DFB Pokal - Fürth jubelt, "Stanis" Job in Gefahr?

Mi 08.Feb. 21:34:00 2012

Für Holger Stanislawski wird die Luft in Hoffenheim immer dünner. Im Viertelfinale des DFB-Pokals verlor die TSG gegen die SpVgg Greuther Fürth mit 0:1 (0:1). Den entscheidenden Treffer erzielte Olivier Occean (44.). Zuvor hatte Marvin Compper wegen einer Tätlichkeit Rot gesehen (35.).

Holger Stanislawski DFB-Pokal 08.02.2012 - 0

Die Lehren:

Während 4.500 mitgereiste Anhänger aus Fürth den größten Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte feiern durften, waren bei der TSG Hoffenheim nur ratlose und enttäuschte Gesichter zu erblicken. Der Trainerstuhl von Holger Stanislawski gerät nach dem Pokal-Aus ordentlich ins Wanken, war doch vorher schon Unruhe durch Mäzen Dietmar Hopp aufgekommen.

In der Startformation der Gastgeber gab es die angekündigten Veränderungen nach dem schwachen Auftritt gegen Augsburg. Sejad Salihovic und Ryan Babel mussten zunächst von der Bank aus zuschauen. Währenddessen fahren die Gäste weiter zweigleisig. Neben dem Hauptziel Aufstieg können die Kleeblätter auch gleichzeitig vom internationalen Geschäft träumen.

Die Stimmen:

Holger Stanislawski (Trainer TSG Hoffenheim): "Es ist natürlich richtig enttäuschend. Wir haben alles investiert und waren trotz der Unterzahl die bessere Mannschaft. Das zählt im Pokal aber alles nicht, am Ende macht halt ein Tor den Unterschied.“

Mike Büskens (Trainer SpVgg Greuther Fürth): "Das war schon sehr nervenaufreibend. Wir haben alles reingeschmissen. Ich habe den Jungs vorher gesagt, ihr spielt für das Spiel eures Lebens und jetzt haben sie das Spiel ihres Lebens."

Die Höhepunkte:

23. Hoffenheim und vor allem Mlapa drehen auf. Der U21-Nationalspieler vernascht Mergim Mavraj und prüft Max Grün zum ersten Mal richtig. Der Schlussmann der Fürther ist aber zur Stelle und pariert zur Ecke.

30. Große Möglichkeit für Olivier Occean. Die Fürther kontern nach einem Ballgewinn die Hoffenheimer eiskalt aus und Occean hat viel Platz im Strafraum der TSG. Der Abschluss des Kanadiers ist aber nicht zwingend und Tom Starke pariert.

32. Mit vereinten Kräften verhindern die Gäste die Führung der Hoffenheimer. Zunächst rutscht ein Ball mit viel Glück durch auf Peniel Mlapa, dessen Schuss abgeblockt wird, aber dennoch in Richtung Tor fliegt. Heinrich Schmidtgal rettet auf der Linie.

35. Rote Karte für Marvin Compper und jetzt scheppert es richtig. Nach einem kleinen Schubser des Innenverteidigers kommt es zur Rudelbildung. Christopher Noethe liegt am Boden und Marco Fritz schickt Compper zum Duschen.

44. TOOOR für Greuther Fürth. Olivier Occean setzt sich nach einem langen Ball gegen zwei Leute durch und schiebt den Ball an Tom Starke vorbei ins Netz.

53. Sararer marschiert an Andreas Beck vorbei und zieht aus spitzem Winkel aufs Tor. Tom Starke wehrt in die Mitte ab, Olivier Occean kann mit dem Abpraller aber nichts anfangen.

72. Sararer vernascht Braafheid auf der rechten Seite, dringt in den Sechzehner ein und zieht ab. Der Schussversuch stellt aber keine Gefahr für das Tor von Tom Starke dar.

Der Kracher: Fürther Standhaftigkeit

Ab der Mittellinie standen die Gäste extrem gut. Hoffenheim konnte aufgrund der eng stehenden Fürther keinen Spielfluss aufbauen und kam kaum zu gefährlichen Torabschlüssen.

Im Abseits: Hoffenheimer Einfallslosigkeit

Nach dem Motto "Kick and rush" spielten die Hoffenheimer in der zweiten Halbzeit. Die Bälle flogen hoch und weit in den gegnerischen Sechzehner, wo Srdjan Lakic aber zumeist auf verlorenem Posten stand.

Die Statistik: 14.000

Gerade einmal 14.000 Zuschauer wollten sich das Viertelfinale im DFB-Pokal ansehen. Davon kamen noch 4.500 Anhänger der Gäste - beängstigende Zahlen für Hoffenheim.

TV-Tipp:

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David Petri / Eurosport

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