Eurosport - Sa 07.Jun. 16:12:00 2008
Alle 20 an der Tour de France teilnehmenden Mannschaften haben ihre Verträge mit dem Veranstalter ASO unterzeichnet. Das bestätigte der Vorsitzende der Profi-Teamvereinigung AIGCP, der Franzose Eric Boyer.
Damit anerkennen die Teams auch die in den Kontrakten festgelegte Klausel, im Fall eines positiven Dopingtests vor oder während der Tour 100.000 Euro Strafe zu zahlen und vom Rennen ausgeschlossen zu werden.
Sollte der betreffende Fahrer allerdings ohne Wissen des Teams manipuliert haben, wird dieses nicht bestraft. Die Klausel soll bereits nach einer positiven A-Probe in Kraft treten. Mögliche Auseinandersetzungen zwischen Veranstalter und Teams soll das Schiedsgericht des französischen Nationalen Olympischen Komitees innerhalb von 24 Stunden klären. Das Urteil ist dann für beide Seiten bindend.
Die Unterzeichnung der Verträge bedeutet auch eine schwere Schlappe für den Weltverband UCI, nachdem die ASO das Rennen unter der Oberaufsicht des Französischen Verbandes FFC stattfinden lässt. Die UCI hatte ähnlich wie im Konflikt um die Teilnahme an der Fernfahrt Paris-Nizza allen Teams und Fahrern, die an der Tour teilnehmen, mit harten Strafen gedroht.
Kommentare 1 - 4 of 4
Wenn einer dopt, sollte das ganze Team ausgeschlossen werden ohne wenn und aber. Dies würde dazu führen dass die Teams selbst mehr Kontrollen/ Test durchführen und Fahrer gleichzeitig "legaler" betreuen würden. Bislang wurden immer nur Fahrer bestraft. während die Teams sich abwendeten und wie treue Lämmer ihre Unschuld beteuerten. Wieso sollte man den Spiess nicht mal umdrehen und die Teams die Verantwortung für die Fahrer übernehmen lassen. Das wäre doch mal ne gute Idee, denn so würde auch der, der heimlich zu dopen versucht unter höherem Druck liegen, da er Gefahr läuft erwischt zu werden und folgerichtig nie wieder in einem Pro-Team eingestellt zu werden.
Aber dann wieder die Frage nach der Grenze zwischen Doping und Nicht-Doping.. Die Fahrer bewegen sich doch alle auf einem so schmalen Grad, jeder versucht sich doch an die Grenze der Legalität heran zu arbeiten.. Ob die Dopingproblematik durch eine solch harte Massnahme geregelt werden könnte wage ich dennoch zu bezweifeln...
Toll, dann dopen jetzt alle "auf eigene Faust", unter geheimer Betreuung ihres Teams.
Dieser Nachweiß ist schwer zu führen. Nur wie soll mann den auch einen ganzen Team abstrafen für die Tat eines Einzelnen?
Obwohl das den Druck mächtig erhoehen würde sauber zu fahren.
70 Fahrer sind 70 Fahrer. Denke mal das jeder das Ziel sehen will und sich feiern lassen will.
Wieder einmal eine halbgare Vereinbarung!
Ausschluss eines Teams nur, wenn der Fahrer mit Wissen des Teams manipuliert hat. Und wer bitte schön soll nachweisen, dass ein Team Kenntnis vom Doping hatte, es vielleicht unterstützt oder sogar angeordnet hat? Das kann sich dann wieder Wochen oder Monate hinziehen, so dass wir vielleicht erst im nächsten Jahr wieder wissen wer gewonnen hat. Ich glaube der Veranstalter hatte wohl Bedenken, das in Paris nur 70 Fahrer ankommen...
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