Hannover (dpa) - Innerhalb der ARD wird nach den neuesten Doping- Enthüllungen über einen Ausstieg aus der Tour-Berichterstattung diskutiert.
«Da packt einen die kalte Wut, wenn man sieht, wie solche Betrüger den Radsport kaputt machen», sagte ein ARD- Sprecher der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Dabei ist es kein Unterschied ob ein Deutscher, ein Spanier oder ein Amerikaner erwischt wird.»
Die ARD-Intendanten hatten auf ihrer bisher letzten Sitzung eine Entscheidung über einen neuen TV-Vertrag vertagt. Nun werden sie telefonisch beraten. Eine Entscheidung über die zukünftige Tour-Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Senders soll nach den jüngsten Ereignissen kurzfristig fallen.
Das ZDF will über einen möglichen Ausstieg aus der Tour-de-France-Berichterstattung noch entscheiden. «Wir werden in Ruhe abwarten, was noch so alles unter dem Tisch hervorgefegt wird und ob der Radsport überhaupt noch zu retten ist. Alle Konsequenzen - auch ein Ausstieg - sind möglich», sagte ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender auf der Internetseite seines Senders. Der neuerliche Fall sei für ihn «ein Schlag», meinte Brender und stellte fest: «Zum wiederholten Mal wurde uns gesagt: Das sind die neuen Jungen, die nichts mit Doping zu tun haben.»
Eurosport hat dagegen keinen Diskussionsbedarf und will auch künftig vom Radsport berichten. Dies sagte eine Sprecherin des TV-Spartensenders der Deutschen Presse-Agentur dpa. Bereits bei der Tour de France 2007 hatte Eurosport - im Gegensatz zu ARD/ZDF - seine Berichterstattung trotz des Dopingfalls Patrik Sinkewitz fortgesetzt.
Im vergangenen Jahr hatten ARD und ZDF die Live-Berichterstattung von der Tour nach aufsehenerregenden Dopingfällen gestoppt. In diesem Jahr versuchten die Tour-Organisatoren einen Neuanfang, doch es gab schon während der Tour Dopingfälle und nun weitere Enthüllungen. «Die Überführung von Schumacher zeigt zwar, dass das Kontrollnetz immer effektiver wird und die Betrüger aussortiert. Aber letztendlich stellt sich doch die Frage, wem man im Radsport überhaupt noch trauen kann», sagte der ARD-Sprecher.
Zuletzt hatten vor allem die Intendantinnen Dagmar Reim (RBB) und Monika Piel (WDR) Vorbehalte gegen die Unterzeichnung einer neuen Vereinbarung von 2009 bis 2011 geäußert. Die Europäische Rundfunk- Union EBU, der auch ARD und ZDF angehören, und der französische Tour-de-France-Organisator ASO haben bereits einen Dreijahresvertrag bis 2011 abgeschlossen, dem sich die deutschen Sender aber noch nicht angeschlossen haben.




Kommentare 1 - 6 of 6
Wenn die ard Sender den Radsport nicht mehr übertragen möchten wegen des Dopings , dann dürfen sie auch sämtliche andere Sportarten nicht mehr zeigen. Überall wird gedopt , sogar die Pferde bei Olympia. Die ard will wieder einmal heiliger sein wie der Papst selbst .
die herrschaften sind geil auf die einschaltquoten. der zuschauer entscheidet folglich ob live über die betrügerei berichtet wird oder nicht. wenn keiner einschaltet geht den herrschaften die düse. aber typisch: eurosport muss wieder den scheinheiligen spielen. pfui teufel
Gut dass wir weiterhin Gewichtheber, Sprinter, etc. im Öffentlich-rechtlichen bewundern dürfen.... ganz ohne kalte Wut.
Das Theater um Doping sollte endlich ein Ende haben.Wenn die Deutschen auch hier wieder die Weltpolizei spielen will,muss man
1.Alle Profi Rennen in D. verbieten
2.Keine Profi Rennen im TV mehr ubertragen.
Lachhaft,denn die Radsport Nationen Italien,Spanien,Frankreich,Belgien unterliegen (Gott sei Dank) nicht den deutschen Fahndern und so wird es weiterhin hochklassigen Radsport,mit oder ohne deutscher Beteiligung,geben.
Bitte setzt ein Zeichen und bleibt von der Tour weg nur so muss es gehen
Ja bitte bleibt zu Hause!!! Die Kommentatoren die kann man eh nicht ertragen!!!!!
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