Sanchez-Vicario verliert 60 Millionen
Di 07.Feb. 12:10:00 2012
Die ehemalige Nummer eins des Damen-Tennis Arantxa Sanchez-Vicario wirft ihren Eltern vor, sie bestohlen zu haben. Die beiden sollen sich mit dem Vermögen der Spanierin aus dem Staub gemacht haben. Es geht um einen Betrag von 60 Millionen US-Dollar.
Die vierfache Grand-Slam-Siegerin Sanchez-Vicario sammelte in ihrer Karriere insgesamt 98 Titel im Einzel und Doppel.
Die 40-Jährige behauptet in ihrer gerade erschienenen Biographie "Arantxa, Vamos!", ihre Eltern Emilio und Marisa hätten fast jeden Aspekt ihres Lebens kontrolliert, einschließlich der Finanzen.
In dem Buch legt die derzeitige Fed-Cup-Kapitänin ebenfalls offen, dass sie Gegenstand von Ermittlungen der spanischen Finanzbehörden ist.
Sie beschreibt das Verhältnis zu ihrer Familie heute als enorm unterkühlt. Mit ihren Brüdern Emilio und Javier - beide sind ehemalige Tennis-Profis - spricht sie nicht mehr.
Kein Kontakt zur Familie
"Meine Eltern haben mir viel Leid zugefügt, wird die dreifache Siegerin der French Open im Magazin "La Otra Conica" zitiert. "Meine Eltern ließen mich mit nichts zurück. Jetzt stehe ich bei den Behörden in der Schuld. Doch ich werde nicht schweigen."
Im Laufe ihrer großen Karriere häufte Sanchez-Vicario Preisgeld in Höhe von 16,9 Millionen US-Dollar (etwa 12,9 Millionen Euro) an. Durch zusätzliche Einnahmen wie Werbung stieg ihr Vermögen auf geschätzte 60 Millionen Dollar (etwa 45,7 Mio. Euro) an.
"Heute stehe ich ohne Mittel da", sagt Sanchez-Vicario. Ihre Anwälte verhandeln außerdem mit der spanischen Regierung über angeblich unbeglichene Steuerforderungen von 1989 bis1993, als sie im Steuerparadies Andorra lebte.
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