Lahti - Frenzel meldet sich in Finnland zurück

Eurosport - Fr 06.Mrz. 18:35:00 2009

Bei der WM unter Wert geschlagen, im Weltcup wieder zurückgemeldet: Der Oberwiesenthaler Eric Frenzel hat eine Woche nach den Titelkämpfen beim Weltcup der Nordischen Kombination im finnischen Lahti Platz fünf erreicht und damit sein bestes Ergebnis vom Saisonstart in Kuusamo eingestellt.

NORDIC COMBINED SKII 2007-2008 Eric Frenzel
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Mit dem Ausgang des Wettbewerbs hatte er allerdings nichts zu tun. Weltmeister Bill Demong machte dort weiter, wo er am vergangenen Samstag in Liberec aufgehört hatte und gewann souverän vor Weltcup- Spitzenreiter Anssi Koivuranta (Finnland) und Jason Lamy Chappuis (Frankreich).

Damit schob sich der Amerikaner auch an Björn Kircheisen vorbei auf Rang drei der Gesamtwertung. Der Johanngeorgenstädter, vor einer Woche WM-Zweiter hinter Demong, kam nach einer Erkältung in dieser Woche und ohne Training auf Platz sechs.

Ausgeglichenheit auf hohem Niveau

Frenzel wirkte nach dem Wettbewerb völlig entspannt. Auf der Schanze demonstrierte der Sachse die Souveränität, auf die man von ihm auch in Liberec in den Einzeln gehofft hatte. 125 Meter jeweils im provisorischen Wettkampfsprung als auch im Wettbewerb zeigten seine Ausgeglichenheit. Als Vierter nach dem Springen ging Frenzel in die Loipe, musste aber schnell Demong, der Sechster war, passieren lassen und schloss sich dafür Kircheisen an. Der hatte auf den ersten Kilometern ein Höllentempo angeschlagen, sich dabei aber offenbar übernommen.

"Es lief ganz gut. Die Schanze gefällt mir und auch in der Loipe hatte ich keine Probleme", sagte Frenzel, der am Ende eine Minute Rückstand auf Demong hatte. Er ging sein Tempo und konnte seinen Teamkollegen Kircheisen auf der Zielgeraden hinter sich lassen. Diesem merkte man den Trainingsrückstand und die fehlende körperliche Frische an. Dabei hatte er auf der Schanze durchaus überzeugt. 126 Meter waren eine starke Leistung, doch die Haltungsnoten waren derart schlecht, dass sich Kircheisen auf Platz sieben mit 38 Sekunden Rückstand wiederfand. Die wollte er in bewährtem Stil schnell aufholen, doch sein Körper hatte etwas dagegen. "Unter den Voraussetzungen ist Platz sechs wohl das Maximale", meinte er.

Der zweimalige WM-Zweite Tino Edelmann fand sich als Elfter im Feld der Geschlagenen. Nach dem Springen hatte er gehofft, mit "Überläufer" Magnus Moan mitgehen zu können. Doch der Norweger, der am Ende Vierter wurde, ließ den Zella-Mehliser einfach stehen, so dass es für ihn am Ende nicht mehr zu einem Platz unter den ersten Zehn reichte.

dpa / Eurosport

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