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Wimbledon-Sieger Nadal sagt Weissenhof ab

Mo 07 Jul, 17:27 Uhr


Stuttgart (dpa) - Die Baseballkappe tief ins Gesicht gezogen, betrat Wimbledon-Sieger Rafael Nadal die Tennis-Anlage auf dem Weissenhof. Sein Besuch in Stuttgart blieb ein kurzer Abstecher.

Der spanische Triumphator auf dem «Heiligen Rasen» hat seine schwäbischen Fans geschockt und seine Teilnahme an dem ATP-Turnier abgesagt. Der an Nummer 1 gesetzte Weltranglisten-Zweite begründete seinen Rückzug mit Knieproblemen. «Enttäuschenderweise kann ich hier nicht spielen», sagte der 22-Jährige, der den MercedesCup 2005 und 2007 gewonnen hatte. Damit fehlt der mit 568 000 Euro dotierten Sandplatz-Veranstaltung der Top-Favorit und Publikumsmagnet.

Rund 14 Stunden nach dem packenden Fünf-Satz-Krimi gegen den Weltranglisten-Ersten Roger Federer (Schweiz) im Wimbledon-Finale erschien Nadal in Stuttgart, um seine Absage persönlich mitzuteilen. «Das ist das Minimum, was ich tun kann.» Turnierdirektor Edwin Weindorfer zeigte sich betroffen: «Für uns ist es sehr hart.» Er äußerte aber auch Verständnis: «Jeder Spieler braucht einmal Rast, gerade ein Spieler wie Nadal, der immer im Finale steht. Er ist heute hier, weil er Verantwortung und Charakter hat.»

Das Feld wird nun vom Franzosen Richard Gasquet angeführt. Als «Lucky Loser» rückt der Tscheche Jan Hernych ins Hauptfeld. Nutznießer von Nadals Absage bei der 30. Jubiläumsauflage könnte der deutsche Hoffnungsträger Philipp Kohlschreiber sein, der in seiner Turnier-Hälfte nun der am besten platzierte Spieler ist.

Nadal machte einen müden Eindruck. «Der Turnierkalender ist in diesem Jahr sehr hart. Es ist unmöglich, alles zu spielen», sagte der «Sandplatz-König». «Ich habe in den letzten vier, fünf Monaten ohne Pause gespielt. Ich muss mich erholen.» 63 Einzel hat der Spanier in diesem Jahr bereits bestritten - und nur sieben davon verloren. Die Ärzte hätten ihm geraten, einige Tage mit dem Tennis auszusetzen. Nadal will sich nun untersuchen lassen, aber beim Masters-Turnier in Toronto in zwei Wochen wieder antreten.

«Es gibt Dinge, die nicht vom Veranstalter beeinflusst werden können - und das sind Verletzungen», sagte Weindorfer, der seine am Wochenende geäußerte Kritik an der Organisation des auch wegen der Olympischen Spiele dicht gedrängten Turnierkalenders verstärkte. Den Österreicher hatte bereits am Freitag die Absage des Wimbledon- Halbfinalisten Rainer Schüttler (Korbach) hart getroffen. In dem Argentinier Juan Monaco, dem Spanier Juan Carlos Ferrero und dem Serben Janko Tipsarevic zogen zudem die Nummern vier, fünf und sieben der Setzliste krankheits- und verletzungsbedingt zurück. «Wir bauen auf die Zukunft», sagte Weindorfer. Im kommenden Jahr werde es wie 2007 eine Woche Pause zwischen Wimbledon und dem Stuttgarter Tennisturnier geben. Mit Nadal stehe man bereits in Verhandlung.

 

Kommentare 1 - 3 of 3

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  1. wirklich schade ich habe mich nach wimbledon so drauf gefreut rafa live zu sehn und das auch noch auf sand!!!wirklich schade!!!rafa ich wünsch dir ne gute besserung un dass du hoffentlich federer auch auf dem hartplatz fertig machen kannst!!!!GO RAFAAAAAAAAAAA

    Von alioelrey, am Di 8.Jul. 13:06
  2. wirklich schade ich habe mich nach wimbledon so drauf gefreut rafa live zu sehn und das auch noch auf sand!!!wirklich schade!!!rafa ich wünsch dir ne gute besserung un dass du hoffentlich auch federer auf dem hartplatz fertig machen kannst!!!!GO RAFAAAAAAAAAAA

    Von alioelrey, am Di 8.Jul. 13:06
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    Von smithamandy, am Di 8.Jul. 5:04
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