Eurosport - Mi 07.Mai. 23:42:00 2008
Der VfL Wolfsburg darf nach einem 3:2-Erfolg bei Eintracht Frankfurt weiter auf einen Platz im internationalen Wettbewerb hoffen. Die Tore für den VfL erzielten Grafite (4.), Marcel Schäfer (28.) und Edin Dzeko (79.), für die Eintracht trafen Ioannis Amanatidis (22.) und Markus Weissenberger (61.).
Durch den Sieg zogen die "Wölfe" mit Bayer Leverkusen gleich und belegen jetzt mit drei Punkten Rückstand auf einen Uefa-Cup-Platz Rang sieben. VfL-Trainer Felix Magath zeigte sich nach Schlusspfiff sichtlich zufrieden: "Es war ein Sieg der Moral". Darüber hinaus korrigierte er in guter Laune die Saisonziele nach oben: "Jetzt wollen wir in den UEFA-Cup." Die Frankfurter Eintracht muss nach dieser Niederlage dagegen die letzten Hoffnungen auf die UI-Cup Qualifikation begraben und findet sich nach sechs sieglosen Partien im Niemandsland der Tabelle wieder. "Wenn man in sechs Spielen nur einen Punkt holt, kann man nicht sagen, dass man ohne Sorgen ist", gab Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen zu bedenken.
1.Halbzeit:
Beide Mannschaften zeigten vor 45.300 Zuschauern in der Commerzbank-Arena von Anfang an erfrischenden Offensivfußball. Wie schon vergangenes Wochenende gegen Stuttgart, fing sich die Eintracht mit dem Kopfballtreffer von Grafite (4.) ein frühes Gegentor ein. Aber im Gegensatz zur 1:4 Niederlage gegen den VfB, stämmten sich die Hessen sofort dagegen und wurden durch einen verwandelten Elfmeter von Ioannis Amanatidis (22.) belohnt. Vorausgegangen war ein klares Foulspiel von Jan Simunek am starken Fenin-Ersatz Evangelos Mantzios.
Doch die Freude über den Ausgleich währte nicht lange. Marcel Schäfer (28.) bestrafte das zu passive Abwehrverhalten der Frankfurter Hintermannschaft mit einem sehenswerten Treffer aus 18 Metern. Im Anschluss an die erneute Führung erspielten sich die Gästen aus Wolfsburg, angetrieben von Spielgestalter Marcelinho, ein deutliches Übergewicht, doch Edin Dzeko (45.) und Makoto Hasebe (45.) vergaben die Chance, den Vorsprung auszubauen.
2. Halbzeit:
Kurz nach der Pause hatten Mantzios per Kopf (48.) und Marcelinho auf der Gegenseite hochkarätige Möglichkeiten, beide Male verhinderte das Aluminium den Treffer. Der VfL übernahm wieder das Kommando und so fiel der Ausgleich durch Markus Weissenberger, nachdem Alexander Madlung vergeblich versucht hatte, auf Abseits zu spielen (61.), eher überraschend. Auch nach dem Gegentor blieben die Gäste spielbestimmend, ohne sich allerdings große Torgelegenheiten zu erarbeiten.
Der 3:2-Siegtreffer durch den aktiven Dzeko (79.) resultierte aus einer feinen Einzelleistung des eingewechselten Jacek Krzynowek, der zwei Frankfurter überlief und dann Dzeko mustergültig bediente. Den Hausherren fehlte nach dem erneuten Gegentreffer die Kraft und die Mittel, nochmal ins Spiel zurückzukommen. Lediglich eine verunglückte Flanke von Patrick Ochs (86.) sorgte nochmals für Gefahr, die der aufmerksame VfL-Schlussmann Diego Benaglio aber entschärfte.
Spieler des Spiels: Edin Dzeko
Konnte in einer gut aufgelegten Wolfsburger Offensive überzeugen. Der VfL-Stürmer war immer beweglich und als Vorbereiter und Torschütze maßgeblich am Erfolg der "Wölfe" beteiligt.
Martin Rösch / Eurosport