Shanghai Masters - Doherty behält die Nerven
Eurosport - Mo 06.Sep. 17:56:00 2010
Wie erwartet, machten am ersten Tag des Shanghai Masters einige der Wildcard-Spieler ihren Profigegnern das Leben ganz schön schwer. Das Top-Match des Auftakttages bestritten Jamie Burnett und Tian Pengfei, bei dem sich mit dem Schotten schließlich der Profi durchsetzte.
Das Ergebnis von 5:2 war dabei etwas zu hoch ausgefallen. Im ersten Frame hatte Tian ein 57er-Break noch nicht zum Framegewinn ausgereicht, aber danach übernahm er mit einer "total clearance" von 130 Punkten und einer Serie von 63 Punkten sogar die Führung. Eine 94 brachte Jamie Burnett aber noch vor der Pause den wichtigen Ausgleich. Nach Wiederbeginn setzte Jamie Burnett sofort die Akzente und kaufte Tian Pengfei mit einer 131 den Schneid ab. Davon erholte sich Tian nicht mehr. Burnett steht damit bereits im Achtelfinale, weil er in der Runde der letzten 32 durch den Startverzicht von Titelverteidiger Ronnie O’Sullivan ein Freilos hat.
Andrew Higginson setzte sich gegen Rouzi Maimaiti ebenfalls mit 5:2 durch. Auch hier hatte es zum Midsession Interval 2:2 gestanden. Als Higginson dann aber das hart umkämpfte Frame fünf noch auf Schwarz gewann, bog er endgültig auf die Siegerstraße ab. Sein hartes Matchplay verhalf Dave Harold zu einem 5:1 über Passakorn Suwannawat. Der Thailänder konnte während des gesamten Matches seine Nervosität nicht ablegen und agierte zusehends verunsichert. Harold überzeugte mit einer schwer erkämpften 106 in Frame drei und einer 81 zum Abschluss.
Doherty beweist Nervenstärke
Zittern musste dagegen Ken Doherty bei seinem 5:4 über Mohammad Sajjad. Der Pakistani nämlich hatte schon mit 3:1 geführt, ehe Doherty dank einer 109 wieder den Anschluss schaffte. Sajjad jedoch verschaffte sich umgehend wieder ein Polster von zwei Frames. Eine 79 brachte den „Darling from Dublin“ erneut heran, ehe er im umkämpften achten Frame den Ausgleich erzwang. Im Entscheidungsframe bewies Doherty Nervenstärke, als er mit einer 83 alles klar machte.
Als Letzte buchten am Eröffnungstag Martin Gould und Joe Delaney ihre Plätze in der Hauptrunde der letzten 32. Gould musste nach einem 3:1 gegen Li Hang zwar das 3:3 hinnehmen, gewann dann aber mit 5:3. Delaney setzte sich mit 5:1 gegen Li Yan durch.
Robert Milkins hatte die zweifelhafte Ehre, als erster Profi in Shanghai zu scheitern. Mit 3:5 zog er gegen Jin Long den Kürzeren. Jin hatte die ersten drei Frames gewonnen; davon erholte sich Milkins nicht mehr. Noch ärger erwischte es Mike Dunn, der gegen den sicher lochenden Mei Xiwen mit 1:5 unter die Räder kam. Höhepunkt war dabei ein Break von genau 100 Punkten des Chinesen in Frame fünf, nachdem Dunn zuvor noch mit einer 82 auf 1:3 verkürzt und so neue Hoffnung geschöpft hatte.




Kommentare 1 - 7 of 7
Ken D. ist es echt zu wünschen, was hat er schon tolle Matches geliefert.
so seh ich es auch..........
Ich schau das Shanghai Masters zwar nicht mehr mit ganz viel Interesse, weil Ronnie nicht dabei ist.
Doch ich hoffe das Stevens, Williams, Doherty weit kommen, ich bin immer für die älteren Hasen auf der Tour!
auf gehts Doherty ich will dich wieder in den top10 sehen
Dass 2 Wildcard-Spieler weitergekommen sind, sollte den Profis ein Warnschuss sein. Das Niveau, auf dem hier gespielt wird, kann von allen Spielern mit einem guten Tag erreicht werden. Also sollten sich die Mark Allens, Shaun Murphys und Ali Carters warm anziehen, wenn sie mal einen schlechten Tag erwischen.
Tatsächlich ist dieser Artikel mit einem Foto geschmückt, welches mir gänzlich unbekannt ist... ich ziehe meinen diesbezüglichen Kommentar aus "Kalbs Snooker Break" vorübergehend zurück :-)
Gute Berichterstattung!
Gut, dass ich nicht gesehen habe, wie Doherty zittern musste ... ich hätte mitgezittert. Dass er gewonnen hat, freut mich sehr. Hoffentlich behält er auch gegen Dott so die Nerven!
Da waren wieder Kens Comeback-Qualitäten gefragt. Schade allerdings, dass dies kein TV-Match war. Pech vermutlich für uns, dass Kens Gegner kein Chinese war.
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