Unnötige Niederlage für Dallas - Nowitzki blass

Do 05.Nov. 11:47:38 2009

New Orleans (dpa) - Innerhalb von nur 24 Stunden hat Dirk Nowitzki beide Seiten im Leben eines Superstars kennengelernt. Nach seiner 40-Punkte-Gala beim Sieg gegen die Utah Jazz folgte die Niederlage in New Orleans.

Teamkollegen, Gegner und Beobachter überschlugen sich mit Lobeshymnen für den Kapitän der Dallas Mavericks. Einen Tag später gehörte der deutsche Basketball-Nationalspieler zu den großen Verlierern seines Teams, das sich bei den New Orleans Hornets eine völlig unnötige 107:114-Niederlage nach Verlängerung einhandelte. Für Dallas war es die zweite Pleite der Saison.

Während Nowitzki die Partie gegen die Jazz mit seinen 29 Punkten im Schlussviertel ganz alleine gewann, stand er am folgenden Tag in der entscheidenden Phase gar nicht mehr auf dem Feld. Nach seinem sechsten Foul war das Duell für den 31-Jährigen 2:38 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit beendet - von der Bank musste er fortan mitansehen, wie seine Mitspieler eine Vier-Punkte-Führung noch aus der Hand gaben und dabei vier Freiwürfe ungenutzt ließen. «Alles, was schiefgehen konnte, ist schieggegangen. Wir haben die Lektion gelernt. Basketball kann ein schönes und ein grausames Spiel sein. Wir haben keine Zeit ausgelassen, beide Seiten kennenzulernen», sagte Dallas-Spielmacher Jason Kidd.

Nowitzki traf am Tag nach seiner persönlichen Sternstunde mit nur vier von 15 Würfen und kam am Ende auf für ihn mickrige zwölf Punkte. Damit endete auch eine Serie von 29 Partien nacheinander, in denen der Würzburger stets mindestens 20 Zähler erzielt hatte. Für Nowitzki schien vor 13 566 Zuschauern in der New Orleans Arena Jason Terry in die Bresche zu springen, doch am Ende war der 32-Jährige trotz seiner starken 35 Punkte der zweite große Verlierer bei den «Mavs».

In der entscheidenden Schlussphase vergab Terry zwei Freiwürfe und gab den Hornets damit die letzte Chance, noch einmal ins Spiel zurückzufinden. Peja Stojakovic nahm das Geschenk an und rettete die Gastgeber mit einem Dreier zum 97:97 in die Verlängerung, in der Dallas dann keine Chance mehr hatte. «Dass Dirk vom Feld musste war ein schwerer Schlag für uns. Wir hatten unsere Möglichkeiten, haben sie aber nicht genutzt», klagte Dallas' Coach Rick Carlisle.

Die Boston Celtics und die Denver Nuggets bleiben derweil weiter ungeschlagen. Die Celtics zitterten sich zu einem 92:90 bei den Minnesota Timberwolves. Denver feierte einen ungefährdeten 122:94-Sieg bei den New Jersey Nets. Die erste Niederlage gab es hingegen für die Phoenix Suns, die bei den Orlando Magic mit 100:122 verloren. In Galaform präsentierte sich einmal mehr Superstar Kobe Bryant. Zum 103:102 der Los Angeles Lakers bei den Houston Rockets nach Verlängerung steuerte Bryant 41 Zähler bei, darunter auch den siegbringenden per Freiwurf.

 

Kein Yahoo!-Nutzer? Kostenlos .