New York (dpa) - Andre Agassi hat mit bewegenden Worten seine Doping-Beichte erklärt und um Verständnis geworben.
Der einstige Weltklasse-Tennisspieler, der in seiner Autobiografie die Einnahme der stimulierenden Droge Chrystal Meth im Jahr 1997 zugegeben hatte, sagte in der Aufzeichnung eines CBS-Interviews: «Ich hatte ein Problem und es gibt sicherlich viele andere Athleten, die positiv getestet wurden und auch ein Problem haben. Ich wollte auch für sie um Mitgefühl werben.»
Das Drogen-Geständnis des Ehemannes von Steffi Graf hatte in der Tennis-Szene für Unverständnis und zornige Kommentare gesorgt. Nach Roger Federer, Rafael Nadal und Boris Becker zeigte sich nun auch Martina Navratilova geschockt. Vor allem kritisierte sie, dass sich Agassi damals durch eine gezielte Lüge der Bestrafung durch die ATP entzogen hatte.
«Das ist etwas, was man natürlich nicht hören möchte», sagte der 39-jährige Agassi. Er sei sich sehr wohl bewusst, dass er durch das Geständnis weit mehr zu verlieren als zu gewinnen habe. Aber er denke mehr daran, dass es ihm helfe werde, endlich über seine Fehler geredet zu haben. «Es war zu einer Zeit in meinem Leben, als ich Hilfe gebraucht hätte», sagte Agassi.


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Kommentare 1 - 1 of 1
Verstehe die Aufregung nicht so ganz. Hier zeigt jemand (Agassi), wie man sich aus einer schwierigen Lebenslage rausziehen kann und was passiert: Man trampelt auf ihm herum. Agassi ist und bleibt einer der besten und hochzuschätzendsten Tennisspieler bzw. Sportler aller Zeiten. Seinen Vorbildcharackter hat er in meinen Augen nicht verloren, sondern eher noch unterstrichen. Ihr wisst doch: "Wer frei ist von Schuld ...".
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