Sydney (dpa) - Der Schwimm-Weltverband FINA hat den australischen Olympiasieger Ian Thorpe vom Doping-Verdacht freigesprochen. Die Ermittlungen gegen den 25-Jährigen seien eingestellt worden, hieß es.
Es gebe keine ausreichenden Grundlagen, um die Untersuchungen fortzusetzen, sagte FINA-Direktor Cornel Marculescu. Zuvor hatte bereits die nationale Anti-Doping-Agentur (ASADA) Australiens Thorpe vom Doping-Vorwurf freigesprochen. «Meine Reputation als fairer Sportsmann ist das Wichtigste für mich», hatte der fünffache Olympiasieger und elffache Weltmeister schon damals gesagt.
Der im November 2006 zurückgetretene Schwimm-Star hatte nach Enthüllungen der französischen Zeitung «L'Equipe» Anfang April während der Weltmeisterschaft in Melbourne eingeräumt, dass eine im Mai 2006 bei ihm entnommene Urin-Dopingprobe «außergewöhnlich hohe Werte» von Testosteron und eines Wachstumshormons aufwies. Thorpe bestritt energisch, gedopt zu haben. Die gefundenen Substanzen seien auf natürliche Weise im Körper erzeugt worden.
Nach Angaben von «L'Equipe» war der Test trotz eines erhöhten Testosteronwertes durch ASADA nicht als positive A-Probe deklariert, sondern wegen «wissenschaftlicher Zweifel» nicht weiter verfolgt worden.


Bild vergrößern
