Kiew (dpa) - Degenfechter Martin Schmitt hat bei der Europameisterschaft in Kiew das Halbfinale erreicht und damit bereits eine Medaille sicher. Der Tauberbischofsheimer bezwang in der Runde der besten Acht den Ungarn Gabor Boczko mit 15:11 Treffern.
Da bei Europameisterschaften der dritte Platz nicht ausgefochten wird, hat Schmitt mindestens die Bronzemedaille gewonnen. Es ist das dritte deutsche Edelmetall bei der EM in der ukrainischen Hauptstadt nach Säbelfechter Nicolas Limbach und Florettspezialistin Carolin Golubytskyi (jeweils Bronze). Schmitt trifft im Halbfinale am Abend auf den Schweizer Michael Kauter.
Der Tauberbischofsheimer Normann Ackermann scheiterte hingegen im Viertelfinale am Ungarn Geza Imre 10:15. Ackermann hatte zuvor mit 15:13 gegen den Polen Tomasz Motyka gewonnen. Während des Gefechts musste der Europameister von 2005 wegen einer blutenden Kopfwunde behandelt werden, nachdem ihn Ackermann bei einer Fechtaktion mit seinem Degen am Hinterkopf getroffen hatte.
Die deutschen Degenherren rehabilitierten sich mit ihrem Abschneiden für die verpasste Olympia-Qualifikation. Die einstige Paradewaffe des Deutschen Fechter-Bundes (DFeb) ist erstmals seit 56 Jahren nicht bei Olympischen Spielen vertreten.




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