Frankfurt/Main (dpa) - Unter der Regie der beiden Bundestrainer Raul Lozano und Giovanni Guidetti will der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) den eingeschlagenen Erfolgsweg fortsetzen und mit einer Medaille bei den Olympischen Spielen 2012 in London krönen.
Noch vor dem Start ins WM-Jahr 2010 möchte der Verband die Verträge mit seinen Auswahl-Coaches verlängern und damit die Weichen für eine erfolgreiche sportliche Zukunft stellen. «Unser Wille ist, mit beiden bis Olympia 2012 weiterzumachen», kündigte DVV-Generalsekretär Jörg Ziegler in Frankfurt/Main an.
Lozano hatte mit den deutschen Männern in diesem Jahr die Qualifikation für die WM 2010 sowie für die Weltliga perfekt gemacht. Unter Guidettis Regie verpassten die deutschen Frauen, die ebenfalls das WM-Ticket lösen konnten, Anfang Oktober bei der EM in Polen als Vierte nur knapp eine Medaille. «Die bisherige Zusammenarbeit hat gezeigt, dass wir auf einem erfolgreichen Weg sind. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit beiden Trainern zum Abschluss kommen», sagte Ziegler.
Doch nicht nur sportlich steht der DVV vor großen Herausforderungen. Derzeit werden mit Hochdruck Sponsoren und TV-Partner für das Abenteuer Weltliga gesucht, das den finanziell nicht auf Rosen gebetteten Verband insgesamt zwischen 750 000 und 1 Million Euro kostet. Allein die Fernseh- und Vermarktungsrechte sowie die TV-Produktionskosten verschlingen rund 270 000 Euro. «Das kann der Verband alleine nicht stemmen», sagte Sportdirektor Günter Hamel.
Immerhin darf der DVV auf eine starke Unterstützung der Städte und Bundesländer bauen, in denen die Partien gegen Polen, Argentinien und Kuba ausgetragen werden. «Wir haben auch eine Zusage von den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern, uns zu unterstützen, und hoffen bis Februar 2010 auch die nötigen Sponsoren gefunden zu haben», erklärte Ziegler.
Trotz der enormen Kosten erhofft sich der Verband von der ersten Weltliga-Teilnahme nach siebenjähriger Abstinenz einen weiteren Schub. «Wenn wir dort nicht spielen würden, müssten wir versuchen, uns parallel zur Weltspitze weiterzuentwickeln. Viel fataler wäre aber die psychologische Wirkung, denn die Weltliga ist für Spieler und Trainer die große Herausforderung», erklärte Hamel.
«Wir wollen bei den Heimspielen Volleyball zelebrieren», versprach daher DVV-Präsident Werner von Moltke. Für die Zukunft will er noch mehr hochkarätige Events nach Deutschland holen, um die Sportart weiter zu pushen. «Wir wollen uns um das Weltliga-Finale 2011 bewerben und sollten auch versuchen, mal wieder eine WM auszutragen», sagte von Moltke.


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