Eurosport - So 08.Mrz. 18:20:00 2009
Der erste ganz große Höhepunkt der Saison steht an - und das im wahrsten Sinn des Wortes, wie ein Blick auf den Kurs von Paris-Nizza zeigt: Denn für die achttägige Prüfung haben die Veranstalter diesmal als Überraschung eine bisher noch nie in Top-Rennen erklommene Bergankunft auf 1600m Höhe parat.
Im Finale der sechsten Etappe wird es hinauf nach "La Montagne de Lure" gehen: Passend an einem Freitag den 13. aus Sicht all jener, die eine solche Herausforderung über fast 14 Kilometer bei im Schnitt 6,6% Steigung so früh in der Saison schrecken dürfte.
Der Spitzname des Gipfels als "kleine Schwester des Ventoux" lässt erahnen, was die Fahrer dort erwartet. Fraglos wird dies die Königsetappe der 67. Auflage von Paris-Nizza werden, doch auch der Rest des Parcours hat es gehörig in sich.
Täglicher Kampf um Sekunden
Los geht's wie im Vorjahr in Amilly, allerdings nicht mit einem Prolog, sondern einem doppelt so langen Zeitfahren wie 2008 als Auftakt. Auf den 9,3 Kilometern dürfte es durchaus schon ordentliche Zeitabstände geben, die am Ende eine entscheidende Rolle im Kampf um den Gesamtsieg spielen könnten: Denn da geht es traditionell extrem knapp zu. Nie in den letzten Jahren betrug der Vorsprung des Siegers in Nizza mehr als eine Minute, im Vorjahr lag Davide Rebellin sogar nur um drei Sekunden vorne.
Deshalb gilt es auch, die Zeitgutschriften bei Zwischensprints und in den Etappenzielen immer im Auge zu haben, auch wenn die Abschnitte zwei und drei ganz den Sprintern vorbehalten bleiben dürften. Diese haben dafür ab Tag vier nicht mehr viel zu lachen: Auf dem Weg nach St. Etienne sind im Finale pausenlos kleiner Anstiege zu erklimmen, ideales Terrain für Ausreißer.
Vor dem Kampf um den Tagessieg wird dabei Saint Chamond passiert, wo 2003 der Kasache Andrei Kivilev tödlich stürzte. Ein Bonussprint wird zu seinen Ehren dort ausgetragen werden.
Anstiege in Serie
Noch bergiger wird die fünfte Etappe. Dort steht neben sechs weiteren Bergwertungen auch der erste Anstieg der 1. Kategorie an. Dieser liegt aber noch 91 Kilometer vor dem Tagesziel. Dadurch wird er trotz seiner über zehn Kilometer Länge weitaus weniger Einfluss aufs Klassement haben als die gleich eingestufte, schon oben erwähnte Kletterpartie zum Abschluss des sechsten Teilstücks.
Auf jener Königsetappe passiert das Feld den Mont Ventoux auf seiner Nordseite, muss aber dennoch bereits insgesamt mehr als 20 Kilometer bergan absolvieren bevor es überhaupt zum Schlussanstieg geht.
Egal wie groß die Abstände sind - vor dem Schlusswochenende ist die Entscheidung über das Podium auf keinen Fall endgültig. Zu schwer sind die beiden Etappen an der Küste, Flachstücke haben absoluten Seltenheitswert.
Top-Besetzung und Live-Übertragung
Die 7. Etappe nach Fayence wartet mit zehn Bergwertungen auf - darunter das ansteigende Finale über 2,1km zum Ziel. Klassisch dann das Programm zum Abschluss. Rund um Nizza sind zwar nur 119km zu absolvieren, doch die haben es in sich: Drei Anstiege der 1. Kategorie werden den Assen nochmals alles abverlangen, bevor auf der Promenade des Anglais nach rund 1250 Kilometern der Gesamtsieger gekürt wird.
Sicher ist, dass Rebellin seine Titel nicht verteidigen wird. Das kleine italienische Team des einstigen Gerolsteiner-Profis ist nicht eingeladen. Am Start stehen dafür die Top-Rennställe der Elite-Klasse ProTour, also auch Milram als deutscher Vertreter. Dazu kommen per Wildcard die Mannschaften Agritubel, Skil-Shimano und das Cervelo Test Team. Eine absolut hochkarätige Besetzung ist als garantiert.
Eurosport-TV wird fast täglich LIVE und ansonsten in Aufzeichnungen von Paris-Nizza berichten und Sie können über den Eurosport Player hautnah dabei sein!
Der Etappenplan:
1. Amilly - Amilly 9,3km Einzelzeitfahren
2. Saint-Brisson-sur-Loire - La Chapelle-Saint-Ursin 195,5km
3. Orval - Vichy 178km
4. Vichy - Saint-Étienne 173,5km
5. Annonay - Vallon-Pont-d'Arc 204km
6. Saint-Paul-Trois-Châteaux - La Montagne de Lure 182,5km Bergankunft
7 Manosque - Fayence 191km
8. Nizza - Nizza 119km
Kommentare 3 - 22 of 22
Ich finde bei den Dopingkontrollen ist es wie beim Dosenpfand und bei der Abwrackprämie. Da wird aus der Not heraus etwas beschlossen, das vorn und hinten Lücken hat, und keiner überhaupt so richtig durchsteigt. Das beste Beispiel waren doch die olympischen Spiele in China. Wahnsinnig viele Athleten, fast keine Kontrollen.
Da ist doch der Missbrauch vorprogrammiert. Und warum geht man eigentlich so massiv gegen den Radsport vor. Gut, es wurde und es wird gedopt. Es gibt aber auch noch andere Sportarten, in denen die Sportler an die Leistungsgrenze gehen, und auch etwas nachhelfen. Also, bitte nicht nur die Radsportler an den Pranger stellen.
toll doping wird live übertragen!
hoffenlich gibts minieinschaltquoten, ich würd es ES gönnen.
leider gibt es zuviele amateurdoper die ihre großen vorbilder bestaunen wollen.
Hi Tweedy---Wie lauten die Titel der anderen Bücher?
An Edwin---Ich weiss nicht, ob du damals den Bericht über Lance im TV gesehen hast.
Dort hat sein Arzt unter Zeugen gesagt, das Lance Epo verwendet hat. Die Zeugen waren damals ein Teamkollege von Lance und dessen Frau. Auf diese Aussage hin hat dann der Kollege den Radsport eingestellt. Und soweit ich mich erinnern kann, sind einige der A-Proben damals sogar verschwunden. Ich will nur damir sagen, dass ich persönlich keinem der Burschen mehr traue. Trotzdem freue ich mich auf die kommende Saison, und bin gespannt, wen es dieses Jahr erwischt. Ich hoffe, dass vielleicht doch der sportliche Gedanke siegt, und nicht der kommerzielle. sportlichen Gruss an Edwin
Manni welches seiner Bücher meinst du?
Das von seinem Leben? Ja, das habe ich viermal gelesen.
Und stimme dir zu. Das Buch ist super.
an Manni-- Bei Armstrong wurde nie eine B Probe genommen, weil keine A Probe positiv war. B Proben werden nur zum Beweis der Richtigkeit der A Probe gemacht. Das Hat mit NIKE nichts zu tun.
@baumi Armstrong durfte ja sogar Medikamente einnehmen die auf der Dopingliste stehen, wegen seiner Krebserkrankung. Und wer kommt nach einer so schweren Krankheitsgeschichte so schnell wieder auf die Beine? Ich weiss nicht, ob du sein Buch gelesen hast. Ist zu empfehlen. Ich würde sagen. Sauber ist die ganze Sache nie gewesen. Jetzt sind die Kontrollen schärfer. Jetzt werden auch mehr überführt. Warum wurden bei ihm nie die B-Proben geöffnet. Weil Armstrong bei einem Hauptsponsor ( NIKE ) der Tour unter Vertag war. Und so einen Geldgeber will man doch nicht verkraulen. Naja,schau mer mal was er bringt bei der Tour. Schade dass Ulle nicht mehr fährt. Vielleicht macht ja Gerdemann was.
@Alf: Lediglich am heutigen Sonntag wird Paris-Nizza nicht tagsüber gesendet. In den kommenden Tagen überträgt Eurosport am Nachmittag und zumeist Live. Übrigens auch am kommenden Sonntag. Am heutigen Tag haben die Leichtathletik Hallen-EM sowie Handball Vorrang. Auch hierfür gibt es zahlreiche Fans.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Mit sportlichen Grüßen
Eurosport-Redaktion
Warum übertragen Sie das jetzt nur wieder mitten in der Nacht das Paris-Nizza? Sie müssen sich mal was mehr durchsetzen gegen die Wintersportkollegen. Der Radsport hat doch oder sollte haben das gleiche Recht, zu guten Zeiten übertragen zu werden wie die Schnee-Skirutscher, finde ich.
@puyanp6: Ja, Tirreno-Adriatico wird bei Eurosport übertragen. Vom 11.3. bis 15.3. jeweils am Nachmittag als einstündige Aufzeichnung. Sie finden das TV-Programm hier auf der Webseite im Menü auf der Homepage.
Mit sportlichen Grüßen
Eurosport-Redaktion
es sind doch alle gedopt.
also ich denke nicht dass Armstrong jemals gedopt war, da ja eine flasche wie kohl, der eigentlich einer der schlechtesten radfahrer der welt ist nach ein bisschen doping fast gleich gut wie armstrong gefahren ist und der ist körperlich um vieles stärker als kohl und ich kann mich nicht erinnern dass armstorng mal so schlecht war bevor er angeblich gedopt hatte, denn gleich von beginn macht das ja keiner.
@ tweedy Du hast was verwechselt. Armstrong beisst sich nicht durch. Armstrong spritzt sich durch. Und das schon immer. Es traut sich bloß keiner ran, an den SAUBEREN
Herrn Armstrong. Für mich der grösste Gangster im Radsport.
Ich war früher ein riesiger Radsport-Fan. Kann das ganze aber nicht mehr ernst nehmen, genauso wenig wie Leichtathletik, Gewichtheben und Tennis. Schade, denn das sind eigentlich alles schöne Sportarten. ;-)) Nichts für Ungut, aber die Zweirad-Szene ist maximal am Ende.
Armstrong vergiftet doch nicht Radsportszene!!!
Da gibt es wohl andere. Armstrong muss ich auch erstmal wieder durchbeißen. Noch ist ja nicht raus ob die Tour als Kapitän fährt. Da gibt es ja noch ein Contador oder Leipheimer oder auch Klöden.
yo urigfeller, armstrong is genau wie urigela die verraten ihre tricks nicht aber mit ein bissel logik kennt man diese dann doch, und ick bin echt gespannt ob er sich denn im sommer nach frankreich traut
Endlich geht es los !!!!!!!!
puyanp6
ja
zumindest die vergangenen jahre abens als zsf.
und wenn paris nizza dann zu ende ist nachmittags live
zeitgt eurosport auch vdie tirreno-adratlico
Traumtänzer! Ich finde es schade, dass Armstrong seinen Europa-Einstand nicht schon bei Paris-Nizza gibt; zumal er sich bei einem Mehretapenrennen besser in Szene setzen kann als beim "Sprintrennen" Mailand-San Remo. Armstrong is the man!
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