat er ja aus San Remo noch eine Rechnung offen. Nach zwei zweiten Plätzen bei den "Monumenten" des Radsports könnte der Deutsch-Australier in Wevelgem endgültig auf die Siegerstraße zurückkehren, zumal sein Cervelo-Teamkollege, Topsprinter Thor Hushovd, nach Sturz nicht antritt.
Dafür ist Andreas Klier, Sieger von 2003, an Hausslers Seite im Einsatz: Er kennt den Kurs genaustens und hat selber als Joker gute Chancen auf einen Spitzenplatz. Wie man das Rennen über 203 Kilometer gewinnt, weiß auch Marcus Burghardt. Doch als Mannschaftskamerad von Cavendish wird er sich wohl ganz in den Dienst des Briten stellen und auf freie Fahrt am Sonntag Richtung Roubaix hoffen.
Milram-Duo mit Hoffnungen
Daneben könnte auch Gerald Ciolek im Milram-Trikot für den dritten deutschen Sieg in der langen Geschichte des belgischen Klassikers sorgen. Dem Kraftpaket sollte der Kurs mit den je zweimal zu bezwingenden Anstiegen zum Monteberg und Kemmelberg liegen - zumal es von dort bis ins Ziel noch 36 Kilometer sind.
"Wir wollen bei Gent-Wevelgem vorne mitmischen", so Christian Henn, Sportlicher Leiter bei Milram. "Der Streckenverlauf ist nicht ganz so hart wie bei der Flandern-Rundfahrt. Wenn das Wetter einigermaßen mitspielt, sollten wir uns im Finale mit Gerald Ciolek und Robert Förster in Szene setzen können."
Wer stoppt den Seriensieger?
Ein Sprint scheint zwar angesichts der wenig selektiven Strecke, der im Vergleich eher kurzen Distanz und der Vielzahl der schnellen Männer im Feld der wahrscheinliche Ausgang - doch immer wieder in den letzten Jahren retteten sich kleine Grüppchen oder gar Solisten vor der Meute über die Linie.
Nachdem Cavendish bislang in diesem Jahr im direkten Duell kaum je den Kürzeren gegen einen Sprint-Rivalen zog und letzte Woche in Belgien gleich zwei Siege erkämpfte, dürften etliche Konkurrenz-Teams ihr Heil in der Flucht suchen. Achtung also auf Asse wie Juan Antonio Flecha (Rabobank), Leif Hoste (Silence) oder Filippo Pozzato (Katusha).
Bestens besetzt ist aber auch das Lager der Sprinter mit Robbie McEwen und Danilo Napolitano (Katusha), Daniele Bennati (Liquigas), Graeme Brown (Rabobank) oder Tom Boonen (Quick Step). Dieser dürfte sich aber mit Blick auf Paris-Roubaix ebenso wie Stijn Devolder für Landsmann Wouter Weylandt ins Zeugen legen - im Vorjahr wurde der Belgier Dritter. Auch der Schweizer Aurelien Clerc (ag2r), 2008 nur vom verletzt fehlenden Oscar Freire bezwungen, brennt auf Revanche.
Verfolgen Sie die 71. Austragung von Gent-Wevelgem am Mittwoch, 8. April ab 14:30 Uhr im Live-Ticker hautnah bei eurosport.yahoo.de!
Kommentare 1 - 4 of 4
schwach wirklich schwach von eurosport das sie aufzeichnungen vom gewichtheben Gent - Wevelgem vorziehen
An laurentschneider 12--Irrtum!! Bin nicht dick,fahre noch täglich trainieren.War Radprofi und hatte drei Radweltrekorde(Bahn).
(:)
Wenn Haussler taktisch so inteligent wie bei Mailand San Remo fährt,sehe ich für ihn keine Chance zu gewinnen.
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