Oslo - Sommerfeldt: "Aussteigen unmöglich"

Eurosport - Sa 08.Mrz. 16:49:00 2008

Rene Sommerfeldt hat seinen zweiten Rang im Gesamtweltcup gefestigt. Trotz seines 29. Platzes beim 50-km-Freistilrennen am Holmenkollen kann der Oberwiesenthaler weiter seinen zweitgrößten Erfolg nach dem Gesamterfolg 2004 erreichen. Sieger in Oslo wurde der Schwede Anders Södergren.

CROSS-COUNTRY SKIING 2007-2008 Kuusamo Rene Sommerfeldt - 0

"Ich habe mich durchgequält. Ein Aussteigen kam aber nicht in Frage, denn da wirst du von den Zuschauern mit Häme bedacht", sagte Sommerfeldt, der von den Strapazen des Rennens gezeichnet war. 2004 hatte er als zweiter Deutscher nach Gerhard Grimmer den Klassiker in Oslo gewonnen und durfte zur Audienz zu König Harald V. Dieses Privileg erkämpfte sich Södergren mit seinem Sieg (2:11:44,7 Std.). Zweiter wurde der Gesamt-Weltcup-Sieger Lukas Bauer aus Tschechien (+2:32,5 Min.).

Bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt war der Schnee sehr weich, was eine zusätzliche Kraftanstrengung auf der längsten Strecke im Weltcup erforderte. Sommerfeld war zudem in einen alten Fehler verfallen und zu schnell angegangen. Auf den ersten zwölf Kilometern lag er stets auf einem Podestplatz, dann fiel er nach und nach zurück (+10:26,1 Min).

Dafür sprang Tobias Angerer in die Bresche. Der Vachendorfer lieferte ein beherztes Rennen ab, arbeitete sich nach verhaltenem Beginn immer weiter nach vorn und wurde Zehnter (+6:18,1 Min.). "In der letzten Runde hatte ich aber eine große Krise. Ich war mit Södergren mitgelaufen, aber der war zu schnell. Dem musste ich dann wohl Tribut zollen", sagte der entthronte Weltcup-Gesamtsieger der vergangenen beiden Jahre.

dpa / Eurosport