Bundesliga - Karlsruhe gibt "Rote Laterne" ab

Eurosport - Sa 06.Dez. 21:05:00 2008

Der Karlsruher SC besiegt Werder Bremen mit 1:0 (0:0). Stefan Buck war der Siegtorschütze auf Seiten der Badener (82.). Der KSC erarbeitete sich den Sieg. Claudio Pizarro vergab einige gute Möglichkeiten und sah zu allem Überfluss die Rote Karte in der letzten Minute.

FOOTBALL 2008-2009 Bundesliga Bremen Karlsruhe-Bremen Mertesacker - 0

"Wir sind zu spät aufgewacht, haben zu lethargisch gespielt und unsere Chancen nicht genutzt. Das war zu wenig", resümierte Werder-Kapitän Frank Baumann das Spiel. Der Siegtorschütze Stefan Buck hingegen war erleichtert. "Wir waren gut in den Zweikämpfen und hellwach. Das ist ein schöner Tag, ich freue mich sehr für die Mannschaft", meinte der Defensivmann nach dem Spiel. "Kaputt, aber glücklich", beschrieb Ersatzkapitän Christian Eichner seinen Zustand.

Mit diesem Sieg verlässt der Karlsruher SC die Abstiegsränge und klettert auf Rang 15, da Cottbus, Bochum und auch Gladbach nicht punkten konnten. Bremen steht mit 23 Punkten auf Rang neun der Tabelle, weit entfernt von den gesteckten Zielen.

1. Halbzeit:

Das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Nach abgestoppten 18 Sekunden hatte Claudio Pizarro bereits die Führung auf dem Fuß. Nach schönem Pass tauchte der Stürmer alleine vor KSC-Keeper Markus Miller auf und setzte die Kugel an den Pfosten. Alles sah danach aus, als wollten die Bremer den KSC überrollen. Diese rappelten sich jedoch auf und kamen immer besser ins Spiel. In der 12. Minute hatte Sebastian Freis die Chance zur Führung. Nach schönem Pass von Stefan Buck stand er alleine vor Bremen-Keeper Tim Wiese, jedoch versagten dem besten Karlsruher Stürmer die Nerven und sein Heber ging über das Tor. Kurz danach fasste sich KSC-Kapitän Christian Eichner ein Herz und zog aus gut 25 Metern ab, sein Hammer verfehlte nur knapp das Ziel(16.). Es entwickelte sich ein spannendes Spiel mit guten Chancen auf beiden Seiten. Nach einem Freistoß vom heute glücklosen Diego ließ Miller den Ball fallen, Stefan Buck konnte gerade noch klären. Auf der Gegenseite hatte KSC-Stürmer Edmond Kapplani beinahe die Führung erzielt, sein Distanzschuss verfehlte das Tor jedoch knapp. Beim Stand von 0:0 schickte der etwas kleinlich pfeifende Schiedsrichter Guido Winkmann die Mannschaften in die Kabine.

2.Halbzeit:

Die Badener kamen mit viel Schwung aus der Pause und übernahmen sofort das Kommando. Schon in der 46. Minute war es wiederum Kapplani, der freistehend vor Werder-Torwart Tim Wiese den Ball verstolperte. Die Karlsruher entwickelten einen enormen Druck. Christian Eichner kam nach einem Freistoß von Antonio da Silva frei zum Kopfball, dieser landete jedoch neben dem Tor. Die Karlsruher Chancenverwertung ist einer der Gründe, warum die Badener auf einem Abstiegsplatz stehen. Bereits eine Minute nach Eichners Kopfball kam Freis völlig unbedrängt zum Schuss. Aus acht Metern Torentfernung schoss er über das Gehäuse von Wiese. Danach fing sich Bremen etwas und kam durch Claudio Pizarro und den eingewechselten Mesut Özil zu guten Tormöglichkeiten. Pizarros Schuss donnerte erneut gegen den Pfosten (64.). Özils Spannschlag aus 16 Metern flog über den Kasten des starken Miller. In der 81. Minute hatte Markus Rosenberg die größte Chance als er alleine auf Miller zulief. Jedoch versagten dem Stürmer die Nerven - Miller konnte den Schuss mit einer riskanten Grätsche entschärfen. Im Gegenzug fiel dann das für nicht mehr möglich gehaltene Tor: Nach einer Da-Silva-Ecke landete der Ball bei Timo Staffeldt. Dieser zog ab, sein etwas verunglückter Schuss sauste durch den Strafraum, wo Stefan Buck richtig stand und mit einer guten Reaktion den Ball unhaltbar für Wiese ins Tor schob. Der Wildpark bebte nach dieser Führung. Werder erhöhte den Druck und warf alles nach vorne. In der 89. Minute tankte sich Pizarro durch den Badener-Strafraum. Nach einem leichten Trikothalten von Martin Stoll ließ er sich fallen und forderte Elfmeter. Wütend darüber, dass er diesen nicht bekam, legte er sich mit dem Verteidiger an und schlug ihm ins Gesicht. Schiedsrichter Winkmann zögerte in seinem erst vierten Bundesligaspiel nicht und schickte den Peruaner vom Platz. Dies war zugleich die letzte Aktion der Partie. Die Karlsruher gewinnen mit etwas Glück, aber keinesfalls unverdient.

Karlsruhe muss nun im letzten Spiel zur "alten Dame" nach Berlin. Für die Moral der Truppe wäre es wichtig, nicht auf einem Abstiegsplatz zu überwintern. Werder Bremen hat den VfL Wolfsburg zu Gast und muss punkten, um den Anschluss an die Uefa-Cup Ränge zu halten.

Spieler des Spiels: Godfried Aduobe

Der Defensivmann auf Seiten der Badener gewann heute nahezu jeden Zweikampf und steuerte das Spiel mit klugen Pässen in die Offensive. Er war immer präsent, hatte viele Ballkontakte und war eine tragende Säule des Karlsruher Spiels.

Johannes Eisele / Eurosport

Kommentare 1 - 6 of 6

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  1. Ich finde Bremen hätte gewinnen müssen, Pizzaro hat ja­ alleine 5 mal an die Latte geschossen und den Elwer­ hätten sie auch kriegen müssen !!!!

    Von werderfan4ever, am Di 9.Dez. 12:17
  2. DIESMAL HAT DER TÜCHTIGERE GEWONNEN!

    Von Michael B, am So 7.Dez. 0:00
  3. Ich bin zwar Bremen-Fan!
    Aber Karlsruhe war energischer­ und hat nie aufgegeben,
    und somit verdient gewonnen.

    Von nahli80, am Sa 6.Dez. 21:07
  4. supergut!!!

    Von Loewenherz, am Sa 6.Dez. 19:54
  5. für immer KSC

    Von mourad l, am Sa 6.Dez. 18:14
  6. Dem KSC 3 Punkte schenken, Bremen so wird das nichts­ mehr. Schade - nach dem recht guten Start.

    Von Ute B, am Sa 6.Dez. 17:55
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