Eurosport - Mo 07.Jul. 09:28:00 2008
Der Norweger Thor Hushovd hat sich im Massensprint gegen Kim Kirchen sowie Gerald Ciolek durchgesetzt. Mit seinem sechsten Etappenerfolg bei der Tour hat der 30-Jährige seine bestechende Form in diesem Jahr unter Beweis gestellt. Alejandro Valverde konnte das Gelbe Trikot verteidigen.
Der zweifache Zeitfahr-Weltmeister Fabian Cancellara attackierte im hektischen Finale von Saint-Brieuc knapp 1000 Meter vor dem Ziel an einer leichten Steigung. Der Schweizer konnte sich jedoch nicht entscheidend absetzen und wurde auf der Zielgeraden regelrecht durchgereicht. Aus dem Windschatten seines australischen Teamkollegen Mark Renshaw heraus sprintete Hushovd zum siebten Tageserfolg der Saison und ließ der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance.
Der Luxemburger Kirchen kam auf den letzten Metern nicht mehr an das Hinterrad des Credit Agricole-Fahrers heran und musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Sein deutscher Teamkollege Ciolek sicherte sich bei seiner ersten Tour-Teilnahme den dritten Platz hinter seinem Columbia-Kapitän. "Ein bisschen Frust ist dabei, aber Hushovd hat das optimal gemacht", ärgerte sich der 21-Jährige im Ziel. Durch den zweiten Platz übernahm der 30-jährige Kirchen das Grüne Trikot des besten Sprinters (54 Punkte) vor Valverde (49) und Hushovd (46).
Voeckler verteidigt Bergtrikot
Bereits nach wenigen Metern hatte eine zehnköpfige Ausreißergruppe die Flucht nach vorne gesucht. Neben Dauerbrenner Jens Voigt war auch Fabian Wegmann in der Gruppe vertreten, die jedoch am ersten der vier Anstiege nach knapp 22 Kilometern wieder zerfiel. "Ich hatte heute das Bergtrikot im Blick, aber ich habe meine Kräfte überschätzt", sagte der deutsche Meister Wegmann. Die beiden Franzosen Thomas Voeckler und Sylvain Chavanel konnten sich in der Folge absetzen und ihren Vorsprung auf knapp 6:30 Minuten ausbauen. Der Träger des Bergtrikots sammelte fleißig Zähler im Kampf um das "maillot à pois" und wird dieses auch mindestens bis zur 6. Etappe behalten, da vorher keine Bergwertungen mehr auf dem Programm stehen.
Soler muss Verletzungen Tribut zollen
An der Mur de Bretagne konnten sich die beiden Agritubel-Fahrer Christophe Moreau und David Le Ley absetzen und zum Führungs-Duo aufschließen - bis zwei Kilometer vor dem Ziel präsentierte sich also ein Franzosen-Quartett an der Spitze des Feldes. Als das Tempo im Peloton knapp 25 Kilometer vor dem Ziel forciert wurde, musste der Kolumbianer Mauricio Soler den Sturzverletzungen des vorherigen Tages Tribut zollen und abreißen lassen. Der Bergkönig des vergangenen Jahres erreichte das Ziel als Letzter mit einem Rückstand von 7:18 Minuten. Der 29-jährige Chavanel wurde knapp 1,5 Kilometer vor dem Zielstrich als letzter Ausreißer gestellt und eröffnete somit den Sprinterteams die Möglichkeit auf einen Etappensieg.
Valverde weiter in Gelb
Im Gesamtklassement liegt der Dauphiné-Libéré-Sieger Valverde weiterhin in Führung. Kirchen folgt mit einer Sekunde Rückstand vor dem Spanier Oscar Freire (Rabobank/gleiche Zeit). Auch die weiteren Favoriten auf den Gesamtsieg bei der "Großen Schleife", Cadel Evans (Silence/5.) und Frank Schleck (CSC/9.), liegen mit nur einer Sekunde Rückstand in Lauerstellung. Milram-Profi Erik Zabel rangiert nach einem beachtlichen fünften Rang einen Tag vor seinem 38. Geburtstag als bester Deutscher auf dem 15. Platz (+0:07).
Kommentare 1 - 6 of 6
Eine spannende Etappe! Hätte nie gedacht dass die beiden ersten Etappen bereits so gut sein würden... Ich denke das liegt wohl daran, dass es keinen richtigen Topfavoriten gibt, sondern mehrere die sich alle von Anfang an Respekt verschaffen wollen und nicht eine sekunde verschenken wollen. Den Eurosportkommentar find ich viel besser als ARD/ZDF! Super KIM, muer an GRENG!!! Allez Andy, Fank an Kim, weist hinnen waat e ROUDE LéIW ass!!!
... et ass schein ze gesin dass eis drei Letzebuerger vir mat dobei sin... wo dat mol nach net hieren Terrain ass... wat get dat ereischt an den Bierger... weider esou Fränk, Andy an Kim...
Wenn sich Soler wieder erholt bis zur 2. Woche, wird er sicherlich wieder auf das Bergtrikot fahren und mit 2-3 Ausreißversuchen in Bergen sich die nötigen Punkte holen.
Zabel wurde doch 5. oder? Hunter 4.!
Immer diese Fehler...
Die Kommentatoren haben nur einen klitzekleinen Fehler gemacht, denbn der Sturz passierte nach der 3km-Marke, daher gibt es keine Zeitabstände.
Und mal wieder eine tolle Etappe mit wahnsinniger Spannung und den grandiosen Eurosport-Kommentatoren!
Hoffentlich geht es so weiter, dann können wir uns auf eine absolut geniale Tour gefasst machen!
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