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Wie viel Force India steckt im Lotus?

Fr 06.Nov. 10:44:00 2009

In manchen Medien wird bereits wieder ein neuer Spionageskandal heraufbeschworen. Als Lotus Bilder vom ersten Windkanalmodell des Boliden für die Debütsaison 2010 veröffentlichte, staunten angeblich viele Mitarbeiter von Force India, denn sie erkannten dort offenbar ihren VJM02. Die Ähnlichkeit ist nicht von der Hand zu weisen, könnte aber auch rein personelle Gründe haben. Mike Gascoyne baut das Chassis für Lotus und war bis Ende vergangenen Jahres bei Force India für das Design verantwortlich.

"Unser Windkanal-Modell ist von Fondtech entworfen worden", liefert Gascoyne einen Erklärungsversuch auf 'Autosport'. Im italienischen Windkanal hatte zuvor auch Force India Versuche mit dem aktuellen Boliden durchgeführt. "Als Basis dient ein 2010er-Modell mit großem Tank, Cosworth-Motor, Xtrac-Getriebe, unseren Aufhängungen und anderen Teilen. Einige Jungs bei Fondmetal haben ein paar einfache Aerodynamikteile angebaut. Einige von den Leuten haben an anderen Projekten gearbeitet."

Gascoyne gibt damit indirekt zu, dass sich am angeblichen Lotus-Modell plötzlich Bauteile von Force india befunden haben könnten. Vor allem anhand einer grünen Markierung auf den Reifen hatten die Inder ihre Handschrift wiedererkannt. "Man darf natürlich nichts kopieren, aber man darf Erkenntnisse nutzen", spielt Gascoyne die Ähnlichkeiten herunter. "Genau das ist hier passiert."

Es gibt auch eine andere Variante der Geschichte. Angeblich hatte Force India nach den Tests vor dem Beginn der Saison nicht nur einzelne Bauteile, sondern gleich ein ganzes Windkanal-Modell bei Fondtech hinterlassen. Auch die Reifen und Felgen, die für die Versuche genutzt wurden, sollen angeblich nicht abgeholt worden sein. Für Force-India-Boss Vijay Mallya steht nahezu fest, dass man den VJM02 komplett übernommen hat. Er will rechtliche Schritte gegen Gascoyne und Lotus einleiten.

(Motorsport-Total.com)

 

Kommentare 1 - 5 of 5

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  1. früher war die Augsburger puppenkiste die für lustige­ Unterhaltung sorgte , heute ist dafür die Formel 1­ zuständig. nachdem es auf der rennstrecke immer­ langweiliger wird, kommt das Spektakel nun aus der­ boxengasse

    Von romian89, am Fr 13.Nov. 12:12
  2. @SilvieStern: genialer Kommentar

    Von martenkrest, am Sa 7.Nov. 1:25
  3. in anderen zweigen dieses berufes, gibt es­ normalerweise 1 jahr berufsverbot. dieses verhindert­ dem ehem. arbeitgeber ideen oder kunden weg zu nehmen!

    Von bassbomb30, am Fr 6.Nov. 14:20
  4. Gascoyne gehört auch zu der "alten Garde" und­ ist bereits früher kreativ aufgefallen

    Von michael sail, am Fr 6.Nov. 13:26
  5. Und weiter geht die Geschichte der F1-Skandale. Nur was­ soll ein Designer machen, der zu einem anderen­ Hersteller wechselt? Es geht ja nun nicht um­ Straßenautos die ihren Charackter im Aussehen haben­ sondern um Fahrzeuge die unter bestimmten Richtlinien­ produziert werden müssen und dazu dienen wie ein Pfeil­ im Wind zu liegen.
    Auf der einen Seite ist es schön­ blöd von Force India das Auto im Windkanal stehen zu­ lassen, wo auch andere Teams testen. Auf der anderen­ Seite ist es nicht sehr vertraunswürdig von den­ Betreibern des Windkanals Kundenprodukte fremden Firmen­ zugänglich zu machen.
    Naja, so hat die FIA wenigstens­ immer wieder was zu tun und Jean Todt kann gleich mal­ zeigen wie er das händelt.

    Von SilvieStern, am Fr 6.Nov. 12:00
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