Eurosport - So 06.Dez. 08:50:00 2009
Nur sechs Tage nach seinem Triumph bei der Premier League über Ronnie O'Sullivan hat Titelverteidiger Shaun Murphy bei der UK Championship das Achtelfinale erreicht. Er setzte sich mit 9:5 gegen Gerard Greene durch. Auch Mark Williams, Stephen Maguire und Mark King stehen in der zweiten Runde.
Gerard Greene war für Shaun Murphy der erwartete harte Brocken, bei dem Murphy Geduld beweisen musste. Allerdings kam der Vize-Weltmeister auch nicht so gut in die Breaks rein. Die ersten beiden Frames hatte Murphy gewonnen, doch die nächsten beiden Durchgänge holte sich Greene. Unter anderem mit einer Serie von 101 Punkten zog Murphy dann auf 5:2 davon, aber am Ende der ersten Session kam der Nordire dank einer 96 auf 3:5 heran.
Am Abend erhöhte Shaun Murphy erst einmal auf 6:3. Frame zehn war dann nichts für schwache Nerven: Murphy brauchte schon einen Snooker, doch er trieb Gerard Greene in das Foul und erzwang dann mit einer 35er-Clearance eine "re-spotted black". Doch diese Extra-Schwarze bei Gleichstand lochte Greene. Mit einer 80er-Clearance verschaffte Murphy sich dann wieder ein Polster von drei Frames, aber der Kämpfer Greene kam wieder heran. In Frame 13 war Murphy dann aber sogar auf Maximum-Kurs. Zwar verschoss er nach 88 Punkten die zwölfte Rote, doch nun führte er mit 8:5. Die Enttäuschung über die entgangene Prämie für die 147 hatte Murphy dann auch schnell weggesteckt: Ein weiteres Break von 88 Punkten brachte ihm das 9:5.
Ein unvergesslicher Tag
Stephen Maguire erlebte in Telford einen Tag, den er wohl nie vergessen wird. An diesem Auftakt-Tag der UK Championship wurde nämlich sein Großvater beerdigt, doch Opa Paddy hatte darauf bestanden, dass sein Enkel in Telford antritt. Beim 9:6 gegen Michael Holt legte Maguire auch gleich gut mit einer 87 los und führte bereits mit 3:0 und 4:1, doch am Ende der ersten Session war mit 4:4 wieder alles offen. Eine Vorentscheidung fiel aber am Abend, als Stephen Maguire die ersten drei Frames der Session gewann. Der 4:7-Rückstand war zu viel für Michael Holt. Zwar kämpfte er noch, konnte die Niederlage aber nicht mehr abwenden. Spannend war aber der fast 52 Minuten dauernde letzte Frame. In einem packenden Endspiel hatte Holt alle Farben gelocht, nachdem Maguire gelb von der langen Bande verschossen hatte. Doch auf schwarz kam es noch einmal zu einem taktischen Duell. Das entschied Maguire für sich und sicherte sich mit dem Lochen des schwarzen Balles Frame und Match.
Beim 9:2 von Mark King über Anthony Hamilton war der Abend für King ziemlich kurz. Die erste Session zwischen den beiden brauchte allerdings viel Zeit. Trotzdem führte King danach mit 6:2 und gewann dann auch die ersten drei Frames am Abend, um ohne weiteren Zeitverlust ins Achtelfinale zu kommen.
Dott muss aufgeben
Einen arbeitsfreien Abend hatte sogar Mark Williams. Der hatte nach der ersten Session gegen Graeme Dott schon sicher mit 6:2 geführt, und Dott konnte dann aus Krankheitsgründen zur zweiten Session nicht mehr antreten und musste aufgeben. Allerdings hatte Mark Williams in der ersten Session auch mit vielen für ihn typischen mittelhohen Breaks überzeigt: Gleich sechs Serien von mehr als 50 Punkten gelangen ihm.
Nach der ersten Session ihrer Matches führen Liang Wenbo und Stuart Bingham deutlich mit jeweils 6:2. Liang Wenbo hatte Ryan Day, der sehr unsicher lochte, sicher im Griff, während Stuart Bingham sich seine Führung gegen Joe Perry herausarbeitete. Neil Robertson schaffte beim 5:3-Zwischenstand gegen Tom Ford mit 137 und 100 gleich zwei Centuries. Alles offen ist dagegen nach der ersten Session zwischen Mark Selby und Jamie Cope; die beiden gehen am Sonntag mit 4:4 in die Entscheidung.
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Kommentare 1 - 4 of 4
Saugen und Gewinnen, für so einen Klunker alleine bekommt man ja schon einen Mercedes .Dott muss sich ersteinmal erholen.
Naja, Stephen Maguire hat auch nur gewonnen, weil Michel Holt seine Chancen nicht genutzt hat!
Bitte mal die Kirche im Dorf lassen...
Stephen Maguire sieht immer so ruhig und gelassen aus. Doch wie mag es ihm wirklich gehen? Es war sehr gut gerade im letzten spannenden Frame die Portraits beider Spieler, auch das von Michel Holt zu sehen. Das brachte mir große Emphathie entgegen
Der erste Tag der UKC lies schon an Spannung nichts zu wünschen übrig. Schade allerdings, dass die Übertragung im TV zumindest am Wochenende so spärlich ist. Zum Glück gibt es Internet.
Gute Besserung an Graeme Dott. Auch wenn er schon sehr zurück lag, ist es doch nicht schön sich so aus dem Turnier verabschieden zu müssen.
Der Knüller aber wird wohl die heutige Begegnung Davis - Hendry. Darauf freue ich mich schon sehr.
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