Mockenhaupt gewinnt Kölner Marathon

Eurosport - So 07.Okt. 18:20:00 2007

Für Sabrina Mockenhaupt hat sich die dreimonatige intensive Vorbereitung gelohnt. Die 26 Jahre alte Kölnerin, seit Jahren die beste deutsche Langstrecklerin, gewann den Ford Köln Marathons in 2:29:33 Stunden vor Susanne Pumper (Österreich/2:33:27) und Worknesh Tola (Äthiopien/2:34:28).

ATHLETICS 2007 Mockenhaupt - 0

Mockenhaupt feierte damit ein gelungenes Debüt auf der 42,195-Kilometer-Distanz. Zudem unterbot die deutsche 5.000-Meter-Meisterin die Norm (2:31:00) für die Olympischen Spiele 2008 in Peking deutlich.

Das Rennen der Männer endete mit einem fünffachen Erfolg der Kenia-Läufer. Daniel Too setzte sich in 2:11:05 Stunden vor seinen Landsleuten Samuel Muturi (2:11:27) und Benjamin Itok (2:11:33) durch. Bei seinem Marathon-Debüt musste sich der Schweizer Christian Belz, einer der schnellsten Europäer über 10 000 Meter, in enttäuschenden 2:15:07 Stunden mit Rang sechs zufrieden geben.

"Auf dem ersten Teil der Strecke war ich auf dem guten Weg, den zehn Jahre alten Streckenrekord von 2:27:27 Stunden zu unterbieten. Doch auf der recht schweren Strecke ereilte mich bei Kilometer 32 der Mann mit dem Hammer", berichtete Sabrina Mockenhaupt, die nach ihrem Sieg völlig fertig war und ärztlich betreut werden musste. "Zwischenzeitlich habe ich daran gedacht, das Rennen vorzeitig zu beenden. Doch dann habe ich meinen inneren Schweinehund überwunden und nun bin ich überglücklich, mein Debüt siegreich gestaltet zu haben und gleichzeitig auch die Olympia-Norm geknackt zu haben."

Ivuti siegt beim Chicago-Marathon

Beim Chicago-Marathon war der Kenianer Patrick Ivuti erfolgreich. Der 29-jährige setzte sich nach 2:11:11 Stunden im Sprint auf der Michigan-Avenue gegen den zeitgleichen zweimaligen Marathon-Weltmeister Jaouad Gharib aus Marokko durch. Dritter wurde Ivutis Landsmann Daniel Njenga (2:12:45 Stunden). Der 31-Jährige hatte im Vorjahr Rang zwei belegt und lief zum sechsten Mal in Chicago aufs Treppchen. Titelverteidiger Robert Cheruiyot kam nach 2:16:13 Stunden ins Ziel und belegte Rang vier. Der Kenianer steht dennoch als Sieger der World Marathon Majors (WMM)-Serie 2006/2007 fest und kann sich über 500.000 Dollar Preisgeld freuen.

Bei den Frauen setzte sich Berhane Adere durch. Die Titelverteidigerin aus Äthiopien wiederholte ihren Vorjahreserfolg und gewann in 2:33:49 Stunden mit drei Sekunden Vorsprung vor der überraschend starken Marathon-Debütantin Adriana Pirtea aus Rumänien. Dritte wurde die US-Amerikanerin Kate O'Neill (2:36:15 Stunden).

dpa / Eurosport