Lausanne (dpa) - Im Schwimm-Weltverband FINA hat es 2006 zehn Dopingfälle gegeben. Das geht aus einer Aufstellung der Dachorganisation hervor. Die FINA sprach dabei drei Zweijahressperren aus.
Den international unbekannten Athleten - ein Italiener, ein Franzose und eine Brasilianerin - war der Leistungsmittelmissbrauch mit Kokain, Testosteron und Stanozolol nachgewiesen worden. Nach FINA-Angaben wurden 2006 insgesamt 1883 Dopingproben durchgeführt. Bei den Weltmeisterschaften im März/April in Melbourne waren alle Proben negativ.
Im Bereich des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) gab es nach FINA- Angaben 2006 durch den Weltverband 64 Trainings- und 49 Wettkampf- Kontrollen. Dabei sind insgesamt 78 Athleten überprüft worden. 2007 hat die FINA gegen die russische Schwimmerin Anastasia Iwanenko und den tunesischen Schwimmer Sabri Jari jeweils Zweijahressperren wegen Dopings ausgesprochen. Der russische Schwimmer Anatoli Poljakow ist wegen Dopingverdachts vorläufig gesperrt.
Der Fall des im November 2006 zurück getretenen australischen Schwimm-Olympiasiegers Ian Thorpe wegen einer umstrittenen Dopingprobe ist noch beim Internationalen Sportgerichtshof CAS anhängig. Thorpe hatte am 1. April während der Weltmeisterschaft in Melbourne eingeräumt, dass eine im Mai 2006 bei ihm entnommene Dopingprobe «außergewöhnlich hohe Werte» von Testosteron und eines Wachstumshormons aufweise.
Unter Dopingverdacht steht der tunesische Schwimm-Weltmeister Oussama Mellouli. Er soll im November 2006 in den USA Amphetamine genommen haben. Sein nationaler Verband soll den Athleten lediglich verwarnt haben.

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