Eurosport - Mo 07.Dez. 07:56:00 2009
Tag zwei der UK Championship in Telford brachte viele Schlagzeilen: Rekordverdächtige 14 Centuries an einem einzigen Tag, das 9:6 von Stephen Hendry im Duell der Giganten gegen Steve Davis, Mark Allen verlor trotz vier Centuries mit geliehenem Queue 8:9 gegen Stephen Lee.
Hendry feierte in seinem 62. Duell gegen Davis seinen 44. Sieg. Auf dem Weg dorthin schaffte er mit 115, 130 und 112 im Schlussframe gleich drei Centuries. Ungefährdet war er in dem Duell, in dem beide auch einige Fehler zeigten, allerdings nicht. 4:4 stand es nach der ersten Session, und bis zum 6:6 blieb es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem keiner je mehr als einen Frame Vorsprung hatte. Erst in der Schlussphase setzte sich Hendry entscheidend ab.
Selbys Super-Serie
Überstrahlt aber wurde alles vom Comeback von Mark Selby: Der lag gegen Jamie Cope schon mit 4:8 hinten und schien im dritten Turnier des Jahres die dritte Erstrunden-Niederlage zu kassieren, ehe er doch noch fünf Frames in Folge gewann und den Erfolg mit einem Urschrei feierte.
4:4 hatte es nach der ersten Session gestanden. Nach Wiederbeginn startete Cope dann aber mit einem Break von 100 Punkten und blickte zunächst nicht mehr zurück, als er auf 8:4 davonzog. Nach der Pause aber kam dann ein veränderter Mark Selby zurück, von dem der Druck abgefallen schien. Frame um Frame holte er auf, schaffte mit 101 und 115 zwei Centuries und machte im Entscheidungsdurchgang mit einer 73 alles klar.
Higgins glänzt und schwächelt
Weltmeister John Higgins zog mit einem 9:7 über Ricky Walden in das Achtelfinale ein. Der Matchverlauf aber war kurios: Higgins ging mit 4:0 in Führung, doch am Ende der ersten Session stand es 4:4. Als Der "Wizard of Wishaw" dann aber mit einer 116 im 13. Frame auf 8:5 davonzog schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Walden aber steckte nicht auf und kam auf 7:8 wieder heran, ehe Higgins mit einer 84 den Sieg perfekt machte.
Liang Wenbo hatte keine Mühe, seine 6:2-Führung nach dem ersten Tag gegen Ryan Day zu einem komfortablem 9:3-Sieg zu verwandeln. In Frame 11 sorgte aber Day für klopfende Herzen, als er auf Maximumkurs war. Grün konnte er dann im Endspiel noch von der Bande lochen, verstellte sich dabei aber auf braun und schaffte es nicht, den Ball in die Ecktasche zu schneiden - nach 125 Punkten war Schluss.
"Leiharbeiter" Lee
Für Mark Allen reichten gleich vier Centuries nicht; Stephen Lee machte im Entscheidungsframe mit mehreren kleinen Breaks den Sieg perfekt. Zuvor hatte Lee mit einer 141 auch für das bisher höchste Break im Turnier gesorgt. Mark Allen hatte doppeltes Pech: Er beschädigte im elften Frame die Ferrule seines Queues, so dass er sich vom Queue-Hersteller John Parris ein anderes Arbeitsgerät leihen musste, dass seinem eigenen aber natürlich allenfalls nahe kam.
Peter Ebdon setzte sich dank einer starken zweiten Session mit 9:4 gegen Judd Trump durch. Nach den ersten acht Frames hatte es noch 4:4 gestanden, doch dann gewann "The Force" fünf Durchgänge in Folge. Eine kurze zweite Session reichte auch Neil Robertson, als er aus einem 5:3 über Tom Ford ein 9:3 machte. Im letzten Frame machte der Australier mit einer 119 sein zweites Century im Match.
Einen 9:4-Arbeitssieg landete Stuart Bingham gegen Joe Perry. Schon nach der ersten Session hatte Bingham klar mit 6:2 geführt und ließ sich auch in der Folgezeit nicht mehr in die Ende treiben, obwohl nur einer der fünf Frames aus Session zwei weniger als 20 Minuten dauerte.
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Kommentare 1 - 7 of 7
Die UKC bietet wieder alles, was das Snookerherz begehrt. Ach wie hab ich mich darauf gefreut! Und die Spannung der letzten Tage schon in der ersten Runde lässt sich kaum noch steigern. Ich liebe es. :-)
Mark Allen 8-9 Stephen Lee
1st Session: 124(104)-0, 36-88(60), 0-64(33), 0-109(82), 25-93(92), 74(51)-33, 73(51)-31, 0-141(141)
2nd Session: 12-84(84), 77(77)-50(50), 112(112)-0, 100(100)-23, 51(51)-64(43), 121(121)-1, 4-62(37), 65-58(rsb), 1-70(30)
Macht also 4 Centuries in Frames 1,11,12,14
Da cih nicht weiß, wo ich sonst die Infos einstellen soll:
PIOS 5 in Prestatyn / 1. Runde
Lasse Munstermann 4-3 Liu Chuang
Sascha Lippe 1-4 Lee Richardson
Der Matchverlauf ber Selby-Cope war wirklich unglaublich. Jamie hat mir dann ziemlich leid getan.
allen hat nur 3 centuries gemacht
Ja, stimmt. Die Qualität war insgesamt schon sehr hoch. Das musste auch sein, denn wenn ich mir die Erstrundenpaarungen so anschaue, war da kein von vornherein klarer Ausgang dabei.
Zwar habe ich alle bis auf ein Spiel richtig getippt (ich hätte nicht damit gerechnet, dass Lee gegen Allen gewinnt), aber so eindeutig sind die ergebnisse ja auch nicht.
John musste sich durchaus anstrengen gegen Ricky.
Auch Stephen konnte nur hoffen, dass Steve seine Fehlerquote nicht reduziert...
Eine sache ist mir aber bei allen Spielern aufgefallen. Es gab relativ viele Standardstöße, die ohne grße Not verschossen wurden. Bei einigen mehr, bei anderen weniger. Aber bei allen.
Das in der ersten Runde das stellungspsiel noch nicht 100%ig klappt is normal, da die Tücher alle minimal unterschiedlich sind und sich die Spieler drauf einstellen müssen. Aber dass sie Probleme mit Winkeln haben, verstehe ich nicht... liegt das am Licht? Oder war das Nervosität?
Man weiß es nicht, vielleicht war es auch nur meine subjektive wahrnehmung und die Statistiken sagen etwas anderes :)
auf jeden Fall freu mich wie ein Schneekönig, dass ich solches spitzensnooker sehen kann!
greetz, Jonah
bisher schienen mir die Matches auch sehr weit oben angesiedelt zu sein, was die Qualität angeht. Ich bin mal gespannt, wie sich das weiter entwickelt heute...
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