München (dpa) - Mainz ist nach einem 5:0-Sieg alleiniger Spitzenreiter der 2. Bundesliga. Der FC Kaiserslautern musste eine herbe Pleite einstecken, ein neuer Rückschlag für Nürnberg, und Wehen Wiesbaden bleibt weiter sieglos am Tabellenende.
In einem einseitigen Derby besiegten die Rheinhessen zum Abschluss des siebten Spieltages die Hessen klar und deutlich mit 5:0 (2:0). Vor 20 000 Zuschauern ließ die Mannschaft von Trainer Jörn Andersen dem harmlosen und nur auf Defensive bedachten SV Wehen Wiesbaden nicht den Hauch einer Chance. In der fairen Partie sorgten Chandli Amri (20.), Nikolce Noveski (26.), Felix Borja (58.), Peter van der Heyden (73.) und Srdjan Baljak (78.) für den hochverdienten Erfolg, mit dem die Mainzer weiter als einziges Team der 2. Liga unbesiegt bleiben.
Ausgerechnet Nachbar TuS Koblenz hat den Höhenflug der Pfälzer gestoppt und den Tabellenführer der 2. Bundesliga gestürzt. Beim deftigen 0:5 (0:2) im Derby gab es für die Gäste nicht nur die erste Saisonniederlage, sondern mit seiner bisher höchsten Zweitliga-Pleite musste Lautern auch die Tabellenspitze abtreten. «Es gibt so Tage», nahm Lauterns Trainer Milan Sasic die Klatsche gelassen. Lachender Dritter im Kampf um den Liga-Vorsitz ist durch den 5:0-Sieg gegen SV Wehen Wiesbaden Aufstiegsanwärter FSV Mainz 05. Tief im Tabellenkeller steckt Bundesliga-Absteiger 1. FC Nürnberg, der bei Rot Weiss Ahlen nur 1:1 (1:1) spielte.
Ausgerechnet an seiner alten Wirkungsstätte musste Sasic nach fünf Siegen in Serie eine Klatsche hinnehmen, doch auch nach dem Dreierpack von Matthew Taylor (11. Minute/19./87.) und den Toren von Matej Mavric per Foulelfmeter (51.) und Emmanuel Krontiris (59.) ruhte der Coach regelrecht in sich. «Ich stehe noch mehr hinter meiner Mannschaft. Das war ein Tag, an dem bei uns einfach nichts zusammengelaufen ist.» Zu allem Überfluss sah Anel Dzaka (34.) wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.
Hansa Rostock unterlag 2:4 (1:1) bei Neuling FC Ingolstadt. Djordjije Cetkovic (9.) und Benjamin Lense (85.) trafen für Hansa, Marco Neunaber (26.), Stefan Leitl (48.) und Vratislav Lokvenc (59./86.) für den Neuling. Rostocks Gledson sah die Gelb-Rote Karte (46.). Die SpVgg Greuther Fürth bezwang den VfL Osnabrück mit 4:2 (3:0). Torjäger Sami Allagui brachte die Franken in Front (26./28.), Ivo Ilicevic (37.) legte nach. Nach dem Wechsel verkürzten Matthias Heidrich (50.) und Thomas Reichenberger (58.), doch Thorsten Burkhardt (84.) machte alles klar.
Nach sechs Spielen in Serie ohne Dreier hat Nürnberg die Spitze aus den Augen verloren. Beim 1:1 in Ahlen sorgte Peter Perchtold (26.) für Hoffnung, doch Marco Reus (33.) erzielte den Ausgleich. Seine Heimstärke unterstrich der FC St. Pauli beim 3:2 (2:1) gegen Alemannia Aachen. Alexander Ludwig (2.) und Marius Ebbers (45./46.) trafen für die Hausherren, für Aachen waren Benjamin Auer (33.) und Markus Daun (60.) per Foulelfmeter erfolgreich. Aachens Lukasz Szukala sah Rot (90.) wegen groben Foulspiels.
Freiburg bezwang den MSV Duisburg souverän mit 2:0 und konnte bis zum Montagsspiel an der Tabellenspitze verweilen. «Das war ein sehr wichtiger Sieg», freute sich SC-Coach Robin Dutt. «Es ist immer besser, die Tabelle von oben nach unten anzuschauen.» MSV-Trainer Rudi Bommer war ernüchtert. «Auswärts sind wir im Moment nicht so stabil», befand der Coach.
Nach der fünften Saisonpleite in Serie steht Holger Fach beim FC Augsburg mit dem Rücken zur Wand, doch die Führung hält zu ihrem glücklosen Trainer. «Wir verlieren gemeinsam und gewinnen gemeinsam», sprach Manager Andreas Rettig dem Coach nach dem 1:2 bei Rot-Weiß Oberhausen das Vertrauen aus. Rechtzeitig zum Ausklang der Wiesn gab es für 1860 München den ersten Auswärtssieg. «Dieser Erfolg sollte uns genügend Selbstvertrauen für die nächsten Spiel geben», sagte Trainer Marco Kurz nach dem 3:0 beim FSV Frankfurt.




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