Serie A - Capello: Verfahren wegen Falschaussage

Eurosport - Mi 07.Mai. 16:47:00 2008

Die Staatsanwaltschaft in Rom hat gegen den Trainer der englischen Nationalmannschaft, Fabio Capello, ein Ermittlungsverfahren wegen Falschaussage eingeleitet. Der italienische Coach soll im Prozess gegen die Verantwortlichen der Spielervermittlung GEA gelogen haben.

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Auch gegen den früheren Geschäftsführer von Juventus Turin, Antonio Giraudo, wurden Ermittlungen eröffnet, hieß es dazu.

Capello hatte bei seiner Zeugenaussage am 31. März in Rom behauptet, während seiner Zeit als Trainer von Juventus Turin nie mit Juventus-Manager Luciano Moggi gesprochen zu haben. "Mich hat nie interessiert, wie die Spieler verpflichtet wurden. Ich habe meine Meinung zu Ein- und Verkäufen von Spielern gesagt, dann war es Aufgabe des Sportdirektors", hatte Capello vor Gericht ausgesagt. Viele Fragen von Richter Luigi Fiascnonara hatte er bei der Vorladung nicht beantwortet, weil er sich nicht erinnern könne.

Luciano Moggi wird vorgeworfen, seine Machtposition beim Rekordmeister aus Turin ausgenutzt zu haben, um Spielertransfers zu manipulieren und Profi-Kicker unter Druck zu setzen. So soll Moggi Spieler gezwungen haben, Transfers nur über die Vermittlungsagentur GEA abzuwickeln, die seinem Sohn Alessandro gehörte. Zu den GEA-Teilhabern zählt auch der ebenfalls angeklagte Davide Lippi, der Sohn des ehemaligen italienischen Nationaltrainers Marcello Lippi.

dpa / Eurosport