UEFA Cup - Bayer kämpft Hamburg nieder

Eurosport - Do 06.Mrz. 23:00:00 2008

Bayer Leverkusen darf weiter vom Einzug ins UEFA-Cup-Viertelfinale träumen. Im Hinspiel kam das Team von Trainer Michael Skibbe vor heimischer Kulisse zu einem 1:0 (0:0)-Erfolg gegen den Hamburger SV. Stürmer Theofanis Gekas gelang in der 77. Minute das entscheidende Tor.

FOOTBALL 2007-2008 UEFA Cup Leverkusen Hamburg Rolfes de Jong - 0

In der über weite Strecken von Taktik und den Abwehrreihen bestimmten 32. deutsch-deutschen Europacup-Begegnung schuf sich sich Leverkusen vor 22.500 Zuschauern in der ausverkauften BayArena eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Mittwoch. Dort müssen die Hanseaten auf die gelb-gesperrten Defensivkräfte Vincent Kompany und Nigel de Jong verzichten. Das erste Bundesliga-Duell im Europacup seit neun Jahren geizte lange mit Torszenen und Spielkultur.

Beide Mannschaften setzten auf eine verstärkte Defensive mit zwei "Sechsern" vor der Viererkette. Einzige Leverkusener Sturmspitze war Gekas. Der Torschützenkönig der vergangenen Bundesliga-Saison hatte lange als Joker auf der Bank gesessen. Stefan Kießling spielte hinter dem Griechen im Mittelfeld, Tranquillo Barnetta spielte neben Simon Rolfes auf der ungewohnten Position im defensiven Mittelfeld. HSV-Trainer Huub Stevens beorderte Collin Benjamin anstelle des dort erwarteten Boateng, Vincent Kompany erhielt im Mittelfeld den Vorzug gegenüber Piotr Trochowski.

Schwache erste Halbzeit

Von Beginn an bestimmte die Taktik die Partie, Torchancen blieben Mangelware. Einzig Sergej Barbarez sorgte mit einem Schuss aus 20 Metern für so etwas wie Torgefahr, doch HSV-Torwart Frank Rost hatte mit dem Ball keinerlei Probleme (16.).

Die jeweils aufgebotenen zwei defensiven Mittelfeldspieler engten den Aktionsradius der Spielgestalter Rafael van der Vaart und Barbarez gut ein. So war die erste Halbzeit nicht mehr als ein zähes Ringen um Raum im Mittelfeld, in dem die dritte Gelbe Karte für Kompany wegen Ballwegschlagens und die daraus resultierende Sperre der größte Aufreger war. Verbissen geführte Zweikämpfe statt Torraumszenen - mehr bekamen die Zuschauer nicht geboten.

Gekas entscheidet das Spiel

"Es ist ein ein von Strategie geprägtes Spiel, bei dem man den Eindruck hat, dass jede Mannschaft auf den Fehler der anderen wartet", sagte Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler in der Pause. Zu Beginn der zweiten Halbzeit gewann das Spiel endlich an Fahrt. David Jarolim hatte mit einem Heber die erste echte Torchance des Spiels (46.). Im Gegenzug köpfte Gekas über den Kasten.

Beide Mannschaften riskierten jetzt mehr, doch die daraus sich ergebenden Chancen blieben zunächst ungenutzt. Erst Gekas sorgte mit seinem ersten Treffer im UEFA-Pokal nach einer Ecke von Barnetta für Torjubel. Der Grieche hätte drei Minuten vor Schluss sogar für das 2:0 sorgen können, vergab aber die Torchance.

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