Bundesliga - Hertha setzt Aufwärtstrend fort

Eurosport - Sa 08.Mrz. 18:58:00 2008

Hertha BSC Berlin bleibt das Team der Stunde. Die Mannschaft von Coach Lucien Favre kam bei Borussia Dortmund zu einem 1:1 (0:1) und bleibt somit auch im fünften Spiel in Folge ohne Niederlage. Vor 69.400 Zuschauern brachte Kehl den BVB in Führung. Pantelic gelang der verdiente Ausgleich.

FOOTBALL 2007-2008 Bundesliga Dortmund-Berlin Frei von Bergen - 0

Auch Borussia Dortmund hat den Höhenflug von Hertha BSC in der Bundesliga nicht stoppen können. Der BVB dagegen bleibt nach einer harmlosen Heimvorstellung im unteren Tabellendrittel. "Das bringt uns nicht weiter. Wir treten auf der Stelle", sagte Trainer Thomas Doll.

1. Halbzeit:

Beide Mannschaften starteten sehr engagiert und entschlossen in die Partie. Besonders die Hertha machte nach zehn Punkten aus den letzten vier Spielen einen sehr selbstbewussten Eindruck. Die erste Gelegenheit hatten allerdings die Gastgeber durch Mladen Petric, der einen Kopfball aus zehn Metern knapp neben das Gehäuse setzte (12.). Doch die Reaktion der Gäste ließ nicht lange auf sich warten: Nach einer Flanke von Patrick Ebert köpfte Marko Pantelic Zentimeter am Pfosten vorbei (15.). Nur vier Minuten später war es erneut der serbische Stürmer, der mit einem präzisen Schlenzer BVB-Keeper Marc Ziegler in Bedrängnis brachte.

Doch auch die Borussia spielte weiter munter nach vorne. Nach einer Ecke setzte sich Christian Wörns im Kopfballduell mit Malik Fathi durch, scheiterte aber an Hertha-Schlussmann Jaroslav Drobny. Kurz vor der Pause wurde es noch einmal aufregend. Zunächst sahen die Zuschauer zwei weitere Gelegenheiten durch Nelson Valdez und Pantelic, die jeweils knapp den Kasten verfehlten. Sekunden vor dem Pausenpfiff wurden die zunehmenden Bemühungen der Gastgeber belohnt: Nach einer Flanke von Delron Buckley brachte Sebastian Kehl das Leder per Kopfstoß im Tor unter (45.). Mit einer verdienten BVB-Führung ging es in die Kabinen.

2. Halbzeit:

Coach Favre schien in der Pause seine Mannschaft wieder neu motiviert zu haben, denn seine Spieler kamen deutlich aggressiver aus der Kabine. Und dies schlug sich schnell im Ergebnis nieder: Nach einem Traumpass von Steve van Bergen brachte Pantelic das Leder aus spitzem Winkel im Tor unter (50.). Nach dem Ausgleich wirkten die Westfalen etwas verunsichert und konnten sich bei ihrem Keeper bedanken, der einen Aufsetzer von Rudolf Skacel soeben noch entschärfen konnte (58.).

Zehn Minuten später hatten die 800 mitgereisten Hertha-Fans bereits den Torschrei auf den Lppen, doch der Kopfball von Raffael strich um Zentimeter am Pfosten vorbei. In der Folgezeit drängten beide Mannschaften auf die Entscheidung, doch es fehlten die Ideen, die jeweilige Hintermannschaft noch einmal ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Letztendlich blieb es beim insgesamt gerechten Remis.

Spieler des Spiels: Marko Pantelic

Der serbische Topstürmer der Hertha war wieder einmal bester Mann auf dem Platz. Der 29-Jährige sorgte während der gesamten Partie für viel Unruhe im gegnerischen Strafraum und krönte seine starke Vorstellung mit seinem 37. Bundesligatreffer.

Armin Schlicht / Eurosport