Garmisch-Partenkirchen (dpa) - Gegen die Münchner Bewerbung für die milliarden-teuren Olympischen Winterspiele 2018 regt sich Widerstand in Garmisch-Partenkirchen.
Die örtliche CSU wird bei der Sitzung des Gemeinderates am 11. November ein Ratsbegehren mit dem Ziel eines Bürgerentscheides beantragen. «Wir müssen die Bürger ins Boot holen», sagte die Sprecherin der CSU-Gemeinderatsfraktion, Elisabeth Koch. Zuvor hatten die «Süddeutsche Zeitung» und der «Münchner Merkur» über Bürgerproteste gegen die Olympia-Bewerbung berichtet.
In Garmisch-Partenkirchen würden Wettbewerbe wie Ski alpin oder Skispringen ausgetragen, sollte München den Zuschlag für die prestigeträchtigen Spiele bekommen. In der Stadt der Olympischen Spiele 1972 wären die Disziplinen auf dem Eis, am Königssee im Berchtesgadener Land die Rodel-, Bob- und Skeleton-Wettbewerbe. Neben München bewerben sich das französische Annecy und erneut das südkoreanische Pyeongchang um die Winterspiele 2018. Die Entscheidung fällt im Sommer 2011.
Die CSU in Garmisch fühlt sich von Bürgermeister Thomas Schmid nicht vollständig informiert, was die Folgen der Olympia-Bewerbung betrifft. «Wir müssen wissen, was auf uns zukommt», erläuterte Koch. Für die lückenhaften Informationen sei nicht die Olympia- Bewerbungsgesellschaft verantwortlich, sondern der einheimische Bürgermeister. Die Folgen der Winterspiele sind nach Überzeugung Kochs für die Garmischer Bevölkerung noch Jahrzehnte später spürbar. Vor allem die Finanzierung müsse offengelegt werden. Bislang ist völlig offen, welcher Anteil der geschätzten drei Milliarden Euro Gesamtkosten die Marktgemeinde trifft.



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