Pikante Enthüllung zum Skandal-Kampf
Do 08.Mrz. 10:51:00 2012
Das Duell "Tiger" gegen "Rocky" elektrisierte einst die Box-Fans. Nun kommt ans Licht, dass der Kampf anders hätte enden können. Dariusz "Tiger" Michalczewski rettete sich im Skandal-Kampf vor 16 Jahren gegen Graciano "Rocky" Rocchigiani ganz gezielt mit Hilfe des Ringrichters.
Das bringt nun Trainer-Legende Fritz Sdunek ans Licht, der den "Tiger" damals betreute.
In seiner Autobiographie "Durchgeboxt", aus der die "Bild" Auszüge veröffentlichte, verrät er, wie es 1996 tatsächlich zu dem seinerzeit viel diskutierten Kampfabbruch kam.
"Die Hektik, die rund um den Ring im Millerntor-Stadion herrschte, hatte sich leider auch auf Dariusz übertragen. So lagen wir nach sechs Runden relativ deutlich nach Punkten zurück, und mir schwante, dass es eines Wunders bedurfte, um diesen Kampf noch zu gewinnen.
Dariusz wusste das auch, und so ergriff er in der siebten Runde den Strohhalm, den ihm Ringrichter Joe O'Neil und Graciano unbewusst hinhielten: Graciano hatte nach einem Trennkommando zugeschlagen und Dariusz am Kinn getroffen.
Es war sicherlich kein Treffer, der Dariusz im Normallfall zu Boden gestreckt hätte. Aber er wusste, dass er sich mit etwas Glück einen Vorteil verschaffen würde, wenn er liegen blieb und eine Verletzung vorgab. (...)
Fakt ist, dass der Ringrichter den Kampf abbrach. Die Menge tobte, die Rocky-Fans unterstellten Dariusz Schauspielerei. Ich beeilte mich, in die Kabine zu gelangen, weil alle Angst hatten, dass Rockys Fans das Stadion abreißen würden."
Das Duell wurde für den nach Punkten zurückliegenden Michalczewski gewertet.
Nach dem Kampf hatte "Rocky" seinem Kontrahenten Schauspielerei vorgeworfen. Im Rückkampf im Jahr 2000 war der heutige Boxtrainer gegen seinen Konkurrenten "Tiger" chancenlos. Ein möglicher dritter Kampf kam trotz mehrerer Versuche nie zustande.
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