Memphis (dpa) - Mit einer Rekordrunde hat Woody Austin seine Leidenszeit auf der US-PGA-Tour der Profi-Golfer beendet. Der 43-jährige Amerikaner benötigte in der Schlussrunde der Stanford St. Jude Championship in Memphis (US-Bundesstaat Tennessee) nur 62 Schläge.
Damit stellte Austin einen Rekord in der 50-jährigen Geschichte der Veranstaltung auf. Mit insgesamt 267 (72+66+67+62) Schlägen feierte er seinen ersten Erfolg seit dem 29. August 2004 (Buick Invitational).
«Ich hab bislang ziemlich miserabel in diesem Jahr gespielt. Im Hinterkopf hab' ich schon gedacht, dass es das bald war», sagte Austin, der bis zu seinem Sieg 2007 fünf Mal am Cut gescheitert und nicht einmal unter die Top 30 gekommen war. «Das Spiel hat sich so verändert, aber ich möchte noch nicht zu Ende träumen.»
62 Schläge bedeuteten acht unter Platzstandard. Eine bessere Runde gelang in diesem Jahr noch keinem Akteur auf der Tour. Damit schob sich Austin bei dem mit sechs Millionen US-Dollar dotierten Wettbewerb vor den Briten Brian Davis (272). «Nichts macht mehr Spaß als mit fünf Schlägen Vorsprung aufs letzte Grün zu gehen», sagte der strahlende Sieger, dessen Karriere immer wieder von Verletzungen unterbrochen war. Bisweilen verdiente sich der Autodidakt sein Geld als Banker und Barkeeper.
Der Erfolg in Memphis, eine Woche vor den US Open, war erst der dritte in seiner gesamten Laufbahn. «Ich bin 43 Jahre alt und man hat noch nie das Potenzial gesehen, dass ich habe», meinte er.
Nicht viel zeigen konnten die beiden deutschen Teilnehmer bei dem Turnier. Bernhard Langer aus Anhausen verpasste mit 149 Schlägen auf dem geteilten 117. Platz den Halbzeit-Cut. Alexander Cejka hatte schon zuvor für eine Peinlichkeit der besonderen Art gesorgt: Der Wahl-Münchner mit Sitz in den USA hatte seine Scorekarte falsch ausgefüllt und war dafür disqualifiziert worden.


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