Eurosport - Mo 07.Apr. 18:11:00 2008
Der Italiener Luca Rossetti hat bei der Istanbul Rally seine Führung vom ersten Tag verteidigt und damit den Auftakt zur IRC gewonnen. Mit seinem dritten Sieg beim dritten Rallye-Start baute er seine perfekte Bilanz aus. Auf Platz zwei schob sich noch sein Peugeot-Teamkollege Nicolas Vouilloz.
Luca Rossetti im Peugeot 207 ging als Führender in den zweiten Tag der Istanbul Rally und behielt die Spitzenposition auch bis zur Zielflagge. Zum Schluss wurde es jedoch noch einmal richtig spannend. Denn zwei Kilometer vor dem Ende der zwölften von 15 Wertungsprüfungen erlitt der Italiener eine Reifenpanne und hatte plötzlich nur noch knapp eine halbe Minute Vorsprung vor seinem schärfsten Rivalen Nicolas Vouilloz.
Rossetti rettete sich auf diesem Teilstück ins Ziel und lag am Ende der Rally 22,9 Sekunden vor seinem französischen Teamkollegen Voullioz und war nach danach von seinem Triumph völlig überrascht. Vor dem Start habe ich nie daran gedacht, dass wir hier eine Chance haben würden. Wir haben einfach versucht, so gut es geht den spitzen Steinen auszuweichen. Das war der Schlüssel zu unserem Sieg, so Rossetti.
Sola im Pech
Der zweitplatzierte Vouilloz profitierte vom Pech des jungen Spaniers Dani Sola. Der Abarth-Pilot verlor am zweiten Tag in Folge eines Reifenschadens 50 Sekunden und fiel vom zweiten auf den sechsten Platz zurück.
Den dritten Rang und damit den letzten Platz auf dem Podium sicherte sich der Finne Anton Alen, der sich im Duell mit seinem Abarth-Teamkollegen Renato Travagila durchsetzte. Der Italiener kam bei der letzten Wertungsprüfung von der Strecke ab und verlor über eine Minute auf Alen, sicherte sich jedoch Platz vier knapp vor dem Tschechen Jan Kopecky im Peugeot 207.
In der Teamwertung der IRC nach der ersten Rally führt Peugeot mit 18 Punkten vor Abarth mit elf Zählern. Das nächste Rennen wird an der portugiesischen Algarve-Küste ausgetragen und findet am 9. und 10. Mai statt. Wie in Istanbul wird dann auch auf einer Schotterpiste gefahren.
Tobias Wiltschek / Eurosport