US Open - Petkovics Traum ist beendet
Eurosport - Di 07.Sep. 07:22:00 2010
Andrea Petkovic hat die Achtelfinal-Sensation im größten Tennis-Tempel der Welt klar verpasst. Die 22-Jährige aus Darmstadt erhielt bei den US Open in New York vor 15.000 Zuschauern im riesigen Arthur Ashe-Stadium von der russischen Wimbledon-Finalistin Wera Swonarewa eine 1:6, 2:6-Lektion.
Petkovic' erstes Achtelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier war nach nur 67 Minuten beendet. Im wichtigsten Spiel ihrer bisherigen Laufbahn fand die deutsche Fed-Cup-Spielerin nie zu ihrem Spiel und konnte zudem nie ganz ihre Nervosität ablegen.
Der Weltranglisten-38. unterliefen gegen die 30 Positionen besser geführte Swonarewa viele leichte Fehler. Zahlreiche einfache Bälle landeten im Netz oder gingen hinter der Grundlinie ins Aus. "Ich war definitiv nervös. Aber ich sehe es als große Erfahrung an. Heute war es ein Rückschlag, aber manchmal läuft's so, man macht zwei Schritte nach vorn, einen zurück und dann wieder drei nach vorn", meinte Petkovic.
Der Trost: 100.000 Dollar
Die 22-Jährige verlor gleich ihre ersten beiden Aufschlagspiele und lag schnell mit 0:4 zurück. Deutschlands Nummer eins kam gegen die Siebte der Setzliste erst spät im zweiten Satz ins Spiel, war da jedoch bereits aussichtslos mit 0:5 hinten. Anschließend brachte Petkovic ihr Service durch und konnte Swonarewa einen Tag vor ihrem 26. Geburtstag sogar den Aufschlag abnehmen und auf 2:5 verkürzen.
"Gegen eine schlechtere Spielerin komme ich vielleicht noch einmal ran, aber sie hat ein solides, gutes Match gespielt, wenig Fehler gemacht und es mir nicht mehr erlaubt, ranzukommen", so Petkovic. Als Einzige der 16 gestarteten deutschen Profis hatte sie die zweite Turnierwoche beim mit 22,6 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Event erreicht und konnte sich letztlich mit einem Preisgeld von 100.000 Dollar trösten.
Kanepi schmeißt Wickmayer raus
Swonarewa, die in der zweiten Runde des mit 22,6 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Events bereits die Berlinerin Sabine Lisicki in zwei Sätzen besiegt hatte, brauchte einen Tag vor ihrem 26. Geburtstag nicht über sich hinauswachsen, um erstmals das Viertelfinale von Flushing Meadows zu erreichen.
Hier spielt sie gegen Kaia Kanepi. Die Estin setzte sich nach einem ganz schwachen ersten Satz noch mit 0:6, 7:6 (7:2), 6:1 gegen die belgische Halbfinalistin des Vorjahres, Yanina Wickmayer, durch.
TV-Tipp:
Verfolgen Sie die US Open vom 30. August bis 12. September LIVE im TV bei Eurosport. Im Eurosport Player




Kommentare 1 - 14 of 14
Lisicki hat durchaus das Zeug für die TOp 20 und Petkovic, vielleicht auch Görges das Zeug zu den Top 30. Allein erforderlich dafür sind Gesundheit, Nerven und Konstanz. Dass bei allen drei alles drei zusammenkommt, dafür ist die Wahrscheinlichkeit doch eher gering.
Petkovic - bei aller ehrlichen Sympathie für das MÄDCHEN - war da schlicht überfordert.
Andrea, wie man sich erinnern wird, war ja auch nur mit Glück so weit gekommen -
ihre Gegnerin zuvor hatte verletzungsbedingt absagen müssen...
ZVONAREVA war und ist eben noch für alle deutschen Mädchen eine Nummer zu groß.
Unabhängig von ihrem Tennistalent und sonstigen spielerischen Qualitäten befürchte ich, Petkovic ist einfach zu "verkopft", um dauerhaft gegen die großen Spielerinnen unter einer solchen Kulisse zu bestehen. Sicherlich hat sie während der ersten beiden Runden bewiesen, dass sie neben ihrer ohne jeden Zweifel vorhandenen Kämpfernatur gute Nerven haben kann, doch wann immer sie bisher im Fokus der Aufmerksamkeit gegen Top 20 Spielerinnen antreten musste, haben gerade jene bei ihr versagt.
@Antares1:
Die Karrieren von Graf und Petkovic sind alleine vom Verlauf schon nicht vergleichbar. Graf, das absolute Ausnahmetalent (nicht nur national) war mit 17 sicher weiter als Petkovic jetzt. Petkovic ist mit Graf auch überhaupt nicht vergliechbar, aber wegen der vielen Dinge, die sie noch umtreibt, ist sie tennisentwicklungstechnisch noch garnicht 23.
Mein Gott, was wollt ihr denn? Sie hat hier das Achtelfinale erreicht, was nicht gerade alltäglich ist im deutschen Tennis...zwei kämpferisch beeindruckende Spiele abgeliefert, was ihr so niemand zugetraut hatte und die zeigen das sie sich mental weiterentwickelt hat...dazu sich erstmals auf der großen Tennisbühne präsentiert, erheblich bekannter geworden mit ihrer Persönlichkeit...verhindert das das deutsche Tennis hier ein Debakel erlebt...usw.
@Shotmaker (14): deinem Kommentar kann ich mich voll und ganz anschließen. Dass ein solches Ergebnis zustande kommt (obwohl sie einen Tag länger Pause hatte), zeugt von wahrlich nicht gekonntem Tennis(-spiel). Und was heisst hier: "...das Mädel lernt noch....!"? Steffi Graf hat mit 22 Jahren schon alles gewonnen was es zu gewinnen gab. Wann wollen deutsche Männer und Frauen anfangen zu gewinnen (damit meine ich mehr als nur 2 Runden bei einem Grand Slam)? Mit 29 Jahren? Dann "Gute Nacht, deutsches Tennis", aber die Lichter sind ja eh schon längere Zeit erloschen.....
Sei´s drum. Petkovic kann ihre Klausur am Freitag schreiben und hat etliche Weltranglistenpunkte und 100 TUSD mitgenommen. Solche zwei Wochen hätte ich auch gerne gehabt. Die Höhe der Niederlage schmälert nicht den positiven Eindruck den sie hinterlässt. Das Mädel lernt noch.
@schlert
Genau den 2ten Teil den du angesprochen hast, hat der Kommentator doch auch nie bestritten.
Also ich find die Kommentatoren ganz gut. Aber für so tolle Tennisexperten wie euch vllt nicht gut genug.
Laut "tennisnet" muss Petkovic am Freitag eine Klausur in Frankfurt(!) schreiben und dafür 3 Tage und Nächte büffeln....schon etwas seltsam das Ganze
Naja "erschreckend" war es nicht, wenn man weiss wie wenig Erfahrung sie mit solchen Situationen hat und vor den USO auch nicht gerade geglänzt hat....der Quervergleich mit Lisicki ist ein Witz
A. Petkovic erschreckend schwach und von Unsicherheiten "geprägt"----Swonarewa brauchte sich noch nicht einmal toll anzustrengen.
Da war im Gegensatz zu Andrea aber Sabine Lisicki deutlich stärker!!!
Hach, war sie wieder speziell! Vielleicht las sie gestern Abend ein Sachbuch über Überheblichkeit, oder doch mal Twilight... ?
Selten einen so aroganten, dümmlichen TV-Kommentar gehört. Petkovic solle sich mehr auf Tennis konzentrieren. *LOL*
Lieber Herr Faßnacht,
wenn sie sich in Zukunft mehr auf ihren Kommentatorenjob konzentrieren und uns ihren Sprachmüll ersparen würden, wäre das für alle eine Wohltat! Andrea ist gestern mit der Situation nicht klargekommen, hat aber davor zwei phantastische Matches gespielt. Und das zählt auch.
Der "Lieblingskommentator" O. Fassnacht ist eine einzige Katastrophe. Den gesamten 1. Satz lang hat er nur nach Entschuldigungen gesucht, A.P. muss langsam in das Spiel reinfinden. Geht es noch???? So langsam reinfinden, dass man den Satz 0:6 vergeigt?
Im übrigen: ES bezeichnet sich selber als Tennissender Nummer 1, jedoch alle Kommentatoren sind katastrophal. Sie stehen zum Teil mit den Regeln auf Kriegsfuss, kaum einer kann einen Namen einwandfrei aussprechen, dümmliche, nichtssagende Interviews, einer imitiert den anderen ("STEHDIAM" in New york, "KUHR" in Paris, warum heisst es eigentlich ES DE, wenn immer nur "gekänzelt, getehpt, geschällencht" usw wird, diese Wörter gibt es in keiner einzigen Sprache).
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