Bundesliga - Trauerspiel im Kellerduell

Eurosport - So 08.Mrz. 19:55:00 2009

Die 21.500 Zuschauer in der Bielefelder SchücoArena sahen ein schwaches Bundesligaspiel zwischen Arminia Bielefeld und Eintracht Frankfurt. Geplagt von Verletzungssorgen spiegelt das 0:0 den Spielverlauf wider. Beide Mannschaften ließen über die komplette Spielzeit jeglichen Offensivgeist vermissen.

FOOTBALL 2008-2009 Bundesliga Frankfurt Bielefeld-Frankfurt Kweuke - 0

Beide Trainer hatten vor diesem wichtigen Duell große Personalsorgen. Während Michael Frontzeck kurzfristig auf Toptorjäger Artur Wichniarek und Abwehrchef Andre Mijatovic verzichten musste, fielen bei seinem Kollegen Friedhelm Funkel gleich elf Spieler aus. So ersetzte Oka Nikolov den erkrankten Markus Pröll im Gäste-Gehäuse. Dementsprechend fiel auch Funkels Fazit aus: "Ein leistungsgerechtes Unentschieden. Wir haben kein gutes Bundesliga-Spiel gesehen, beide Teams mussten viele wichtige Spieler ersetzen"

Bielefeld verharrt mit 21 Punkten einem Zähler vor dem Relegationsplatz auf Rang 15. Die Frankfurter Eintracht liegt mit 24 Punkten auf dem 12. Tabellenplatz.

1. Halbzeit:

Dem Spiel waren die großen Personalprobleme deutlich anzumerken. Die Eintracht begann engagierter und kam durch Patrick Ochs' Schuss zu einer ersten Chance (11.). In der Folgezeit ließen beide Teams spielerische Elemente weitestgehend vermissen und setzten auf eine Tugend, die im Absteigskampf durchaus angebracht ist: Kampf.

Viele kleine Fouls im Mittelfeld unterbrachen den Spielfluss immer wieder und sorgten dafür, dass kaum Kombinationen zustande kamen. Folgerichtig war die beste Chance der Arminen auch eine gute Einzelleistung von Daniel Halfar. Der Wichniarek-Ersatz setzte sich im Mittelfeld durch und zog aus 25 Metern ab. Seinen Schuss konnte Nikolov mit Mühe entschärfen (16.).

Die beste Chance des ersten Durchgangs hatte aber Leonardo Kweuke. Nach einem Solo von Ochs auf der rechten Seite verpasste er dessen Hereingabe am Fünfmeterraum nur knapp (23.). Weitere Chancen blieben aus, da beiden Teams die Präzision in den Aktionen fehlte. Einzig die fünfte Gelbe Karte von Markus Bollmann war in der Folgezeit erwähnenswert. Der Abwehrspieler fehlt somit nächste Woche im nächsten wichtigen Kellerduell gegen den Karlsruher SC. Die Mannschaften wurden mit Pfiffen von den Rängen in die Kabine begleitet.

2. Halbzeit:

Ümit Korkmaz ersetzte nach dem Wechsel den angeschlagenen Junichi Inamoto, Funkel setzte also auf Offensive. Die Gäste hatten auch die erste Möglichkeit des zweiten Durchgangs: Nach einer Hereingabe von Nikola Petkovic musste Nico Herzig in höchster Not vor dem einschussbereiten Kweuke klären (57.).

Dennoch war es die Arminia, die den zweiten Durchgang dominierte. Chris Katongo leitete immer wieder Konter der Hausherren ein. Einen dieser Überfallangriffe schloss Berat Sadik ab, sein Schuss zischte am Tor vorbei (62.). Außer bei einem Kopfball von Bollmann geriet das Tor von Nikolov aber nie ernsthaft in Gefahr (63.).

Die letzte Chance des Spiels hatten aber die Gäste: Alexander Meier gelang es aber nicht einen Konter erfolgreich abzuschließen (80.).

Spieler des Spiels: Patrick Ochs

Wenn es bei Frankfurt gefährlich wurde, dann war der quirlige Rechtsverteidiger daran beteiligt. Fast jede Offensivaktion der Gäste lief über seine rechte Seite, zudem hatte er bis zu seiner Auswechslung eine überragende Zweikampfquote.

Yannick Bassler / Eurosport

Kommentare 1 - 1 of 1

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  1. Schon v o r dem Spiel sagte ich an dieser Stelle -­ Kellerkinder
    unter sich! Frankfurt s c h e i n t ­ einen Hauch besser, aber mit der Truppe und der Führung­ sehe ich - ehrlich gesagt - schwarz.
    Vielleicht täte­ beiden ein Erneuerungsbad in der 2. Liga mal wieder­ ganz gut, aber auch da muß heute voll da sein - mit­ unbedingtem Siegeswillen und einem motivationsfähigen­ Trainer....

    Von vip_hup, am So 8.Mrz. 19:48
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