Nürnberg (dpa) - Der 1. FC Nürnberg steht wirtschaftlich erstklassig da, aber der «Club» will auch sportlich wieder ins Fußball-Oberhaus.
«Die zweite Liga ist für uns viel zu teuer, deshalb müssen wir schauen, dass wir wieder rauf kommen. Das ist nicht einfach, aber machbar», sagte Präsident Michael A. Roth bei der Bilanz-Pressekonferenz des fränkischen Traditionsclubs in Nürnberg. Trotz der aktuellen Krise der Mannschaft, die nach sieben Spieltagen bereits acht Punkte hinter einem Aufstiegsplatz liegt, hat Roth den direkten Wiederaufstieg nicht abgeschrieben: «Es läuft nicht so rund, wie wir es gerne hätten, aber da müssen wir durch.»
Auch in der Abstiegssaison hat der «Club» seine wirtschaftliche Konsolidierung fortsetzen können. Der Ex-Bundesligist erzielte im Geschäftsjahr 2007/2008 (Stichtag 30. Juni 2008) nach Steuern einen Gewinn von 1,4 Millionen Euro (Vorjahr 1,6 Mio.), teilte «Club»- Vizepräsident Ralf Woy mit. Bankschulden und Darlehensverbindlichkeiten gebe es keine mehr. Die Aufwendungen für den Profi-Bereich des Vereins wurden gegenüber dem Geschäftsjahr 2006/2007 (25 Mio.) auf 15 Millionen Euro reduziert.
«Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden», berichtete Woy, «aber mir wäre lieber gewesen, wenn wir nicht nur gute Zahlen präsentieren könnten, sondern auch in der ersten Liga spielen würden.» Eine Trainerdiskussion werde es in Nürnberg trotz der sportlichen Talfahrt nicht geben, versicherte Roth. «Trainer Michael Oenning besitzt unser hundertprozentiges Vertrauen», betonte der 73-Jährige und sprach den Spielern ins Gewissen: «Einige sind noch nicht vom Treppchen erste Liga heruntergekommen. Sie müssen den Schalter umlegen.»
Bei der ordentlichen Mitgliederversammlung stehen keine Wahlen auf dem Programm. Präsident Roth war im vergangenen Jahr für drei Jahre bis 2010 wiedergewählt worden. Der Teppich-Unternehmer steht nach einer ersten Amtszeit von 1979 bis 1983 seit 1994 ohne Unterbrechung an der Spitze des Traditionsclubs. «Dass ich das nicht ewig machen werde, ist klar. Aber heute trete ich auf keinen Fall zurück», erklärte Roth vor der Versammlung.


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