Manchester (dpa) - Manchester United vertraut auf seine Heimstärke und will als Rekordler in das Champions-League-Halbfinale einziehen.
Nach zehn Heimsiegen in der europäischen Fußball-Königsklasse in Serie will Englands Meister gegen «Lieblings-Gegner» AS Rom Erfolg Nummer elf folgen lassen und beansprucht damit die noch gemeinsam mit Juventus Turin gehaltene Bestmarke für sich allein. Dank des 2:0-Erfolges vor einer Woche in Rom spricht ohnehin alles für ManU - auch die jüngste Bilanz gegen die Italiener: Zu Saisonbeginn in der Gruppenphase blieb United (1:0/1:1) unbesiegt gegen die Römer, die sie im Vorjahr im Old-Trafford-Stadion mit 7:1 vom Platz schossen und ihnen damit die höchste Niederlage in der K.o- Phase des Wettbewerbs versetzte.
Vor dem Rückspiel hat sich die schon ausgerufene Personalnot in der Defensive der Briten als nicht so gravierend herausgestellt. Abwehr-Ass Rio Ferdinand erlitt gegen den FC Middlesbrough doch keinen Fußbruch, ergab eine Röntgenuntersuchung. Der Routinier wird gegen Rom aber ebenso in der Hintermannschaft fehlen wie Nemanja Vidic (Knieblessur). Erfolgscoach Alex Ferguson ist auch deshalb zuversichtlich, weil Ferdinand-Ersatz Gerard Piqué zuletzt einen exzellenten Eindruck hinterließ. «Er war absolut fantastisch. Der Junge ist ein großartiger Spieler», schwärmte Sir Alex, der den Katalanen gegen Rom von Anfang an bringen dürfte. Auch der zuletzt dauerverletzte Kapitän Gary Neville kann auf seinen Einsatz hoffen.
Die Italiener wollen nicht nur den Negativ-Eindruck von der derben 1:7-Schlappe vor einem Jahr an Ort und Stelle korrigieren, sie hoffen sogar auf die Sensation. «Rom versucht den großen Coup», titelte «La Gazzetta dello Sport». Zwar glaubt im Land des Weltmeisters kaum einer wirklich an die Sensation, zumal Topstar Francesco Totti weiter wegen einer Oberschenkelzerrung ausfällt. Trainer Luciano Spalletti aber gibt die Hoffnung nicht auf: «Noch sind wir nicht ausgeschieden. Wir werden alles versuchen.» Die Fans sind ohnehin Daueroptimisten: Sie verabschiedeten ihre Lieblinge, die in der Serie A vier Punkte hinter Spitzenreiter Inter Mailand auf Rang zwei liegen, beim Abschlusstraining mit Sprechchören: «Wir werden Meister und holen den Champions-League-Cup.»


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