US Open - Waske: "Greife wieder an"

Eurosport - Di 07.Aug. 21:39:00 2007

Alexander Waske ist zurück. Nach überstandener Ellenbogenverletzung konzentriert sich der Frankfurter voll und ganz auf den Beginn der US Open. eurosport.yahoo.de sprach mit dem 32-Jährigen, der seine Ziele im Interview formuliert und seinen Favoriten auf den Turniersieg in Flushing Meadows nennt.

TENNIS 2007 Waske - 0

Wie zufrieden sind Sie mit dem Verlauf der bisherigen Saison?

Alexander Waske: Nun ja, ich muss sagen dass ich mir mehr vorgestellt habe und den bisherigen Verlauf der Saison eher durchwachsen finde. Der große Erfolg im Davis Cup mit dem Sieg gegen Kroatien und dem Einzug ins Halbfinale überwiegt aber doch über die etwas spärliche Ausbeute in den Einzelmatches.

Was hätte bei den Einzelturnieren besser laufen können?

Waske: Ich hätte mir einfach mehr Siege auf großen Turnieren gewünscht, das hat leider nicht geklappt. Ansonsten hatte ich mir in diesem Jahr auch vorgenommen, dass ich besser im Doppel spiele und weiter nach vorne komme. Dieses Ziel habe ich weiterhin vor Augen und versuche mich zu steigern.

In wenigen Wochen beginnen die US Open. Wie läuft die Vorbereitung?

Waske: Ich war sechs Wochen am rechten Ellenbogen verletzt und musste pausieren. Deshalb konnte ich erst wieder beim Turnier in Stuttgart angreifen. Dort bin ich gut durchgekommen und habe auch keine Schmerzen mehr. Deshalb bin ich mit dem Stand der Vorbereitung zufrieden.

Gehört Flushing Meadows zu Ihren Lieblingsturnieren?

Waske: Nicht unbedingt. In den letzten Jahren war es immer viel zu heiß. Außerdem ist es immer sehr laut und es gibt viel zu viele pöbelnde Leute. Bei den US Open geht es manchmal wie auf dem Jahrmarkt zu. Hinzu kommen noch die Bomben-Sicherheitskommandos, welche die ganze Atmosphäre auch nicht aufhellen.

Welche Ziele haben Sie sich gesetzt?

Waske: Für mich ist es immer wichtig, dass ich mich bei den Grand-Slam-Turnieren für das Einzel qualifiziere. Das ist kräftezehrend und wird mit Sicherheit nicht leicht. Mein Hauptziel ist es aber, dass ich das Halbfinale im Doppel erreiche. Damit würde für mich ein großer Traum in Erfüllung gehen.

Glauben Sie, dass Tommy Haas nach seiner Verletzungspause wieder Erfolge feiern kann?

Waske: Tommy ist immer gefährlich, vor allem wenn er auf Hartplatz steht. Ich denke, dass er bei den US Open eine gute Figur abgeben wird und dass ihn seine Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen dürfen - auch wenn er lange verletzt war.

Hat er das Zeug, um die US Open in diesem oder in den nächsten Jahren zu gewinnen?

Waske: Im Tennis werden viele Matches im Kopf entschieden. Ich denke, wenn er gesund bleibt und an sich glaubt, kann er Flushing Meadows für sich entscheiden. Er muss sich aber beeilen, denn viel Zeit bleibt ihm auch nicht mehr.

Wer ist Ihr persönlicher US Open-Favorit?

Waske: Ganz klar, Roger Federer Der Schweizer ist im Tennis in den letzten Jahren das absolute Maß aller Dinge. Er ist unglaublich vielseitig und bleibt auch in den entscheidenden Phasen vollkommen ruhig, um dann im richtigen Moment die Punkte zu machen. Roger ist ein überragender Tennisspieler.

Wo sehen Sie das deutsche Tennis im internationalen Vergleich?

Waske: Ich denke, dass wir mit fünf Top 50 Spielern - da zähle ich Nicolas Kiefer mit dazu - international betrachtet ein en guten Stellenwert haben. Wir müssen uns mit Sicherheit nicht verstecken. Hinzu kommt Michael Berrer, der von Spiel zu Spiel immer besser wird.

Dirk Adam / Eurosport