Berlin (dpa) - Claudia Pechstein hat empört auf die Angriffe ihres ehemaligen norwegischen Trainingspartner Havard Bökko reagiert.
«Ich weiß nicht, ob sich Bökko mit derart leichtfertigen Äußerungen einen Gefallen tut. Offensichtlich ist ihm nicht klar, dass auch er jederzeit Opfer eines unberechtigten Dopingverdachts werden könnte. Sei es wegen Blutwerten oder herausragender Leistungen», sagte Pechstein.
Bökko hatte die wegen auffälliger Blutwerte gesperrte Pechstein scharf angegriffen. «Ihre Leistungsschwankungen waren schon sehr auffällig. Beim Weltcup in Moskau haben wir noch gescherzt, was sie wohl beim Frühstück gegessen hat, um so schnell zu sein», sagte der Vize-Weltmeister im Mehrkampf, der bis zum Februar 2009 über zwei Jahr lang gemeinsam mit der Berlinerin bei Coach Peter Mueller trainiert hatte, der niederländischen Tageszeitung «Telegraaf». «Ich hoffe, dass sie gesperrt wird. Es wäre unglaublich, wenn sie wieder laufen darf», sagte Bökko ganz unverblümt. In Moskau hatte Claudia Pechstein Ende November 2008 nach langer Durststrecke sowohl die 1500 als auch die 5000 Meter in Topzeiten gewonnen.
Pechstein führte weiter aus: «Er ist noch jung und grün hinter den Ohren. Wenn er mit Mitte 30 immer noch laufen und Weltklasseleistungen zeigen sollte, wird er sicherlich anders denken und reden. Ich bin mir sicher, wenn er darüber mal nachdenkt, wird er sich bei mir entschuldigen.» Offensichtlich scheine Bökko über den Verlauf des Verfahrens nicht informiert zu sein. «Dass er nicht so genau weiß, wovon er redet, zeigt auch die Tatsache, dass mir bereits ein konkretes Angebot aus Norwegen für die olympische Trainingssaison vorlag, ehe meine Sperre bekannt wurde», meinte Pechstein.



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