Eurosport - Mi 04.Nov. 11:19:00 2009
Spanien will kein Steuerparadies mehr sein. Die regierenden Sozialisten kamen mit anderen Linksparteien überein, das sogenannte "Beckham-Gesetz" zu reformieren. Ausländer, die nur vorübergehend in Spanien leben und mehr als 600 000 Euro im Jahr verdienen, sollen 43 Prozent Steuern zahlen.
Die Profi-Fußball-Liga (LFP) protestierte heftig gegen die Steuerpläne und drohte mit einer Unterbrechung des Spielbetriebs in der Primera División. "Eine solche Steuerreform bedeutet für die spanischen Vereine zusätzliche Ausgaben in Höhe von 100 Millionen Euro, betonte der LFP-Präsident José Luis Astiazarán. Die Liga werde sich mit aller Macht gegen das Vorhaben zur Wehr setzen.
Nach der bisherigen Regelung aus dem Jahr 2004, die nach dem damals für Real Madrid spielenden David Beckham benannt wurde, mussten ausländische Fußballstars nur 24 Prozent ihres Gehalts an den Fiskus abführen. Dies brachte den spanischen Vereinen im Vergleich zu den Clubs in Deutschland oder anderen Ländern große steuerlichen Vorteile beim Werben um Spitzenfußballer ein.
Stars wie Cristiano Ronaldo (Real Madrid) oder Zlatan Ibrahimovic (FC Barcelona), die erst im vorigen Sommer nach Spanien gewechselt waren, sind von der Reform nicht betroffen. Die Steuererhöhung soll nicht rückwirkend gelten, sondern nur für die Verträge, die nach dem 1. Januar 2010 unterzeichnet werden.
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| 16:00 | Brighton & Hove Albion g. Rushden & Diamonds |
| 16:00 | Rotherham United g. Luton Town |
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Kommentare 1 - 10 of 10
Es betrifft Ronaldo schon, da er einer der letzten Nutznießer dieses sog. "Beckham Gesetzes" sein wird.
Es wurde vor einigen Jahren erlassen, um "indische Programmierer" ins Land zu locken, also Ausländische Spitzenkräfte, die man durch die höheren europäischen Steuern nicht abschrecken wollte. Schröder hat damals ja auch Maßnahmen getroffen um sie nach Deutschland zu locken.
Dieses Gesetz trat damals etwa zeitgleich mit Beckhams Ankunft in Madrid in Kraft, daher der Name.
Und in der Tat profitierten davon nur wenige Wissenschaftler, aber alle ausländischen Fußballer, die seit dem nach Spanien kamen, dort oft mehr verdienten als ihre Kollegen auf dem Platz und zugleich von einem skandalös niedrigem Steuersatz profitierten.
In Spanien halten viele Fußball-Fans es für absolut gerecht, dass dieses "Ausländer-Gesetz" abgeschafft wird.
Wenn es Ronaldo nicht betrifft warum ist dann ein Bild von ihm als Titel gewählt? Mal wieder typisch Eurosport...
@ skatjenson
teilweise stimme ich dir zu.
ABER warum sollte die Champions League auf ihrebesten/populärsten Spieler/Teams verzichten wollen ?
da würden sie sich doch ihr eigenes Grab schaufeln, selbst wenn nach ein paar Jahren die Top Spieler zu gut wirtschaftenden (deutschen) Vereinen gehen.
Da stellen sich dann wiederrum Fragen:
1. Wovon sollen die Clubs die Ablösen/Gehälter (z.b. 10 Mio im jahr an CR & Ablöse 200 Millionen) zahlen?
2. Wäre die CL dann nicht uninteresssant?
3. Müsste man dann nicht hoch verschuldete Privatpersonen,Firmen etc. auch entsprechend sanktionieren, denn das ist sicherlich nicht nur auf den Fußball übertragbar?
Ist ja alles richtig, was ihr sagt. Aber marco, Du stellst das so hin, als würden nur Spieler mit schlechtem Charakter in die Bundesliga gehen...tztz. Die 3 von Dir genannten sind Urgesteine ihres Vereins!! Sowas gibt es in jeder Liga. Oder sind Thomas Schaaf, Dede, Neuer, Lahm etc. alles schlechte Menschen, weil sie in der charakterlosen Bundesliga arbeiten?? Wenn die UEFA irgendwann einen Lizenzierungsweg zur CL umsetzen kann und unwirtschaftlich arbeitenden Vereinen in Spanien und England der Hahn zugedreht bzw. die Zulassung zur CL verwehrt wird, möchte ich das Geheule mal sehen. In Deutschland wurde in den meisten Proficlubs vernünftig gewirtschaftet. Was spricht also momentan dagegen, daß nicht die Bundesliga in 10 Jahren die stärkste und finanzkräftigste Liga der Welt ist?? Du glaubst doch nicht, daß Deine tollen Charaktertypen auf Dauer auf einen Haufen Geld und Prestige durch Spiele in der CL verzichten würden?! Für Deine genannte Generation gilt das freilich nicht mehr. Aber Gesetz dem Fall irgendwann: unwirtschaftlich gearbeitet - keine Zulassung zur CL - DANN AUCH weniger Einnahmen -- weniger Geld für Topstars + Anreiz für diese, in CL-fernen Vereinen zu spielen.
Klar, das ist Zukunftsmusik, aber möglich. Ich sehe gute Zeiten langfristig für die Bundesliga. Ein Ribery wäre doch vor Jahren noch undenkbar gewesen.
ich meinte kein ausländer und nicht kein hollländer
messi glaube ich muss nicht zahlen weil er die spanische staatbürgerschaft hat also kein holländer ronaldo kaka ibra und nochn paar müssen das zahlen
ich finde die steuern die es geben soll gut! ( sollte es übrigens überall geben) Löst einige Geldprobleme vom Staat und sorgt dafür dass Fußball-Spieler nicht mehr so viel Geld verdienen! Man soll bedenken, dass die nur Fußball spielen! Sie denken nur auf dem feld und dass auch nicht allzu viel! Heißt ja nich umsonst bei den Fußball spielen, wer denkt verliert! Jedoch muss ich zugeben dass die 43% doch schon etwas viel sind, 30-35% wären da eher angebracht.
Spieler aus Lateinamerika werden trotzdem lieber nach Spanien gehen.
Wegen der Sprache, dem Essen, der Mentalität, dem Klima, den Stadien, der Fußballverrücktheit, weil die Spiele alle in ihren Heimatländern übertragen werden... Der Steuervorteil war da nur ein angenehmes Bonbon obendrauf.
Wer möchte nicht abends um 22.00 Uhr, bei angenehmen Temperaturen, im ausverkauften Camp Nou neben oder gegen Messi, Xavi oder Iniesta spielen, die übrigens von ihren Millionen auch 43 % an den Fiskus zahlen.
skatjenson, das kommt immer auf die spieler an. einer wie robinho würde zu bayern gehen wenn die mehr zahlen könnten, aber spieler wie raul, gerrard, puyol oder einfach spieler mit gutem charakter, die würden nie in die bundesliga gehen.
bsp: huntelaar. lieber in mailand bankdrücker als zu stuttgart.
Das wird die Bundesliga weiter aufwerten. Nachdem die Spitzenvereine der PL quasi pleite sind und weniger für Spieler ausgeben (außer ManCity), ist das Paradies Primera Divison nun auch vorbei. Vielleicht beeinflusst das auch ganz erheblich einen möglichen Ribery-Transfer nächstes Jahr, halte ich nicht für unmöglich.
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