Eurosport - Di 06.Mai. 18:58:00 2008
Mit einem souveränen 6:3, 6:3-Erfolg gegen den Argentinier Guillermo Canas ist Roger Federer in das mit 2,27 Millionen Euro dotierte Masters von Rom gestartet. Ebenfalls im Achtelfinale steht der US-Amerikaner Andy Roddick, der beim 6:1 und 6:4 gegen seinen Landsmann Mardy Fish wenig Mühe hatte.
Federer diktierte das Match im Foro Italico von Beginn an und kam im ersten Satz zu einer überragenden Punktquote von 93 Prozent beim ersten Aufschlag. Canas kam infolgedessen zu keiner Breakmöglichkeit und musste den ersten Durchgang nach einem verlorenen Service mit 3:6 abgeben.
Im Anschluss kam der Südamerikaner besser ins Match und hatte im sechsten Spiel des zweiten Satzes die große Chance, dem Favoriten das Aufschlagspiel abzunehmen. Federer befreite sich aber glücklich mit einem Netzroller aus der Situation und glich zum 3:3 aus. Danach ließ der Baselbieter dem 30-Jährigen keine Chance mehr, schaffte zwei Breaks und entschied die Begegnung nach einer Stunde und 23 Minuten zu seinen Gunsten. "Es war ein guter Auftakt ins Turnier und ich hoffe, dass es so weitergeht", freute sich der Weltranglistenerste.
Federer, der in der 1. Runde ein Freilos hatte, korrigierte mit dem Sieg eine Negativbilanz, denn in den bisherigen fünf Duellen mit Canas war der Argentinier drei Mal als Sieger vom Platz gegangen. "Das war schon ein hartes Los, gleich gegen Guillermo antreten zu müssen. Wir haben in der Vergangenheit einige harte Matches gegeneinander gespielt, und ich wusste, dass es auch dieses Mal schwer werden würde", erklärte der Schweizer.
Roddick macht kurzen Prozess
Roddicks erster Arbeitstag in der "ewigen Stadt" dauerte ganze 68 Minuten, dann war der ungefährdete Erfolg des 25-Jährigen unter Dach und Fach. Fish musste im neunten Vergleich mit dem derzeitigen Weltranglisten-Sechsten bereits die achte Niederlage einstecken. Der 26-Jährige erspielte sich im gesamten Match nur eine Breakchance, die Roddick aber parierte.
Immerhin schlug Fish fünf Asse - eines mehr als Roddick, der mit 249,4 km/h noch immer den Weltrekord für den härtesten Aufschlag der Tennis-Geschichte hält. Roddick wird es verschmerzen können - für den 25-Jährigen war es in dieser Saison nach dem Davis Cup im Februar gegen Österreich erst der zweite Auftritt auf Sand, und den hat er in souveräner Manier gemeistert.
"Ich habe mich sehr gut gefühlt. Mardy ist ein Spieler, der gerne attackiert und so war es mein Ziel, ihn an der Grundlinie zu halten. Das ist mir auch gelungen. Ich freue mich immer, auf Sand zu spielen. Das ist eine große Herausforderung und sicherlich für mich der schwerste Belag. Deshalb bin ich nach Erfolgen auf Sand auch besonders zufrieden", gab Roddick zu Protokoll.
Tobias Laure / Eurosport