Eurosport - Fr 06.Nov. 11:21:00 2009
Riesenerleichterung in der Hauptstadt. Das Duell in der Europa League gegen Heerenveen war ein Wechselbad der Emotionen. Rückstand, Ausgleich, Rückstand, Ausgleich, Sieg. Und das entscheidende Tor steuerte dann auch noch ein Spieler bei, der zuletzt das Tor partout nicht treffen wollte.
Ausgerechnet Sorgenkind Artur Wichniarek hat den Knoten zerschlagen und Hertha BSC nach zwölf Pflichtspielen ohne Sieg das lang ersehnte Erfolgserlebnis beschert. Der bisherige Null-Tore-Stürmer erzielte beim niederländischen Ehrendivisionär SC Heerenveen in der ersten Minute der Nachspielzeit das bei den Berlinern umjubelte 3:2 (1:2).
Es war der erste Sieg des Bundesliga-Schlusslichts seit zehn Wochen. "Die Mannschaft hat immer an sich geglaubt, ist hohes Risiko gegangen und wurde am Ende belohnt", erklärte ein erleichterter Friedhelm Funkel, der nach einem Monat auch seinen ersten Erfolg als Berliner Coach feiern durfte.
Zuversicht vor dem Keller-Duell
Sein Team stellte sich in der vierten Runde der Europa League vor allem in der Offensive stark verbessert vor. Neben Wichniarek wurde Doppeltorschützen Walerij Domowtschijski zum Matchwinner. Mit nun vier Punkten hat Hertha nach vier Runden alle Chancen auf den Einzug in die K.o.-Runde. Und für das so wichtigen Bundesliga-Kellerduell gegen den 1. FC Köln am Sonntag kann Hertha viel neue Zuversicht schöpfen. "Das nehmen wir mit", erklärte ein erleichterter Sportdirektor Michael Preetz nach dem couragierten Hertha-Auftritt.
Der ehemaliger Leverkusener und Cottbuser Michal Papadopulos hatte mit zwei Toren vor der Pause (4. und 36.) zunächst das katastrophale Abwehrverhalten der Berliner bestraft. Der erste Doppelpack des jungen Bulgaren Domowtschijski, jeweils vorbereitet von Wichniarek (21., 52.), sorgte für Hoffnung. Und nach Zuspiel von Domowtschijski machte Wichniarek vor rund 20.000 Zuschauern den verdienten Berliner "Dreier" perfekt (90.+1). "Wir haben nicht nur gekämpft, sondern uns auch Torchancen erarbeitet", betonte Cheftrainer Funkel.
Ernüchternder Beginn
Das Spiel im Abe-Lenstra-Stadion von Heerenveen begann für Hertha so katastrophal, wie die letzten Auftritten geendet hatten. Schon bei der ersten Standard-Aktion der Gastgeber, einem Eckball des Argentiniers Hernan Losado, fiel die komplette Berliner Defensive in den Tiefschlaf. Der Tscheche Papadopulos traf vor Maximilian Nicu zur frühen Heerenveen-Führung.
Besonders Marc Stein wurde auf der rechten Seite von Oussama Assaidi lange Zeit schwindlig gespielt. Eine Eingabe des jungen Niederländers verwertete Papadopulos per Kopf. "Die Mannschaft hat sich durch die Gegentore aber nicht aus dem Konzept bringen lassen und ist belohnt worden", bilanzierte Funkel.
Hertha hat sich selbst belohnt
Hertha kam nach dem Schock des frühen Gegentores auch ohne fünf wegen Verletzung oder Sperre fehlender Spieler immer besser in die Partie. Und als der bisher so sehr enttäuschende Wichniarek dem stolpernden Heerenveen-Verteidiger Michel Breuer den Ball abknöpfte, schob Domowtschijski den Ball zum zwischenzeitlichen 1:1 ins Tor der Gastgeber. Bei teilweise strömendem Regen hatten Wichniarek (24.) und Nicu (27.) schon in dieser Phase die Führung auf dem Fuß. "Wir sind für die Arbeit belohnt worden", sagte Funkel.
Als ein Schussversuch von Wichniarek abgelenkt wurde, stand der 23-jährige Domowtschijski erneut goldrichtig. Pech für den agilen Bulgaren, der sich über gute Leistungen in Herthas Regionalliga-Team einen Startplatz im Europacup erkämpft hatte, als ein weiterer Ball von ihm nur den Pfosten des Gastgeber-Tors streifte (60.). Doch in der Nachspielzeit ließ Wichniarek alle Herthaner jubeln.
In Berlin platzen also gleich mehrere Knoten. Bis allerdings auch wieder die Korken knallen können, ist es noch ein weiter Weg.
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Kommentare 1 - 4 of 4
"Neben Wichniarek wurde Doppeltorschützen Walerij Domowtschijski zum Matchwinner. "
"Der ehemaliger Leverkusener und Cottbuser Michal Papadopulos... "
"...wie die letzten Auftritten geendet hatten. "
Wer die Fehler findet, gewinnt einen Journalistenjob bei Yahoo-Eurosport!
Spaß bei Seite: Der Satzbau und die Rechtschreibung ist katastrophal! Setzen 6. Auch wenn es nur Online-Berichterstattung ist, ein bisschen mehr Mühe kann man sich schon geben.
Ich hoffe beim nächsten Mal ist es besser.
2 Kommentare - zum Aussuchen :
a) Na bitte, es geht doch.
b) Ein blindes Huhn findet auch mal `n Korn.
Ich bin auch kein Herta Fan aber den Sieg gönne ich ihnen auch.Und den Klassenerhalt sowieso.
Eine europäische Liga ohne Hauptstadt Klub ist einfach undenkbar.
Funkel wird das schon machen,trotzdem war Favre der wesentlich besser Mann.
bin zwar nicht der begeisternste Hertha anhänger und habe auch den ein oder anderen abfälligen kommentar mit nem positiven daumen bewertet, allerdings macht mir dieser artikel gänsehaut und ich wünsche der hertha alles gut. nichts desto trotz, sollten nächstes jahr bitte vereine international spielen, die auch dafür den kader haben.
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