French Open - Kusnezowa die neue Sandplatz-Königin

Eurosport - So 07.Jun. 09:30:00 2009

Swetlana Kusnezowa hat die French Open 2009 gewonnen. Die 23-Jährige aus St. Petersburg bezwang Dinara Safina im zweiten russischen Finale der Roland-Garros-Geschichte mit 6:4 und 6:2. Die Weltranglisten-Erste Safina hat damit auch das dritte Grand-Slam-Finale ihrer Karriere verloren.

Russia's Svetlana Kuznetsova kisses the trophy after she defeated compatriot Dinara Safina during the women's singles final of the French Open
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"Das ist ein ganz spezieller Moment für mich. Roland Garros ist mein Lieblingsturnier, ich habe mit dem Herzen gespielt und bin sehr froh, hier gewonnen zu haben", sagte Kusnezowa, als sie den Pokal in den Händen hielt. Die 23-Jährige holte sich nach den US Open im Jahr 2004 ihren zweiten Grand-Slam-Titel.

Das Match verlief zunächst unspektakulär und war nicht der enge Kampf, den viele erwartet hatten. Nachdem sich zu Beginn beide den Aufschlag der Gegnerin geholt hatten, geschah nicht mehr viel. Beim Stande von 4:3 konnte sich Kusnezowa dann Safinas Service sichern und holte sich die Chance, zum Satzgewinn aufzuschlagen.

Doppelfehler besiegelt Niederlage

Doch wie schon oft machten ihr die Nerven einen Strich durch die Rechnung und so vergab die Nummer sieben der Weltrangliste die Gelegenheit. Bei Aufschlag Safina spielte sie dann aber befreit auf, holte sich das Break und gewann der ersten Satz mit 6:4.

Mit dem Satzverlust im Rücken stand sich Safina schließlich selbst im Weg. Zu groß war der Druck, den die Weltranglisten-Erste sich selbst auferlegt hatte. Sie schlug schlecht auf und leistete sich zu viele unnötige Fehler. Als Konsequenz musste sie zweimal ihr Service abgeben und Kusnezowa sicherte sich den zweiten Durchgang mit 6:2. Bezeichnenderweise beendete Safina das Spiel mit einem Doppelfehler.

"Wieder stehe ich hier als Verliererin"

Damit hat es Safina einmal mehr nicht geschafft, aus dem Schatten ihres Bruders Marat herauszutreten. Sie bleibt weiterhin eine Nummer eins ohne Grand-Slam-Titel und wird nun in Wimbledon einen neuen Anlauf nehmen.

Schon während des Matches schien die 23-Jährige mit den Tränen zu kämpfen - zu unzufrieden war sie mit ihrem Spiel. "Wieder stehe ich hier als Verliererin des Finales. Glückwunsch an Swetlana, sie hat einfach besser gespielt. Ich hoffe, dass ich im nächsten Jahr wieder hier stehen darf und dann hoffentlich mal gewinne", sagte Safina bei der Siegerehrung.

TV-Tipp:

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Natascha Thomas / Eurosport

Kommentare 47 - 66 of 66

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  1. Pirat hat Recht.
    Kuznetsova hat mehr Variationen und­ konnte damit Safina unter Druck setzen.
    Solides Spiel­ und Laufvermögen reicht dann nicht, auch wenn Safina­ beides sehr stabil wie sonst keine demonstriert.
    Safina­ muss lernen, ebenso Druck auszuüben, will sie gegen­ eine Klassespelerin ein GS-Turneir-Finale­ gewinnen.
    Aber die Möglichkeiten hat sie, sie muss nur­ ihre Winner gechickt einsetzen, was am Samstag nicht­ gelang.

    Von Ingo, am So 7.Jun. 22:12
  2. An Peter R.:

    He, bist du so blöd, oder tust du nur­ so?

    Wenn, dann must du schon die­ Frauen-Nationalmannschaft mit der­ Männer-Nat.
    vergleichen.
    Wer verdient dann mehr? - die­ Frauen bekommen für den Titel eine Bratpfanne -
    die­ Männer ein Haus - als Vergleich.

    Da spielt es doch gar­ keine Rolle, wenn die Männer gegen die Frauen 20:0­ gewinnen würden. - Titel ist Titel.

    Von Gerd Müller, am So 7.Jun. 12:53
  3. Hey ihr M i s g e b u r t en es gibt mehr russische­ Mädels (nicht nur auf Tennis bezogen) die zu den­ schönsten Frauen überhaupt gehören. Ihr deutschen ihr­ schaut auch mal lieber die "deutschen" (gibt­ es überhaupt welche )Lisicki (Polin), Petkovic (?)....­ Tennisspielerinnen an, die h ä ß l i ch wie die Pest­ sind. Ein schönes Beispiel Julia Schruff, Frau Müller i­ g i t t sag ich da nur.

    Russian Girl ihr seid die­ BESTEN! Weiter so!

    Von bwrussak, am So 7.Jun. 11:43
  4. @meyerlena76:

    Justine Henin gewann die FO 4 mal (2003­ und dann von 2005-2007 3mal in Serie!) - sie war­ einfach überragend, wie Svetlana bei der Siegerehrung­ bemerkte! :D Auch Steffi Graf wurde von Kuzi gebührend­ gewürdigt. Wer so auftritt wie Svetlana Kuznetsova hat­ mehr Respekt von den Forenteilnehmern­ verdient.

    Ausserdem hat sie weitaus mehr­ Variationsmöglichkeiten in ihrem Spiel als Dinara­ Safina! :)

    Von PIRAT, am So 7.Jun. 11:24
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    Ich schalte meistens um wenn ich Frauentennis sehe. Das­ ist wie Juniortennis. Es ist langweilig. Ich bin der­ Meinung daß Frauen weniger Preisgeld haben sollten weil­ weniger Leute denen zusehen. Und um zum Theme­ Gleichberechtigung zu kommen: Wo ist da die­ Gleichberechtigung der Männer welche länger arbeiten,­ mehr Energie anwenden und von wesentlich mehr­ Zuschauern angesehen werden.

    Von Argusauge, am So 7.Jun. 5:54
  6. ich weiß nicht ob man sagen kann, die weltklasse ist­ enger zusammengerückt. das niveau, auf dem die­ spielerinnen sich zur zeit bewegen ist nicht so­ unendlich hoch. es stimmt, dass es gerade auf sand­ schon immer viel grundlinienduelle gegeben hat, aber­ besonders im moment ist es sehr auffällig, dass kaum­ variationen im spiel sind. eine justine henin hat sich­ wenigstens noch getraut zwischendurch ans netz zu gehen­ uns so konnte sie eben auch 3x die FO gewinnen. schade,­ dass sie nichtmehr dabei ist. aber mal sehen,­ vielleicht findet sich demnächst wieder jemand, der die­ weltrangliste 'würdig' anführen kann

    Von meyerlena76, am So 7.Jun. 1:20
  7. also jetzt muss ich dem frauentennis ein bisschen zu­ hilfe kommen...
    grundsätzlich: da die die frauen nunmal­ körperlich im nachteil sind, ist es in meinen augen­ total unsinnig einen vergleich mit dem männertennis­ herzustellen!
    wer ein bisschen, aber auch nur ein­ kleines bisschen was von tennis versteht, der konnte­ dem frauenturnier und auch dem finale durchaus­ positives abgewinnen. die weltklasse ist viel enger­ zusammengerückt als früher (da herrschte in den ersten­ runden gähnende langeweile, so ein spiel wie von serena­ oder venus in den ersten runden hats früher nicht­ gegeben, seles und graf haben sich nur gelangweilt in­ der ersten woche).
    mit sam stosur hattet ihr die­ momentan beste volleyspielerin auf der tour im­ halbfinale! die wenn euch nicht variabel genug spielt,­ dann ist euch nicht mehr zu helfen.
    kuznetsovas­ technik, vor allem die vorhand ist lehrbuchmäßig. super­ kompakt, optimaler treffpunkt und wahnsinnige­ beschleunigung! das halbfinale gegen stosur war eines­ der besten frauenspiele der letzten jahre und super­ spannend. leider hat es safina nervlich im finale nicht­ auf die reihe bekommen. sie war total verkrampft...
    zu­ guter letzt: der sandplatz bevorzugt die­ grundlinienspieler, das war schon immer so und wird­ immer so bleiben, bei damen und bei herren

    Von herzi18, am So 7.Jun. 1:08
  8. @robber60cfb

    "Und­ zum Thema Sport hätte ich mal­ ein Beispiel:
    Was­ bekommen die Fußball-Männer und was­ die Fußball-Frauen?"

    Fußball-Frauen? Hier eine­ Nachricht aus der Presse (2006):

    "Die B-Jugend­ Mannschaft des VfB Stuttgart hat in einem Testspiel­ gegen die deutsche Frauen-Nationalmannschaft gezeigt,­ dass der Frauenfußball weit hinter dem Männerfußball­ zurück hängt. Die Stuttgarter (B-Jugend Vizemeister)­ besiegten die Weltmeisterinnen mit 3:0. Die Frauen­ haben aber kein Problem mit dieser Niederlage denn­ schließlich könne ein 17-Jähriger auch schneller­ sprinten als die Frauen bei der­ Leichtathletik."

    Wer glaubst du, verdient mehr:­ Die Weltmeisterinnen oder die Spieler der Stuttgarter­ B-Jugend?

    Ähnliche Leistungsunterschiede bestehen­ übrigens auch im Tennis.

    Von Peter R, am So 7.Jun. 1:05
  9. an Peter R:

    so ein Schmarrn was du verzapfst.
    Ich bin­ bestimmt kein Frauenrechtler, aber die finanzielle­ Kluft im Beruf ist definitiv vorhanden - informier dich­ erstmal, bevor du so eine Behauptung aufstellst!!

    Und­ zum Thema Sport hätte ich mal ein Beispiel:
    Was­ bekommen die Fußball-Männer und was die Fußball-Frauen?

    Von Gerd Müller, am So 7.Jun. 0:48
  10. Ich gebe zu, dass es schwierig ist, das Preisgeld­ gerecht festzusetzen. Es fällt mir aber schwer mit der­ Anhebung auf das Männerniveau mehr als nur­ "Gerechtigkeit" zu sehen. Der direkte Bezug­ zur Leistung und zum Niveau fehlt und zwar in fast­ allen Spielen.
    Wenn ich die Halbfinals der Herren mit­ dem Damen vergleiche, dann liegen Welten dazwischen.

    Von breisi0, am So 7.Jun. 0:23
  11. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    beim Damentennis muss ich immer öfter den Ton­ ausschalten. Das ist ja nicht mehr zum Aushalten.

    Von breisi0, am So 7.Jun. 0:18
  12. @robber60cf

    "Die­ Frauen werden beruflich und in­ anderen Sportarten genug­ benachteiligt."

    Frauen­ werden weder beruflich noch in anderen Sportarten­ benachteiligt, sondern die Männer. Das geht schon in­ der Schule los.

    Wenn ich der Meinung bin, dass Frauen­ nur deshalb selten Top-Managerinnen werden, weil sie­ benachteiligt sind, dann kann ich nicht gleichzeitig­ fordern, dass Frauen und Männer im Schach in separaten­ Disziplinen antreten, wobei dann Frauen mit einer viel­ schlechteren Leistungen oftmals mehr verdienen als­ Männer.

    Bei Spitzenleistungen sind Männer immer viel­ zahlreicher und meist auch viel besser als Frauen, und­ zwar nicht nur im Sport, sondern in den Wissenschaften,­ in den Künsten und im Beruf genauso.

    Beim unlängst­ durchgeführten Studentenpisa-Test haben 600.000­ Menschen teilgenommen. Nur 26 beantworteten alle Fragen­ richtig. Wieviele Frauen waren darunter?

    Von Peter R, am So 7.Jun. 0:06
  13. Ach das waren heute die Damen???
    Einfach nur wiederlich­ anzschauen und schlechtes Tennis.
    Das bei dem gleichen­ Preisgeld wie die Männer, die auf hohen Level spielen.

    Von st s, am Sa 6.Jun. 22:54
  14. @kimikko67: Justin Henin hat so klar gewonnen, weil sie­ mit Abstand die beste Spielerin gewesen ist (und nicht,­ weil das Damentennis zweitklassig war).

    Wie würdest Du­ denn dann Steffis Leistungen einordnen, als sie alles­ 6:0 6:0 gewonnen hat. War damals das Damentennis­ unterirdisch ???

    Zu Steffis Zeiten war das Damentennis­ klasse, weil es viele gute und verschiedene­ Spielerinnen gab­ (Graf,Seles,Sanchs,Sabatini,Capriati,Hingis,­ Davenport).
    Was kam dann ? Die Wiliams-Sisters, Henin­ und mit Abstrichen Clijsters.

    Und heute ? Farblose­ (Ostblock-)Spielerinnen, die alle den gleichen Stil­ spielen und nur durch ihr Gestöhne, aber nicht durch­ Klasse, auffallen.
    Wenn Serena+Venus nicht wären, wäre­ es gänzlich trostlos !

    Von cgngeil, am Sa 6.Jun. 22:50
  15. Der Auftritt von Steffi bei der Siegerehrung war­ interessanter als das gesamte Match.
    Und Steffi hatte,­ auch als Spielerin mehr Style als die russischen­ Ballmaschinen.

    Kusnezowas Gesicht bei der­ Siegerehrung..war das Freude ?
    Die geht wohl zum­ Lachen in den Keller..!
    Mit solchen Spielerinnen kann­ das Damen-Tennis insgesamt nur verlieren.

    Bitte,­ Justin Henin, komm zurück..!

    Von cgngeil, am Sa 6.Jun. 22:31
  16. Erstmal schoen das Kuze gewonnen hat. Gönne es ihr. Sie­ hatte die schweren Gegnerinnen. Safina hatte sich nicht­ ganz unter Kontrolle. Da ist zum Teil die alte Safina­ wieder erschienen.

    Mal ehrlich, wenn es weniger­ Preisgeld geben würde, welche Nationen würden dann noch­ Spielen?
    Das beide Geschlechter das selbe Geld bekommen­ ist fair und gerecht. Auch wenn die Männer zum Teil­ länger auf den Platz sind. Haben wir Frauen etwas zum­ genießen. :)

    Von tweety, am Sa 6.Jun. 21:59
  17. find ich nicht,vor allem nicht im tennis,da die männer­ auf eiinem viel höherem niveau spielen als die frauen­ und somit mehr leistung erbringen.

    Von hans.dampf18, am Sa 6.Jun. 21:56
  18. Was haben denn hier manche für ein Problem mit dem­ Preisgeld?

    Das interessiert doch keine alte Sau.

    Die­ Frauen werden beruflich und in anderen Sportarten genug­ benachteiligt.

    Ich finde es in Ordnung, wenn sie im­ Tennis das gleiche Preisgeld wie die Männer bekommen.

    Von Gerd Müller, am Sa 6.Jun. 21:07
  19. Hansstriller
    Mein Kommentar bezog sich nicht auf den­ direkten Vergleich. Sicherlich stehen die Herren­ meistens (hier muss ich allerdings auf Spiel­ Söderling / Dawidenko als Ausnahme hinweisen) viel­ länger auf den Platz. Aber wie möchtest du ein „faires“­ Preisgeld berechnen? Nach Zeit? Nach Sätzen? Nach­ Zuschauerzahlen?

    Von mrlangstrumpf, am Sa 6.Jun. 21:02
  20. Die Kusnezowa hat heute auch deshalb gewonnen,
    weil sie­ sehr sehr laufstark ist und eine sehr gute Kondition­ hat.

    Von Gerd Müller, am Sa 6.Jun. 20:58
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