Eurosport - Sa 07.Nov. 15:09:00 2009
Der VfL Wolfsburg hat dank einer Aufholjagd in der zweiten Halbzeit bei der TSG Hoffenheim mit 2:1 (0:1) gewonnen und den Anschluss an die Tabellenspitze gewahrt. Für die Gastgeber traf Vedad Ibisevic (22.), Zvjezdan Misimovic (52.) und Grafite (57.) sorgten für den "Dreier" der Gäste.
Durch diesen Sieg bleiben die Wolfsburger Tabellenführer Leverkusen zwar auf den Fersen, der Abstand beträgt aber weiterhin fünf Zähler. Hoffenheim rutschte durch die Niederlage auf Position sieben der Tabelle ab, und reist nach der Länderspielpause zum 1. FC Köln. Der VfL empfängt dann zu Hause den Aufsteiger aus Nürnberg.
Trainer Ralf Rangnick zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden: "Das Spiel hat gezeigt, dass eine Halbzeit, in der man richtig gut spielt, nicht reicht. In der Zweiten Halbzeit haben wir vor allem in der ersten Viertelstunde alles vermissen lassen. Deshalb ist es nicht unverdient, dass wir das Spiel am Ende verloren haben."
Armin Veh hingegen zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: "Ich habe schon vorher gewusst, dass es nach dem Highlight in der Champions League nicht leicht für uns wird. Der Gegner war sehr aggressiv, und wir konnten unser Passspiel überhaupt nicht entfalten. Die zweite Halbzeit war komplett anders, und deshalb geht der Sieg am Ende auch völlig in Ordnung."
1. Halbzeit:
Vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena kamen die Gastgeber besser ins Spiel und hatten in Person von Abwehrchef Josip Simunic zwei frühe Schusschancen. Beide Male zielte der Kroate aber am Tor vorbei (1./6.). Die nächste Chance bot sich für den Wolfsburger Grafite. Obwohl ungedeckt brachte der Brasilianer einen Kopfball aber nicht aufs Hoffenheimer Tor (8.).
Die Kraichgauer machten das Spiel, vom Meister war in der Offensive nichts zu sehen. Dennoch fiel das erste Tor durch einen Konter: Hoffenheim schaltete blitzschnell um, über Luiz Gustavo kam der Ball zu Maicosuel. Der Brasilianer flankte gefühlvoll in den Strafraum, wo Ibisevic die Hereingabe perfekt per Kopf vollendete (23.).
Hoffenheim war auch nach dem Tor die bessere Mannschaft, klare Torchancen erspielten sich die Gastgeber aber nicht mehr. In der 35. Minute hatte Edin Dzeko eine Chance: Der Bosnier kam nach einem Fehler von Christian Eichner frei vor Timo Hildebrand zum Schuss, traf den Ball aber nicht richtig, und der Torhüter wehrte ab. Die letzte Chance der Halbzeit hatte Sejad Salihovic: Ein Freistoß des Bosniers aus 20 Metern klatschte aber nur an den Pfosten des Wolfsburger Gehäuses (45.).
2. Halbzeit:
Die Gäste kamen wesentlich besser aus der Kabine, Trainer Armin Veh hatte seinen Mannen in der Pause wohl deutlich die Meinung gesagt. Sascha Riether hatte die erste Gelegenheit, der Verteidiger köpfte den Ball aber völlig freistehend aus fünf Metern übers Tor (49.). Kurz darauf machte es Misimovic besser: Nach Vorlage von Riether schoss er den Ball aus sechs Metern eiskalt ins Tor (52.). Die Hoffenheimer Verteidigung präsentierte sich zuvor wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen.
Nur kurz darauf schlug es erneut im Tor von Hildebrand ein: Isaac Vorsah verlor den Ball an der Strafraumkante, Christian Gentner flankte in die Mitte, Dzeko legte den Ball ab und Grafite zog ab. Marvin Compper fälscht den Ball noch ab, weswegen Hildebrand den Gegentreffer nicht verhindern konnte (57.).
In der Folge agierte Wolfsburg wie Hoffenheim in der ersten Hälfte: Kombinationssicher und zielstrebig nach vorne. Bei den Gastgebern war der Schwung der ersten Hälfte hingegen komplett verflogen. Die nächste Chance hatte folgerichtig wieder Wolfsburg: Nach Flanke von Gentner kam Grafite völlig ungedeckt zum Kopfball, köpfte den Ball aber am langen Pfosten vorbei (74.). Den unrühmlichen Schlusspunkt für Wolfsburg setzte dann Dzeko, der den Ball nach einem Konter völlig freistehend am Tor vorbei schoss (89.).
Spieler des Spiels: Zvjezdan Misimovic
Der Bosnier zeigte sich heute erneut in prächtiger Form und leitete mit seinem Ausgleichstreffer die Aufholjagd ein - bereits sein sechstes Saisontor. Mit einem Misimovic in dieser Form müssen sich die Portugiesen in der WM-Qualifikation gegen Bosnien warm anziehen.
TV-Tipp:
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