Eurosport - Fr 07.Mrz. 22:54:00 2008
Der Österreicher Gregor Schlierenzauer hat das Weltcup-Springen in Lillehammer vor Andreas Küttel (Schweiz) für sich entschieden. Janne Happonen (Finnland) sprang auf den dritten Rang. Den enttäuschenden deutschen Springern bot sich mit einem 14. Platz von Michael Uhrmann wenig Anlass zur Freude.
Uhrmann war nach seinem ersten Sprung auf 123,5 Meter noch zufrieden: "Der Sprung war nicht schlecht." Mit seinem zweiten Sprung auf 118,5 Meter verdarb er sich jedoch eine Top-Ten-Platzierung. Dem Berchtesgadener Michael Neumayer erging es nicht besser (122,5, 112 Meter): "Im ersten Durchgang hatte ich Glück, denn vor mir herrschten richtig schlechte Bedingungen. Im Finale hatte ich Pech", sagte der auf Rang 19 zurückgefallene Neumayer.
Die übrigen drei deutschen Springer waren gar nicht erst in den zweiten Durchgang vorgestoßen: Georg Späth scheiterte mit Rang 32 noch knapp. Der Junioren-Doppelweltmeister Andreas Wank (46) musste hingegen ordentlich Lehrgeld bezahlen: "Es hat trotzdem Spaß gemacht - ich war ja schließlich auch dabei, um etwas zu lernen", sagte der gelöst wirkende Newcomer. Einen bleibenden Eindruck konnte er freilich nicht hinterlassen.
Schmitt stürzt ab
Noch schlimmer kam es für Martin Schmitt, der nach den Trainingssprüngen mit dem zwischenzeitlichen 15. Platz unter den Qualifikanten noch bester Deutscher war. Im Wettkampf erwischte er dann ein echtes Luftloch. Mit mehr als einem Meter Rückenwind in der Sekunde stürzte Schmitt förmlich ab. Die erreichten 100,0 Meter bedeuteten den letzten Rang (50) nach dem ersten Durchgang. "Eigentlich war der Sprung ganz normal - leider hat mich nach dem Absprung ein echtes Luftloch erwischt. Da bin ich förmlich durchgefallen", sagte der 30-Jährige. "Man kann Martin keinen Vorwurf machen. Bei diesen Bedingungen muss man sich damit abfinden", rechtfertigte Bundestrainer Peter Rohwein die Leistung seines Schützlings.
Sieger Schlierenzauer sicherte sich mit Sprüngen von 132 und 129,5 Meter seinen achten Weltcupsieg. Der amtierende Skiflug-Weltmeister verwies den Schweizer Andreas Küttel auf Rang zwei. Janne Happonen landete mit 255,3 Punkten auf Rang drei. Damit führt der Finne (634,2 Punkte) vor dem Finale in Oslo die Gesamtwertung vor seinem Teamkollegen Janne Ahonen (632,5) an.
Uli Römer / Eurosport