Bundesliga - Rückschlag für den VfB

Eurosport - Di 06.Mai. 23:16:00 2008

Nach der zehnten Auswärtsniederlage der Saison muss der VfB Stuttgart noch einmal um den Einzug in den UEFA-Cup bangen. In Dortmund konnte auch ein Doppelpack von Mario Gomez (55./ 83.) eine 2:3 (0:1)-Niederlage nicht abwenden. Für Dortmund waren Tinga (35.) und Alexander Frei (59./79.) erfolgreich.

FOOTBALL 2007-2008 Bundesliga Dortmund-Stuttgart Frei Dede - 0

Nicht nur die Champions League ist nun für die Stuttgarter außer Reichweite, auch um den UEFA-Cup muss der VfB bangen. "Ich glaube schon, dass es reicht. Dass wir jetzt auf andere angewiesen sind, haben wir uns natürlich nicht gewünscht", machte der zweifache Torschütze Mario Gomez sich und seiner Mannschaft Mut.

Dortmund dagegen hatte bereits mit dem Einzug ins DFB-Pokal-Finale das internationale Geschäft gesichert. Mit dem Sieg auf eigenem Platz ist nun auch klar, dass die "Schwarz-Gelben" mit dem Abstiegskampf endgültig nichts mehr zu tun haben. "Ich freue mich natürlich über die drei Punkte. Für einen Trainer in meiner Position ist das natürlich wichtig", bemerkte Thomas Doll nach Schlusspfiff in Anspielung auf die schier endlose Debatte um seine Person. Er schränkte jedoch ein: "Mehr Rückendeckung vom Verein wünsche ich mir nicht, ich wünsche mir mehr Siege."

1. Halbzeit:

64.400 Zuschauer hatten sich in Dortmund versammelt, um die Partie der Borussia gegen den noch amtierenden Deutschen Meister zu sehen. Doch die zahlreich erschienenen Fans mussten sich eine ganze halbe Stunde gedulden, bis ihnen Fußball auf Bundesliga-Niveau präsentiert wurde. In den ersten dreißig Minuten ließen es die beiden Teams ruhig angehen. Die Gäste aus Schwaben hatten dabei leichtes Übergewicht im Spiel. Immer wieder drangen sie bis an die Strafraumgrenze vor, wobei sie davon profitierten, dass die Dortmunder Hintermannschaft ihnen viel Platz zum kombinieren ließ. Für Gefahr konnten die Schwaben allerdings nicht sorgen.

Auf den ersten gefährlichen Torschuss der Partie musste das Publikum bis zur 33. Minute warten, als der eifrige Nelson Valdez mit einem Distanzschuss einen Weckruf an sein Team aussandte. Postwendend folgte der erste Treffer: Nur zwei Minuten später verwandelte Tinga einen platzierten Flachschuss aus der Drehung aus 14 Metern zum Führungstreffer. Nun waren die Dortmunder die überlegene Mannschaft. Die Schwaben dagegen konnten sich auch nach dem Rückstand nicht aus der Lethargie der Anfangsphase befreien.

2. Halbzeit:

Nach dem Wiederanpfiff knüpften die Westfalen an die muntere Spielweise der Endphase der ersten Halbzeit an und hätten nach nur drei Minuten um ein Haar auf 2:0 erhöht, als Jakub Blaszczykowski Keeper Raphael Schäfer hatte aussteigen lassen, jedoch aus spitzem Winkel verfehlte. Um so überraschender war es, dass es die Schwaben waren, die das nächste Tor erzielten. Gomez köpfte nach maßgenauer Flanke von Fernando Meira den 1:1-Ausgleich (55.).

Nur Minuten später gaben die Hausherren jedoch die passende Antwort. Als Alexander Frei bemerkte, dass VfB-Schlussmann Schäfer beim Freistoß in der falschen Ecke stand, zirkelte der Schweizer blitzschnell den Ball um die Mauer und in die Maschen (59.). Die Partie wurde nun immer ruppiger. Insgesamt acht Gelbe Karten geben Auskunft darüber, mit welcher Intensität die Akteure zu Werke gingen. Als Gomez in der 74. Minute im Strafraum zu Boden ging, blieb die Pfeife von Schiedsrichter Michael Kempter jedoch stumm. Der Nationalspieler war zwar von Mats Hummels im Strafraum gehalten worden, war jedoch allzu theatralisch zu Boden gegangen und brachte sich so selbst um einen eigentlich berechtigten Strafstoß.

Stattdessen baute Dortmund die Führung aus. Nach Vorlage des agilen Valdez war es für Frei ein Leichtes, mit seinem zweiten Treffer auf 3:1 zu erhöhen (79.). Auch der erneute Anschlusstreffer durch Gomez in der 84. Minute konnte den Dortmunder Sieg nicht mehr verhindern. Mit mehreren taktischen Wechseln brachte Dortmunds Trainer Doll die Führung über die Zeit.

Spieler des Spiels:

Der quirlige Nelson Valdez sorgte immer wieder für Gefahr in der Dortmunder Offensive. Mit seiner Vorlage zum 3:1 brachte der Stürmer seine Mannschaft endgültig auf die Siegerstraße.

Jonas Steldinger / Eurosport