Eurosport - Sa 08.Mrz. 18:26:00 2008
Der MSV Duisburg hat den Sprung von den Abstiegsplätzen verpasst. Die Elf von Trainer Rudi Bommer kam auch im "Keller-Derby" gegen den FC Hansa Rostock über ein 1:1 (1:1) nicht hinaus. Ivica Grlic traf bereits nach acht Minuten zur Duisburger Führung, Victor Agali (20.) glich wenig später aus.
Mit dem Punktgewinn vor heimischer Kulisse verbesserten sich die "Zebras" dank der Niederlage von Energie Cottbus von Platz 18 auf 16. Nürnberg reicht im Sonntags-Spiel beim Hamburger SV allerdings schon ein Punkt, um an Duisburg wieder vorbeiziehen zu können. Rostock bleibt auf dem 14. Tabellenplatz und hat weiterhin fünf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz
"Natürlich ist der Punkt zu wenig, aber wir sind dadurch näher an einen Nichtabstiegsplatz herangerückt. Das Unentschieden geht in Ordnung", sagte MSV-Coach Bommer. Trainer Frank Pagelsdorf zollte seiner Rostocker Mannschaft viel Lob, denn "wir sind mutig und offensiv aufgetreten und haben auch nach dem Rückstand nicht den Faden verloren."
1. Halbzeit:
Schon in der ersten Minute stockte den 18.000 Zuschauern in der MSV-Arena der Atem. Nach einem Foul von Gledson an Iulian Niculescu am linken Strafraum-Eck der Rostocker zeigte Schiedsrichter Dr. Markus Merk auf den Punkt. Nach Rücksprache mit seinem Assistenten nahm der Unparteiische seine Entscheidung aber zurück und gab nur Freistoß, den Georgiev in die Mauer setzte. Direkt nach dieser Szene musste Torjäger Manasseh Ishiaku verletzt vom Platz, was ein herber Rückschlag für die Offensivabteilung war.
Sieben Minuten später war es Ivica Grlic, der die "Zebras" zunächst jubeln ließ. Einen Freistoß aus halblinker Position kurz vor dem Strafraum zwirbelte der Duisburger wunderschön in den linken Winkel. Thomas Wächter im Tor der Hanseaten war dabei ohne Abwehrchance.
Rostock zeigte sich keineswegs geschockt. Während Gledson wenig später per Kopf nur knapp daneben zielte, machte es Teamkollege Victor Agali in der 20. Minute besser. Ein Missverständnis zwischen Fernando Santos und Iulian Filipescu nutzte der Rostocker Angreifer eiskalt aus und traf aus elf Metern aus halbrechter Position flach ins linke Eck zum Ausgleich.
Sowohl Rostock als auch Duisburg hatten durch Christian Rahn bzw. Blagoy Georgiev die Chance zur Führung, ließen ihre guten Möglichkeiten aber ungenutzt, sodass es mit 1:1 in die Halbzeit ging.
2. Halbzeit:
Durchgang zwei bot aus fußballerischer Sicht Magerkost und der Begriff " Abstiegs-Kampf" wurde vor allem von Duisburg überbeansprucht. Stefan Beinlich musste nach 55 Minuten verletzt vom Platz, nachdem zunächst Mihai Tararache mit gestrecktem Bein und kurz darauf Grlic gegen den Hansa-Kapitän rustikal zu Werke gingen.
Zwei Minuten später bewahrte Torwart Wächter seine Mannschaft vor einem erneuten Rückstand, als er einen Kopfball von Bojan Vrucina mit einem tollen Reflex parierte.
Bei Rostock fand nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Beinlich kaum noch ein Offensivspiel statt, einzig der eingewechselte ZaferYelen (82.) prüfte mit einem tollen Freistoß aus 25 Metern MSV-Schlussmann Tom Starke.
Duisburg hatte in der zweiten Hälfte durch Vrucina (80.) und Maicon (84.) weitere gute Möglichkeiten den zweiten Treffer zu erzielen, ließ aber die letzte Präzision im Abschluss vermissen, weshalb es bis zum Schluss bei einem leistungsgerechten Unentschieden blieb.
Spieler des Spiels: Thomas Wächter
Der Rostocker Torwart rettete einige Male glänzend und sicherte seiner Mannschaft einen Punktgewinn auf fremden Platz.
Christian Bolzer / Eurosport