Eurosport - Mi 07.Okt. 16:24:00 2009
Schweres Geschütz: Dass die Doping-Tests bei der Tour de France 2009 ohne positive Ergebnisse blieben, sei "überraschend". Das meint zumindest der Chef der französischen Antidoping-Agentur AFLD. Andererseits erhob er gleichzeitig erneut massive Vorwürfe gegen die Kontrolleure des Weltverbandes UCI.
Während im Vorjahr die AFLD noch allein für die Tests bei der Tour verantwortlich war (und letztendlich sieben Betrüger überführte), war 2009 die UCI wieder federführend. Die Franzosen mussten sich weitgehend mit einer Beobachterrolle begnügen - doch was sie sahen, gefiel ihnen ganz und gar nicht.
In einem Bericht und auf einer Pressekonferenz legte die Führungsspitze der AFLD nun dar, welche gravierenden Versäumnisse es im Juli beim Saisonhöhepunkt aus ihrer Sicht zu beklagen gab. "Die Verbände müssen wissen, dass man rigoros und transparent vorzugehen hat. Wenn nicht, gibt es Zweifel. Die sind vielleicht nicht fundiert, aber gerechtfertigt", so Präsident Pierre Bordry.
Und die Liste der Vorwürfe ist lang: Schon im Vorfeld der Tour seien Informationen über den Aufenthaltsort mancher Fahrer nicht weitergegeben worden, so dass bei diesen keine Trainingstests stattfinden konnten, während der Rundfahrt sei die Kühlkette der Proben teilweise nicht sichergestellt und vor allem der Zeitabstand zwischen der Ankündigung einer Kontrolle und ihrer Durchführung viel zu groß gewesen.
"Bummel-Kontrollen" bei Astana
Bis zu eine Stunde sei im Extremfall vergangen - wertvolle Zeit, in der unter Umständen Manipulationen möglich gewesen wären, die einen späteren positiven Test verhindern können. "Wir kennen die Methoden genau, die man dazu anwenden kann", unterstrich AFLD-Arzt Michel Rieu. "Wo bleibt da der unangekündigte Aspekt des Tests?" legte Jean-Pierre Verdy den Finger in die Wunde.
Besonders großzügig waren die UCI-Kontrolleure ausgerechnet beim dominierenden Team der Tour: "Es ging hauptsächlich um Astana. Bei anderen Mannschaften war es nicht so offensichtlich", erklärte der Kontrolldirektor. Allerdings betonte Bordry: "Das heißt nicht, dass Astana gedopt hat."
Gut gefüllte Apotheke
Daneben zeigten sich die AFLD-Oberen "überrascht" wie "umfangreich" die Reise-Apotheke des Fahrerfeldes war: "Medikamente gegen Bluthochdruck oder Diabetes passen nicht zu Personen, die eigentlich bei guter Gesundheit sein sollten", so Rieu. Vermutet wird vielmehr, dass diese Substanzen Teil von verbotenen Praktiken seien, etwa Bluttransfusionen.
Die UCI wies die Vorwürfe entschieden als "inakzeptabel" und "vollkommen unbegründet" zurück. Die Partnerschaft mit der AFLD sei "durch das Interesse von Herrn Bordry an Darstellung in den Medien" unterminiert worden. Einigkeit besteht zwischen den beiden Parteien nur noch in einem Punkt: Eine Neuauflage der Zusammenarbeit wird es wohl kaum geben.
"So wie sie sich im Moment verhalten, werden wir mit ihnen nicht weiterarbeiten", machte UCI-Präsident Pat McQuaid deutlich. Bordry schlug in dieselbe Kerbe: "Ich kein Verfechter davon, wieder Kontrollen gemeinsam mit der UCI zu machen."
TV-Tipp:
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Kommentare 8 - 27 of 27
Radsport war ist und wird gedoppt, also werden die Sieger immer Dopper sein, vllt. fast immer!!!!!!Contador, Armstrong, Wiggins....DOPPER!!! UUUUUUUHHHHHH!!!!
@mountycanfsl
Natürlich gibt es das. Schlimm ist nur, dass es zu viele gibt, die es nicht sind. Um aber in den Top Positionen mitfahren zu wollen, muss man/frau "nachhelfen".
Das Unglück ist, dass jeder denkt, der andere sei wie er, und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt.
Isch kenne alle Achtausender. Reinhold Messner C-Steiger Holdrijo-holdrijo-tralla
vollgespritzte Äffchen
es gibt keine sauberen profiradfahrer, smilingbiker, vergiss es!!!
@ogahtrak
So krass zu argumentieren ist kein Lösungsansatz. Das ist Polemik. Natürlich gibt es sie, die sauberen Fahrer. Negativ lässt sich aber halt besser vermarkten. Wir sollten auch täglich vorsichtig im Umgang damit sein, was uns die Medien an Meldungen vorsetzt. Wer sagt wann, wie, warum, wo etwas? Ich traue auch den Medien nicht mehr über den Weg. Lügner und Betrüger, wohin das Auge reicht. Hier wäre es auch einmal an der Zeit, Tests durchzuführen und öffentlich zu nennen, wer die Täter sind. Doch das ist wieder eine ganz, ganz andere Geschichte.
@Volker Armin H
Dr. Marlboro hat ja auch herausgefunden, dass Raucher nicht schneller sterben. Welcher Verband ist interessiert, die schwarzen Schafe im eigenen Stall zu nennen? Reiterverband? Leichathletik? Ski?.....Wo Kohle ist, ist auch Doping! In der Wirtschaft, wie im Sport. Sorry, ich nerve mich nicht mehr. Ich nehme zur Kenntnis und das wars. Mitmachen oder nicht, ist die Frage! Also, Glotze auslassen, übertragen sie irgendwo ein Radrennen.
Da bim ick überfrakt, Reinhold Messner had meines Wisens ni ein C - Renen gefaren.
Hoch lebe die Dummheit ( Bergsteiger )
Ich glaube ab heut den Sinn ( Besser Unsinn ) dieses Forums erkannt zu haben. Der überwiegende Teil der Zuschriften strotz nur so vor Dummheit. Was Sinn macht wird sofort mit Daumen nach unten abgewürgt. 85 % des Forums haben bis heut noch nicht die Tragweite des derzeitigen Dopingsumpfes erkannt, noch wollen sie davon etwas wissen. Die Lieder singenden vollgesprizten Affen und vieles andere mehr sind da wesentlich schlauer und haben länst aufgegeben hier irgend etwas mit Sinn hineinzuschreiben. Es ist wirklich schade um die Zeit. Man könnte ja meinen, aufgrund der Rechtschreibung etwas zurückgeblieben und somit unser Mitleid erregend, nein, sie sind auch sehr hinterhältig in Ihrer Blödheit. Also ciao !
@ogahtrak
Du scheinst es ja zu wissen, aber Du kannst ja nicht einmal Profiradsport richtig schreiben und dann hier den Ober- Radsportexperten raushängen.
Und noch eines, Ich war mit meinen Kindern schon bei vielen Radsportveranstaltungen und welch Wunder, sie haben es bis heute überlebt.....
Beitrag 16+14 haben was ! ! ! @13.( Aus einer anderen Thematik ) Herr Dr. Franke sollte erstmal selber ein C- Rennen fahren! @ Kann man diesen Satz an Blödheit überbieten ? Ich bitte um wohlgemeinte Vorschläge. So primitiv muß dieses Forum nicht sein.
Die Tour ist Ein für Allemal entzaubert - es ist offensichtlich ein Rennen mit einem annähernd mutmaßlich vollgedopten Feld - und in diesem Jahr gabs den Gnadenschuß durch die UCI und die mehr als zweifelhafte Umgangsform mit dem Team in dem Armstrong fuhr ....huuuch, der ist ja sowieso ein Dauerverdächtiger
Profiradspocht ist zu einer Witzveranstaltung geworden bei der vollgepumpte Zombies die Kurbeln drehen - iiigitt, sperrt die Kinder ein wenn der Radsport kommt!!!
Der EPO- Hersteller AMGEN sollte nicht nur die Tour of California, sondern gleich die UCI Pro Tour sponsorn!
das Problem hat einen Namen:
UCI
dieser verkommene Sauhaufen hat doch gar kein Interesse Doping zu bekämpfen. Dann müßte man ja Stars sperren. Und so dürfen Astana und der spanische Verband unbehelligt weitermachen... und diejenigen, die was gegen Doping versuchen (ASO) werden in den Rücken geschossen.
UCI = Korruption
Die Tour heisst ja nicht umsonst " Apothekenrundfahrt "
Es werden immer nur die Dummen erwischt.
Deswegen heißt es ja Doping und nicht Schlauping.
Pat McQuaid, Präsident des Radsport- Weltverbandes UCI, will den «endlosen» Anti-Doping-Kampf fortsetzen. Das erklärte der Ire auf . . . . . ja hat man jetzt bei der Nation etwa ein "r" vergessen ?
Werden Fahrer erwischt = schlecht für den Radsport. Wird keiner erwischt = auch schlecht für den Radsport.
Man hat wohl aber 'hinzugelernt'. Man macht es so wie andere Sportarten, nur nichts aufdecken, dabei aber den Schein der Objektivität nicht verlieren.
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