Dortmund (dpa) - Jürgen Klopp zeigte es noch Stunden später an. Mindestens einen halben Meter waren die Hände des Fußball-Lehrers voneinander entfernt.
«So weit drin war der Ball» - anschaulicher als der Trainer von Borussia Dortmund konnte niemand die krasse Fehlentscheidung von Schiedsrichter Wolfgang Stark darstellen. Ein Großteil der 66 900 Zuschauer im Dortmunder WM-Stadion war Augenzeuge dessen, was Stark und seine Helfer partout nicht einsehen wollten: Einen Kopfball des Dortmunders Robert Kovac wehrte Nationalkeeper Robert Enke erst klar hinter der Torlinie ab.
Es war die 17. Minute des Bundesligaspiels zwischen Dortmund und Hannover 96. Der BVB führte durch Nelson Valdez (10.) mit 1:0, die Kovac-Aktion nach einer Ecke von Tamas Hajnal hätte die Überlegenheit der Gastgeber auch in Zahlen korrekt dargestellt. «Wir haben eine überragende Anfangsphase gespielt und ein super Tor geschossen - auch ein schönes zweites», kommentierte Klopp den optischen Aussetzer der Unparteiischen mit süffisantem Unterton. Seinem Assistenten sei die Sicht versperrt gewesen, nahm Stark den Kollegen in Schutz. «Wir haben einen hohen Leistungsanspruch. Deswegen ist es umso bitterer», versuchte sich der 38-jährige Stark an einer Entschuldigung.
Der Frust bei den BVB-Profis war drei Tage nach dem unglücklichen Aus im UEFA-Cup bei Udinese Calcio «riesig», wie Valdez einräumte: «Wir machen das erste Tor, machen das zweite - und dann gibt es der Schiedsrichter nicht. Unglaublich», erregte sich der Angreifer aus Paraguay. Mit dem 2:0 wäre nach Überzeugung von Valdez eine Vorentscheidung gefallen. Der vermeintliche Torschütze pflichtete bei: «Dann wäre das Spiel anders verlaufen», meinte Kovac, der es zudem als «ärgerlich» empfand, dass ihm als Innenverteidiger das seltene Glücksgefühl nicht vergönnt war. «Ich schieße nicht so oft Tore. Das wäre natürlich ein gutes Ereignis gewesen.»
Doch das alles spielte sich im Konjunktiv ab. Die Fakten waren am Ende klar. Nach dem nicht gegebenen 2:0, das bei den BVB-Profis laut Klopp «ein brüllendes Ungerechtigkeitsgefühl» hervorrief, verloren die Gastgeber ihre Linie und mussten durch Mikael Forssell (25.) den Ausgleich hinnehmen. «Wir haben am Ende sogar versucht, auf Sieg zu spielen», sagte Trainer Dieter Hecking zum ersten Auswärts-Treffer und -Punkt der neuen Spielzeit. Drei Punkte indes, das sah auch Hecking so, wären «vermessen» gewesen.


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Kommentare 1 - 6 of 6
@ mbey53
bin genau so wie du für die Torkamera den manich mal entscheidet ein tor über millionen oder über auf-oder abstieg und das sollte dan nicht durch eine wohlmögliche fehlentscheidung geschehen.
Und nichts gegen Robert Enke ist ein super Torwart u.s.w aber das er im Nachhinein gasagt hat das er das in diesem moment nicht gemerkt oder gesehn hat das der Ball im Tor war glaub ich ihm nicht der lag mit 3/4 sines körpers im Tor das muss er sehn, is mir schon klar das er nicht zum Schiri geht un es zugibt aber aber im Interview hätte er schon dazu stehen können aber egal ich bin davon überzeugt das dortmund eine großartige Saison spielen wird.
bin übrigens auch BVB fan und hätte natürlich uns "zecken" lieber vor den "kötten" gesehen.kann ja noch werden (-:
ist doch alles spökenkrams,wann gibts endlich am spielfeldrand die vidioauflösung für extremfälle,ich kann das ausredegeschwafel der schiedsrichterlobby(gleicht sich am ende der saison sowieso wieder aus,die lage war unübersichtlich,usw)...blablabla nicht mehr hören,mit heutiger technik sind solche situationen wie jetzt gegen hannover oder auch schalke ne sache von 30 sekunden und keiner regt sich noch 30 minuten auf,egal wer hinterher gewinnt oder verliert,das dann aber auf jedenfall fair und ohne krasse fehlentscheidungen.
@schusterdane
Ich bin zwar auch BVB-Fan, aber ich sehe nicht alles nur durch ne schwarz-gelbe Brille....
Natürlich wurde der BVB durch die Fehlentscheidung benachteiligt, aber
1. erstmal selber als Schiri es besser machen.... und
2. wenn Sie weiter so gespielt hätten wie in Udine, wäre es nie zum Ausgleich gekommen.
Es ist immer leicht einen Shculdigen zu finden und auf dem rumzuhacken, ich finde es gut, daß der Schiri seinen Fehler eingesteht und sich entschuldigt hat, das ist wahre Größe.
Hannover hat am Ende garantiert nicht auf Sieg gespielt, lieber Herr Hecking! Die standen mit 11 Mann im eigenen Strafraum und haben auf Konter gewartet, so wie man es macht, wenn man mit einem GLÜCKLICHEN Punkt zufrieden ist...
Meine Güte, auch wenn ich Geld ins Phrasenschwein werfen müsste: Es gleicht sich alles aus! Was war denn gegen Schalke? War das ein Elfer? Was war am Donnerstag, da hätte es zweimal Elfer für Udine geben können! Fakt ist, dass wir gestern zu harmlos gespielt haben! Mit der Leistung vom Donnerstag hätten wir Hannover trotz Enke zum Mond gekickt!
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